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Oberhavel Ines Hübner erzielt die meisten Stimmen, muss aber in die Stichwahl
Lokales Oberhavel Ines Hübner erzielt die meisten Stimmen, muss aber in die Stichwahl
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22:05 24.09.2017
Ines Hübner (M.) schaut auf dem Sportplatz in Velten im Sportcasino auf die Ergebnisse. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten

Amtsinhaberin Ines Hübner (SPD) möchte Bürgermeisterin von Velten bleiben. Es gibt drei Bürgermeister-Gegenkandidaten. Wir sind für Sie den ganzen Tag unterwegs, sammeln Stimmen und wollen brandaktuell über die ersten Zwischenstände berichten.

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Zwischenstand nach 11/11 Stimmbezirken

Ines Hübner (SPD)                46,20 %

Petra Künzel (Einzelbewerberin)      6,40 %

Marcel Siegert (Pro Velten)          41,80 %

Robert Wolinski (NPD)             5,60 %

22 Uhr: Alle elf Stimmbezirke sind ausgezählt. Lange Zeit lagen Ines Hübner und Marcel Siegert nahezu gleich auf, am Ende lag Hübner mit 4,4 & mehr an Stimmen vor Siegert. Somit kommt es zur Stichwahl in der Ofenstadt. Die Wahlbeteiligung lag in Velten bei knapp 70 %.

21.24 Uhr: Zwei Wahllokale stehen noch aus, schon jetzt durfte klar sein, dass es am 15. Oktober zu einer Stichwahl kommt zwischen Amtsinhaberin Ines Hübner und Marcel Siegert.

20.49 Uhr: Fünf Wahllokale sind ausgezählt. Ines Hübner und Marcel Siegert sind nahezu gleichauf.

19.40 Uhr: Zwei Stimmbezirke sind in Velten ausgezählt. Es deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ines Hübner und Marcel Siegert ab.

Ab 18 Uhr haben die Wahllokale geschlossen. Wir sind für Sie den ganzen Tag unterwegs und sammeln Stimmen und Fakten.

Im Wahllokal Nummer fünf in der Kita „Villa Regenbogen“ gehört Erzieher-Azubi Lucienne Degner aus Velten zu den jüngsten Wahlhelfern. Doch engagiert und ruhig kontrollierte sie die Ausweise der Wähler und glich die Daten mit dem Wählerverzeichnis ab. Nicht fehlen durfte auch der Hinweis, den Wahlschein aufzuheben, da er bei einer möglichen Stichwahl seine Gültigkeit behalte. „Ich bin zum ersten Mal Wahlhelferin, wurde als Mitarbeiterin der Stadt gebeten, mitzumachen“, verriet die junge Frau. „Ich komme gut zurecht, alles ist strukturiert und es wird nicht langweilig.“ Denn auch in diesem Wahllokal riss den gesamten Tag der Strom der Wahlwilligen nicht ab. „Hier ist ordentlich Betrieb.“

Das Wahllokal in der Kita „Villa Regenbogen“. Quelle: Ulrike Gawande

Vor dem Bürgerhaus in Velten-Süd hatte Lydia Göritz mit ihrem Protestplakat Position bezogen. „Ich bin für Menschen, die sich mehr für Menschen einsetzen, besonders für ärmere“, erklärte die junge Mutter, die sich auch gegen die Impfpflicht ausspricht. Sie sei jedoch nicht für oder gegen eine bestimmte Partei, sondern wolle vor allem die Menschen aufrütteln, dass die „Schere im Land immer weiter aufgehe“. Göritz freute sich, wenn sie es schaffte, mit den Wahlgängern ins Gespräch zu kommen. Sie selber werde ihre Stimme für die Bundestagswahl ungültig machen, verriet sie. Bei der Bürgermeisterwahl sei sie noch hin- und hergerissen, so die Veltenerin.

Lydia Göritz und ihr Protestplakat. Quelle: Ulrike Gawande

Im Bürgerhaus in Velten-Süd befinden sich die Wahllokale sieben und acht. Beide sind für je rund 1200 Wahlberechtigte zuständig. Es laufe flüssig, teilweise habe es sogar kurze Wartzeiten für die Wähler gegeben, so groß war der Andrang, erzählt Heiko Rüchel-Machler, der mit seinem Team den Wahlbezirk acht betreut. Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten hatte am frühen Nachmittag ihre Stimme abgegeben. Auch im benachbarten Wahlbüro sieben gab es laut der Wahlhelfer „keinen Leerlauf“. Es fließe, war man sich einig

Die Wahlbezirke sieben und acht hatte ihr Wahllokal im Bürgerhaus in Velten-Süd. Quelle: Ulrike Gawande

Um 14 Uhr hatten in Velten schon rund 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. In Velten-Süd rund 45 Prozent. „Die Wahlbeteiligung ist enorm“, so Ulrike Brauer, Wahlleiterin in der Ofenstadt. Wahlberechtigt sind in Velten zur Bundestagswahl 9 742 Bürger, von denen bereits 1451 per Briefwahl, deren Stimmen in zwei Briefwahllokalen ausgezählt werden, abgestimmt habe. Zur Bürgermeisterwahl sind sogar 10 237 Veltener wahlberechtigt. 1 468 haben bereits per Briefwahl abgestimmt. Ulrike Brauer erinnert sich, dass bei der letzten Bundestagswahl noch nicht einmal 1 000 Einwohner von ihrem Briefwahlrecht Gebrauch gemacht haben.

Alle neun Wahllokale sind in Velten noch bis 18 Uhr geöffnet und barrierefrei erreichbar. Wie hier das Bürgerhaus in Velten-Süd. Quelle: Ulrike Gawande

Am heutigen Wahlsonntag feierte Jeannine Künzel ihren 18. Geburtstag und durfte damit zum ersten Mal den Gang zur Wahlurne antreten. Gemeinsam mit ihrer Familie war sie mittags in die Wohnstätte der „Roten Villa“ nach Velten gekommen. „Ich habe mich vor der Wahl viel informiert, die Zusammenfassungen der Wahlprogramme gelesen“, berichtet die Veltenerin, die bereits im Sommer ihr Abitur am Bollhagen-Gymnasium bestanden hat. Die Entscheidung für eine Partei sei ihr aber leicht gefallen.

Platz 6: Die Bundestagswahl hatte Brandenburg Ende September fest im Griff. Kaum ein anderes Thema wurde derart umfassend und ausgiebig begleitet. Besonders spannend wurde es dann am Wahlabend: Weil viele Leser etwas über den Wahltag in ihrer Nachbarschaft wissen wollten, wurde der Liveticker fast 70.000 Mal gelesen. Zum Artikel Quelle: Ulrike Gawande

Maximilian Wolf (25) ist das erste Mal als Wahlhelfer im Einsatz. Einer von 114 Wahlhelfern in den neun Wahlbüros in Velten. Er ist im Wahlbüro 4 im Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasium. Nach einer Schulung durch die Stadt fühlt er sich gut auf seine Aufgabe vorbereitet. Er überwacht die Wahlurnen und guckt, dass die Wähler gelbe und weiße Zettel - für Bürgermeister- und Bundestagswahl - in die richtige Urne werfen. „Ich wollte mir das mal angucken und freue mich besonders auf die Auszählung heute Abend. Das wird interessant.“ Selbst will er später wählen gehen. „Das ist meine demokratische Pflicht.“

Eine Veltenerin hat gewählt und ihre Wahlzettel bei Maximilian Wolf in die Urne geworfen. Quelle: Ulrike Gawande

Im Veltener Wahllokal 4 im Hedwig-Bollhagen-Gymnasium gehört auch Karina Melerowicz zum Team der Wahlhelfer. Sie übernimmt die Aufgabe seit Jahren sehr gern. „Es macht Spaß und man sieht so viele Leute.“ Die meisten kennt die Bibliothekarin der Stadt mit Namen. 1134 Wähler gehören zum Wahlbezirk 4. An ihren ersten Einsatz als Wahlhelferin kann sich Melerowicz noch gut erinnern: „Es war 1990, als über die Verfassung des Landes Brandenburg abgestimmt wurde“, erzählt sie. Stets früh zum Stimme abgeben geht auch Lyanne Rößner. „Dann habe ich es hinter mir.“ Der Wahlzettel sei eindeutig, erzählt sie. „Ein Kreuzchen rechts, ein Kreuzchen links.“ Und dann noch die Bürgermeisterwahl. Es sei gut, dass beides zusammen erledigt werde, findet Rößner. „Das ist sicher auch billiger“, glaubt die Veltenerin. Sie wisse meist schon vorher, wen sie wählen wird, so Rößner. „Ich habe meine bevorzugten Kreuze.“

Karina Melerowicz (l.) gibt Lyanne Rößner ihre Stimmzettel Quelle: Ulrike Gawande

In Velten, wie auch in den anderen Orten, in denen heute neben dem Bundestag auch ein neuer Bürgermeister gewählt wird, gibt es zwei Typen von Wählern: Die , die zwei Wahlscheine bekommen, weil sie schon über 18 sind und damit Bundestag und Bürgermeister wählen dürfen. Und dann gibt es die, die älter als 16, aber noch nicht volljährig sind und deshalb nur den gelben Wahlzettel bekommen, mit dem sie über einen neuen Bürgermeister abstimmen dürfen. In Velten nutzte auch der 16-jährige Arne die Chance, und kam um kurz nach 8 Uhr ins Wahllokal des Caritas Seniorenzentrums, bevor er zu einer Segelregatta nach Berlin weiterfuhr. „Ich gehe wählen, weil sich Velten weiter positiv entwickeln soll.“

Erster Urnengang für den 16-jährigen Arne. Quelle: Ulrike Gawande

Seit 2003 gehört auch Steffen Barthels zum Team der Wahlhelfer. Früher am Sportplatz im Einsatz, sitzt er heute mit Manon Boguth, Mitarbeiterin der Stadt, im Wahlraum des Caritas Seniorenzentrums. Der barrierefreie Raum wird auch von den Bewohnern des Seniorenheimes genutzt, die so ohne das Haus verlassen zu müssen, ihre Stimme abgeben können. Insgesamt gehören zum Wahlbezirk 2 rund 1000 Wähler. Um kurz nach acht Uhr hatten bereits über 30 Wähler ihre Stimme abgegeben. „Ich unterstütze gerne die Wahlvorstände, zu helfen ist meine Bürgerpflicht“, erklärt Steffen Barthels sein Engagement.

Steffen Barthels und Manon Boguth im Wahlraum der Caritas Quelle: Ulrike Gawande

Von Sebastian Morgner

Die Wahllokale sind seit 18 Uhr geschlossen, die Stimmenauszählung läuft. Nach 36 ausgezählten Stimmbezirken ist Kerstin Kausche (CDU) an Alexander Laesicke (parteilos) vorbeigezogen und liegt jetzt mit 22,0 % der Stimmen vor Laesicke. Dicht dahinter Jennifer Collin (SPD). Wer schafft es in die Stichwahl?

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Rainer Fellenz ist seit September neuer Standortleiter bei Bombardier in Hennigsdorf, wo er bereits seit 2011 beschäftigt ist. Der gelernte Maschinenschlosser, der in einem Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn seine Lehre gemacht hat, möchte Mitarbeitern und Kunden das Vertrauen in den Standort Hennigsdorf zurückgeben, der ihm sehr am Herzen liegt.

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63 Mitglieder, darunter 45 jünger als 25 Jahre, gehören zu den 2004 gegründeten Leegebrucher Schachfreunden. Im Verein wird eine intensive Nachwuchsarbeit betrieben und mit mehreren Schulen in der Region zusammengearbeitet. Jeden Freitag findet im „Zum Eicheneck“ ein offenes Training für jedermann statt.

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