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Initiative hat schon rund 200 Mitglieder

Willkommen in Oberkrämer – Leegebruch – Velten Initiative hat schon rund 200 Mitglieder

Seit einem Jahr gibt es nun schon die Initiative „Willkommen in Oberkrämer – Leegebruch – Velten“ (Wolv). Es geht nciht nur darum, sich um die Flüchtlinge zu kümmern, die in Bärenklau untergekommen sind, sondern auch darum, sich um die Sorgen und Fragen der Einheimischen zu kümmern.

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Jörg Ditt ist zufrieden mit der Entwicklung der Initiative.

Quelle: Ulrike Gawande

Oberkrämer. Seit einem Jahr gibt es nun schon die Initiative „Willkommen in Oberkrämer – Leegebruch – Velten“ (Wolv). Jörg Ditt (Grüne), einer der Initiatoren, zieht zu diesem Jubiläum eine positive Bilanz. Mehr als 200 Aktive seien dabei. „Dies ist eine Entwicklung, die ich nicht in meinen kühnsten Träumen erwartet habe“, sagt er. Es würden immer mehr interessierte Menschen aus vielen unterschiedlichen Bereichen dazustoßen.

Inzwischen sei die Unterkunft in Bärenklau voll belegt. Es sind mehrere Arbeitsgruppen gegründet worden. Dabei gehe es um die Beratung von Flüchtlingen, aber auch um die Akquise von Sponsorengeldern. „In Kürze werden wir direkt auf dem Gelände der Unterkunft einen Container für eine Fahrradwerkstatt und einen Bürocontainer aufstellen.“ Dort soll ein Anlaufpunkt entstehen, „um nah bei den Flüchtlingen zu sein“, so Ditt. Aber es gehe auch darum, gemeinsam Spaß zu haben.

Sehr wichtig sei aber auch der Kontakt zu den Bürgern in der Region. „Geht es doch primär darum, Kontakte herzustellen, Vorurteile abzubauen und auch die Ängste der Menschen aufzunehmen“, sagt Jörg Ditt. „Wir sprechen mögliche Probleme ehrlich an und wiegeln nicht ab.“ Viele Sorgen und Unsicherheiten seien „durchaus berechtigt und müssen angenommen und besprochen werden. Integration könne nur funktionieren, wenn auch die Sorgen der hier lebenden Menschen ernst genommen würden, so Jörg Ditt weiter.

Inzwischen gebe zu fast allen Leuten in der Unterkunft persönliche Kontakte. „Es gibt auch Probleme – keine Frage“, sagt Jörg Ditt. Es sei natürlich und nicht zu vermeiden, dass in der beengten und lauten Umgebung Spannungen auftreten würden. „Missverständnisse durch Sprachbarrieren können schnell zu ungewollten Konflikten führen.“ Deshalb sei es eine wichtige Aufgabe, die Leute aus den Unterkünften raus zu holen, sie in das gesellschaftliche Leben zu integrieren.

Im Jahr 2016 werde die Arbeit weiter gehen. Wie schon bekannt, kommen Mitte des Jahres voraussichtlich 120 weitere Flüchtlinge nach Bärenklau sowie etwa 150 nach Marwitz. Jörg Ditt sieht die Willkommensinitiative dafür gut gerüstet.

Von Robert Tiesler

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