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Oberhavel Initiative will Türen und Herzen öffnen
Lokales Oberhavel Initiative will Türen und Herzen öffnen
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10:43 24.02.2016
Maria Arndt stellt sich als Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Hohen Neuendorf vor. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Sie habe sich vorgenommen, Ansprechpartnerin für alle Bürger zu sein, „nicht nur für Geflüchtete“, sagt Maria Arndt. Die Diplom-Soziologin ist seit Jahresbeginn als Koordinatorin für Flüchtlingsangelegenheiten in der Stadt tätig. Während eines Treffens der Initiative „Willkommen in Hohen Neuendorf“ am Freitagabend stellte die 53-Jährige sich und ihre Ziele vor. Wichtiges Anliegen sei es ihr, einer Polarisierung und einer weiteren Aufspaltung innerhalb der Bürgerschaft entgegenzuwirken, ebenso ablehnenden Haltungen. Dafür werde sie „den Dialog suchen und befördern“, kündigte sie an.

Rund 80 Gäste waren erschienen, um an diesem Abend zudem die Erfahrungsberichte von Vertretern der Willkommensinitiativen aus Borgsdorf, Birkenwerder, Oranienburg und Hennigsdorf zu hören. Ihm gehe es nicht um eine Grundsatzdiskussion über Asylpolitik, sagte Gastgeber Karsten Poppe. Er wolle hören, „was Sie tun und wo Sie dringend Hilfe brauchen“.

Annette Jedwabski von „Willkommen in Hohen Neuendorf“ weist auf ein Kernanliegen: Integration funktioniert über Deutschkurse. Quelle: Helge Treichel

Die größte Erfahrung bringen die Mitglieder von „Willkommen in Oberhavel“ mit, die sich vorrangig für die Flüchtlinge in Hennigsdorf engagieren. „Wir suchen Menschen, die Deutsch unterrichten“, sagt Bärbel Wihstutz. Zum Schnuppern würden Hospitationen in den Stunden angeboten. Das gilt allerdings ebenso für die Initiativen in Oranienburg und Birkenwerder. Für letztere ergriff Birgit Zehlike das Wort. Sie berichtet von verschiedenen Arbeitsgruppen, die sich um Sprache, Freizeit und Begegnung kümmern – und der Suche nach weiteren Mitstreitern sowie nach Wohnraum. „Es macht Spaß, Lösungen zu finden“, sagt sie über ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Zugleich sollte aber etwas wie ein „Kindergarten für Erwachsene“ vermieden werden.

„Das geht nur mit den Menschen vor Ort.“

Warum die Oranienburger Willkommensinitiative ein Verein ist und welche Vorteile das bringt, erläuterte Vorsitzende Anne Schumacher. Für die noch vorbereitend tätige Borgsdorfer Initiative sprach Thomas Koch. Er betonte, dass der Landkreis verpflichtet ist, die vom Land zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen. „Wir müssen einen Weg finden, dass das funktioniert“, sagte er. Dabei habe man schnell gemerkt: „Das geht nur mit den Menschen vor Ort.“

Auch in Hohen Neuendorf sei bis zur Ankunft der Flüchtlinge noch genügend Vorbereitungszeit, sagte Karsten Poppe. Zunächst wolle die Initiative „Türen öffnen“ bei Vereinen und Betrieben, bei Vermietern und Schulen. Gemeinsam mit dem Streetworker Andreas Witt werde sie die Vereine anschreiben, sagte Maria Arndt. Bei diesem Projekt gehe es allerdings nicht nur um Flüchtlinge, sondern auch um die Jugendlichen im Ort.

Hier kann man helfen und sich begegnen

Die Unterstützer der Willkommensinitiativen haben alle Hände voll zu tun: 533 Geflüchtete leben in Hennigsdorf in den Heimen, rund 300 in Wohnungen. In Oranienburg sind es 870 und 160 Geflüchtete in Birkenwerder. In Borgsdorf werden ab September bis zu 194 Asylbewerber erwartet, in Hohen Neuendorf ab dem 3. Quartal 2017 bis zu 200 Menschen.

Begegnungen sind möglich im „Weltcafé“ am jeweils 1. und 3. Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr – am 7. März in Stolpe-Süd (Hirschwechsel 4) und am 16. März in der Hennigsdorfer Kirchengemeinde (Hauptstraße 1). Das in Schildow gegründete „Café Welcome“ öffnet nun in Lehnitz, das nächste Mal am Sonnabend, 27. Februar, ab 15 Uhr im Gemeindehaus (Florastraße 35).

Erreichbar sind alle Initiativen via Internet: www.willkommen-ohv.de, www.willkommen-in-oranienburg.de, www.willkommen-in-birkenwerder.de, www.willkommen-in-borgsdorf.de und www.willkommen-hn.de.

Von Helge Treichel

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