Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Ins Lindeneck könnte wieder Leben einziehen

Flatow Ins Lindeneck könnte wieder Leben einziehen

Schon viele Jahre steht die alte Gaststätte Lindeneck in Flatow leer. Nun aber steht Iris Duckert in den Startlöchern. Ihre Idee: Sie will ein Gästehaus mit vier Zimmern daraus machen, außerdem mit einem kleinen Gaststättenbetrieb. Die Flatower müssen sich aber wohl noch eine Weile gedulden.

Voriger Artikel
Kitaeltern konstituieren sich
Nächster Artikel
Neue Abteilung im Krankenhaus

Die ehemalige Gaststätte Lindeneck an der Flatower Hauptstraße, Ecke Lindenstraße, steht seit vielen Jahren leer.

Quelle: Robert Tiesler

Flatow. Das Lindeneck an der Flatower Hauptstraße liegt schon seit vielen Jahren im Winterschlaf. Besitzerin Helga Duckert muss auf die Frage, wie lange dort schon kein Gaststättenbetrieb mehr stattfindet, ein wenig überlegen. „Ungefähr 15 Jahre ist das bestimmt schon her“, sagt sie dann. Ursprünglich hatte sie die Gaststätte gekauft, damit, wie sie sagt, ihre Tochter sie übernehmen kann. Doch das hat zunächst nicht geklappt – allerdings könnte in den nächsten Jahren doch noch was draus werden, denn Iris Duckert hat nun doch Pläne mit dem Lindeneck, wenn es auch wohl noch ein paar Jahre dauern wird, bis sie umgesetzt werden können.

„Ich würde gern ein Gästehaus daraus machen“, sagt die 44-Jährige. Sie denkt an vier Zimmer, die sie vermieten kann, sowie an eine Gaststätte mit einem kleinen Angebot an Speisen und Getränken. „Allerdings gibt es da sicherlich noch sehr viele Auflagen zu erfüllen. Welche das sind, weiß ich jetzt aber noch nicht“, sagt Iris Duckert. Sie sei erst jetzt drauf gekommen, etwas mit dem Lindeneck zu machen. „Ich habe mich gefragt: Was machst du damit?“ Immerhin ist das Thema Gastronomie auf dem Land recht schwierig. „Aber ich bin dann darauf gekommen, dass eine Zimmervermietung funktionieren könnte. Immer wenn hier jemand mal ein Zimmer brauchte, dann gab es nichts.“ In Kremmen oder Amalienfelde war immer schon alles ausgebucht. Gerade auch Handwerker und Monteure suchen in der Region nach Übernachtungsmöglichkeiten. „Außerdem haben wir ja ein wunderbares Umfeld mit attraktiven Zielen.“ In Linum zum Beispiel mit der Kranichsaison im Herbst.

Hier muss mal der Tresen gestanden haben – die Bierwerbung ist noch zu sehen

Hier muss mal der Tresen gestanden haben – die Bierwerbung ist noch zu sehen.

Quelle: Robert Tiesler

Bis es im Lindeneck so weit ist, kann es aber noch dauern. „Ich hoffe, dass ich das selbst finanzieren kann aus dem, was ich verdiene. Ich möchte mich nicht an eine Bank binden“, sagt Iris Duckert. Sie arbeitet in Berlin als Küchenchefin, für eine Agentur im Fünf-Sterne-Bereich, erzählt sie. Am Wochenende und abends hat sie Zeit, zu Hause zu arbeiten. „Es dauert so lange es dauert“, sagt sie auf die Frage, wann denn eine mögliche Eröffnung stattfinden könne. In fünf Jahren wolle sie aber einiges geschafft haben. Seit Juni wohnt sie selbst mit ihrem Sohn aber schon oben im Haus. Ursprünglich stammt Iris Duckert übrigens aus Kremmen, ging dort auch zur Schule. Aufgewachsen ist sie auch im Raum Staffelde und Flatow, wie sie weiter erzählt. „Man kennt mich hier, und an den Reaktionen der Leute, sehe ich auch, dass sie gespannt sind, was hier passiert.“

Der Innenraum der alten Gaststätte ist momentan leer, er ist entkernt. Aber immerhin ist noch zu sehen, wo mal der alte Tresen gestanden haben muss – die Bierwerbung hängt noch dort, wo sie früher schon gehangen haben muss.

Von Robert Tiesler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg