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„Ins Rathaus muss ein neuer Geist einziehen“

Bürgermeisterwahl in Hohen Neuendorf „Ins Rathaus muss ein neuer Geist einziehen“

Die Hohen Neuendorfer wählen am 15. November ihren Bürgermeister für die nächsten acht Jahre. Vier Kandidaten stehen zur Auswahl, unter ihnen Christdemokrat Steffen Apelt, der sich bereits seit 1992 als Stadtverordneter in der Kommunalpolitik engagiert. Er ist überzeugt: „Ins Rathaus muss ein neuer Geist einziehen.“

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Steffen Apelt (CDU) will Bürgermeister in Hohen Neuendorf werden.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Transparenz und Kommunikation sind ihm ganz wichtig, sagt Steffen Apelt. Denn das sei die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Arbeit eines Bürgermeisters. „Ich möchte die Mitarbeiter motivieren, mit mir gemeinsam offen und ehrlich im Sinne der Hohen Neuendorfer zusammenzuarbeiten“, sagt der 53-Jährige. „Ich bin seit 1992 Stadtverordneter, aber eine so schlimme Zeit habe ich noch nicht erlebt.“ In den geplanten Rathausanbau müsse ein neuer Geist einziehen.

Drei wesentliche Punkte benennt der dienstälteste Kommunalpolitiker der Kandidatenriege für seine künftige Arbeit. „Ich möchte Hohen Neuendorf zu einer Stadt des Verweilens gestalten.“ Gemeint sind Tourismus- und Freizeitangebote. Beispielsweise könne er sich ein Freibad am Havel-Bollwerk gut vorstellen. Zusammen mit dem Radfernweg und der „Havelbaude“ sei das eine „super Kombination“. Weiteres Beispiel: ein regelmäßiger Wochenmarkt mit regionalen Produkten auf dem neu gestalteten Rathausplatz. Und den Sportvereinen möchte er mit dem Einrichten eines eigenständigen Sportamtes zur Seite stehen.

Zweitens möchte Apelt das örtliche Gewerbe und Handwerk fördern und stärken. Aktuell habe Hohen Neuendorf die geringsten Gewerbesteuereinnahmen pro Kopf im Land. Dem möchte der Kandidat mit dem Ausweisen eines Gewerbegebietes entgegentreten, zum Beispiel auf dem Geländes des Autobahnamtes Stolpe. „Nur eine solide Wirtschaftspolitik garantiert eine gute Sozialpolitik“, sagt der Vater einer erwachsenen Tochter.

Drittens erklärt Apelt das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum zum Ziel seiner Politik. Allerdings verfolge er dabei nicht den Ansatz einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, mit der eine erhebliche Menge an Steuergeld investiert werden müsste. „Ich möchte auf Investorensuche gehen und mit den Betreffenden eine Vereinbarung treffen, wonach ein bestimmter Anteil an bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung gestellt wird“, erläutert er seinen Plan. Bezahlbar sei für ihn eine Warmmiete von sieben Euro je Quadratmeter. Generell wolle er ein investorenfreundliches Klima in der Stadt schaffen.

Auf die Leute zugehen, das persönliche Gespräch suchen sei auch die Strategie seines Wahlkampfes. In einer Broschüre stellt er seinen 11-Punkte-Plan vor. Danach steht er auch für eine kostenlose Laubentsorgung und eine verbreiterte Bahnbrücke der B 96a in Bergfelde für Fußgänger und Radfahrer.

Vier für eine Stadt

Zur Hohen Neuendorfer Bürgermeisterwahl am 15. November treten an: Steffen Apelt (CDU), Geschäftsführer, Jahrgang 1962; Josef Andrle (SPD), Ministerialbeamter, Jahrgang 1964; Klaus-Dieter Hartung (Die Linke), Bürgermeister, Jahrgang 1956 und Christian Erhardt-Maciejewski, Redakteur, Jahrgang 1975.

Neun Kandidaten hatten sich bei der Bürgermeisterwahl im Jahr 2007 um das erste Amt in der Stadt beworben.

 Eine etwaige Stichwahl ist für den 29. November 2015 angesetzt.

Von Helge Treichel

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