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Oberhavel Insolvenz bei Lila-Bäcker: Das denken die Mitarbeiter
Lokales Oberhavel Insolvenz bei Lila-Bäcker: Das denken die Mitarbeiter
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15:31 16.01.2019
Eine der fünf Filialen des Lila Bäckers in Oranienburg. Quelle: Helge Treichel
Oberhavel

„Wir wurden überhaupt nicht informiert“, sagte eine Mitarbeiterin der Bäckereikette „Lila Bäcker“ am Mittwoch hinsichtlich der über die Medien verkündeten Insolvenz. Sie und ihre Kolleginnen aus einer der fünf Oranienburger Filialen seien nur stutzig geworden, weil sie ihren Lohn nicht auf dem Konto hatten. „Der kommt immer am selben Tag. Und einer Kollegin, die ihr Geld immer einen Tag vorher erhält, war auch noch nichts überwiesen worden.“ Daraufhin fragten sie in der Lohnbuchabteilung an. Von dort gab es die Auskunft, dass derzeit kein Geld angewiesen werden dürfe. So sickerte immer mehr durch. Einige ungewohnte Aktionen innerhalb von Lila Bäcker ließen Raum für Spekulationen: Zum Beispiel, dass offensichtlich Lager geräumt und die Filialen mit viel zu vielen Beständen beliefert wurden. „Die Ware konnten wir gar nicht verkaufen“, hieß es.

Die Verantwortlichen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatten am Dienstagnachmittag von den Entwicklungen bei Lila Bäcker erfahren und konnte bestätigen, dass die Unternehmensspitze zusammensitzt, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Laut Pressemitteilung vom Dienstagabend seien die Gehälter bis Ende Februar gesichert. Der Betrieb laufe auch darüber hinaus weiter.

Offizielle Mitarbeiterinformation am Mittwoch

Verkaufstresen beim Lila Bäcker. Quelle: Sebastian Morgner

Eine Mitarbeiterin aus Oranienburg beklagte, dass die Insolvenz rückwirkend gelte. „Damit werden zwei Monatsgehälter schon aus dem ,Insolvenztopf’ bezahlt. Das ist nicht fair.“ Und auch die zuletzt verdiente Prämie durch Nicht-Kranksein in Höhe von 350 Euro ginge ihr flöten. Die Runde machte die Ankündigung, dass nicht rentable Filialen schließen würden, also auch Mitarbeiter gehen müssten. Schon aus dem Grund seien sie und ihre Kolleginnen am Mittwoch auch wieder zur Arbeit gegangen.

Betrieb läuft vorerst normal weiter

Ganz normal weitergeführt werde nach Stand Mittwochvormittag zunächst auch die Filiale an der Hauptstraße in Birkenwerder. Ein Teil der insgesamt fünf Kolleginnen habe bereits am Dienstag von der Insolvenz erfahren, der andere Teil erst am Mittwochmorgen, nachdem sie zur Arbeit erschienen waren, sagt eine Mitarbeiterin. Allen jedoch sitze der Schock in den Knochen: „Wir müssen es erst einmal sacken lassen“, sagt sie. Über die Hintergründe und das weitere Vorgehen sei noch nichts bekannt.

Eine Vorahnung habe es bereits in der Hennigsdorfer Lila-Bäcker-Filiale am Bahnhof gegeben, gesteht eine Mitarbeiterin. Sie habe am Dienstag von der Insolvenz erfahren. Alle zehn Mitarbeiter seien „geschockt“ gewesen. „Wir haben aber die Hoffnung, dass es hier weitergeht“, sagt sie. Auch Stammkundin Jutta Lehrach, die ein- bis zweimal pro Woche Kuchen und Brötchen kauft, wünscht sich weiter einen Bäcker an diesem Standort. Die Mitarbeiterinnen habe sie stets als ausgesprochen nett erlebt. Die hätten sie sogar an ihre Kundenkarte erinnert.

Von MAZonline

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