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Instagram ist gefragt, Facebook dafür aber out

Oberhavel Instagram ist gefragt, Facebook dafür aber out

Zwar tummeln sich immer noch viele Jugendliche bei Facebook – aber meist nur noch passiv. Für Nachrichten oder Ähnliches. Welche Social-Media-Seiten sind stattdessen angesagt? Wir haben uns bei Jugendlichen in Oberhavel umgehört. Inzwischen sind die Bilder-Apps Instagram und Snapchat besonders beliebt.

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Instagram und Snapchat sind total gefragt.

Quelle: dpa

Oberhavel. Facebook ist mittlerweile uncool, Snapchat und Instagram sind dagegen voll im Trend. Die Welt der sozialen Netzwerke befindet sich im ständigen Wandel. Während die Nutzerzahlen neuer Netzwerke rasant steigen, scheint die Dominanz altbekannter Portale zurückzugehen. Bei Instagram inspirieren sich die Nutzer gegenseitig mit immer bunteren und kreativeren Bildern, und bei Snapchat kommuniziert man beinahe ausschließlich über „Selfies“ und Momentaufnahmen, die nach wenigen Sekunden wieder verschwinden. Der bunte Strauß an Alternativen zu den herkömmlichen Netzwerken wächst kontinuierlich.

Bei Josie (18) und Sandra (19) aus Leegebruch begann alles mit dem Hochladen ihrer ersten Profilfotos im SchülerVZ. Damals verbrachten die Teenager ihre Zeit am Rechner noch in Chatforen wie Jappy, MSN, oder ICQ und chatteten mit Freunden: „Im Gegensatz zur herkömmlichen SMS war das nämlich kostenlos“, erinnert sich Josie. Doch bald verschwanden die Portale von der Bildfläche.

Lieber Instagram und Snapchat

Lieber Instagram und Snapchat: Sandra (19) und Josie (18).

Quelle: Nadim Baker

Der Grund war Facebook. Überall auf der Welt veranlasste das Netzwerk vor allem junge Menschen täglich zu neuen Statusupdates, digitalen Fotoalben und Profilbildern. Johann (18) aus Neuglobsow ist vor vier Jahren durch seinen älteren Bruder zu Facebook gekommen: „Anfangs war ich noch weniger aktiv, inzwischen kann ich mich besser in sozialen Netzwerken bewegen und sehe mir gerne an, was meine Freunde so hochladen. Heute ist fast jeder dort angemeldet.“ Mit der wachsenden Beliebtheit von Facebook meldeten sich zunehmend auch Erwachsene dort an: Eltern, Lehrer, Senioren und Arbeitgeber.

Doch während die Alten kamen, flüchteten die Jungen. „Eine Freundschaftsanfrage meiner Eltern wäre für mich Grund genug die Internetplattform zu verlassen“, sagt Sandra. „Ich möchte auch nicht, dass mich mein zukünftiger Arbeitgeber auf Facebook findet. Außerdem ist es gruselig, wenn alle sehen können, was ich an Tag X vor drei Jahren gemacht habe“, fügt Josie hinzu. Inzwischen ist Facebook bei Teenagern quasi „out“. Viele wechseln von einer aktiven Nutzung zu einer passiven. Nicht zuletzt die negative Berichterstattung über ständige personalisierte Werbung und verkaufte Daten lassen am Datenschutz zweifeln.

Christopher (17) aus Kremmen nutzt Instagram

Christopher (17) aus Kremmen nutzt Instagram.

Quelle: Nadim Baker

Auch Christopher (17) aus Kremmen nutzt das Netzwerk immer weniger: „Ich folge dort verschiedenen Promis und sehe mir ihre Bilder an. Aber inzwischen mache ich mehr auf Instagram. Dort posten Fußballstars wie Cristiano Ronaldo und David Beckham manchmal auch Fotos, die einem persönliche Einblicke in ihr Leben erlauben.“ Facebook ist für ihn zu einem Informationskanal geworden: „Ich schaue schon noch täglich vorbei, um einen schnellen Überblick über aktuelle Schlagzeilen zu bekommen, oder an bevorstehende Veranstaltungen erinnert zu werden.“

Auch Laura (18) und Emeli (16) aus Birkenwerder bevorzugen inzwischen das Portal Instagram: „Es ist angenehm, mal nicht so viel Text lesen zu müssen, und das Design von Instagram ist wirklich schön! Kreative Fotos von Freunden können einen sehr inspirieren“, sagt Emeli.

Auch die App Snapchat empfinden Jugendliche zunehmend als praktische Alternative: „Bei Snapchat kann ich gezielt auswählen, wer meine Fotos sieht und wer nicht. Außerdem werden die Fotos nach wenigen Sekunden wieder gelöscht, man muss also nicht immer perfekt aussehen, und das finde ich sehr beruhigend“, erklärt Sandra. Da bekomme der Begriff „Schnappschuss“ eine ganz neue Bedeutung, und wer weiß, welche neuen Netzwerke die Zukunft noch für uns bereithält.

Von Nadim Baker

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