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Intervention gegen Abriss des Bahnsteigdachs

Fürstenberg Intervention gegen Abriss des Bahnsteigdachs

Der Abriss des Bahnsteigdachs in Fürstenberg ist gestoppt. „Wir mussten die Notbremse ziehen. Es wäre weder für die Stadt noch für das Land ein schönes Bild gewesen, wenn Gäste zum Jahrestag der Befreiung in Ravensbrück mit der Bahn anreisen und dann auf einer Baustelle stehen“, sagte die Landtagsabgeordnete Anita Tack (Linke).

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Der Protest von Pendlern und Einwohnern gegen den Abriss des Bahnsteigdachs blieb nicht ungehört.

Quelle: Presseinformation

Fürstenberg. Die Landtagsabgeordnete Anita Tack (Linke) hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Abriss des Bahnsteigdachs in Fürstenberg zu stoppen – mit Erfolg. Das Vorhaben ist zunächst aufgeschoben.

„Wir mussten die Notbremse ziehen. Es wäre weder für die Stadt noch für das Land ein schönes Bild gewesen, wenn Gäste zum Jahrestag der Befreiung in Ravensbrück mit der Bahn anreisen und dann auf einer Baustelle stehen“, sagte Tack kürzlich in Fürstenberg. Zudem kritisierte sie, dass die Gedenkstätte Ravensbrück bei den Planungen nicht einbezogen worden sei und demnach auch unklar ist, welchen historischen Bezugspunkt der Bahnhof mit seiner Dach-Konstruktion für die Einrichtung darstelle.

So lange diese Frage nicht geklärt sei, könnte der Abriss auch eine Blamage bedeuten, betonte Tack. Sie habe sich deshalb direkt an das Ministerium gewandt und an den Konzernbeauftragten der Deutschen Bahn, um den Rückbau zu verhindern.

Die Abrissbagger sollten bereits in den ersten Apriltagen anrücken. Gegen den Rückbau hatten sich auch viele Bahn-Pendler und Einwohner gewandt. Rund 1400 Unterschriften sammelte das Bündnis „Lebendiges Fürstenberg“ innerhalb von nur zwei Wochen und überreichte die Listen in der vergangenen Woche an Bürgermeister Robert Philipp.

Der Baustopp bedeutet bislang allerdings nur einen Aufschub. Nach Informationen von Anita Tack und Tim Lehmann, Eigner der Bahnhofsimmobilie, ist für Ende Mai eine große Runde mit beteiligten Behörden, Institutionen und der Kommune geplant. Dabei soll das Umbauvorhaben in Fürstenberg besprochen und über die Zukunft der Dachkonstruktion beraten werden. An einem möglichen Ersatz für die bisherige Überdachung müsste sich die Stadt finanziell beteiligen. Auch das Land stünde in der Pflicht. Aus Sicht der Protestler ist ein Abriss nicht notwendig.

Von Cindy Lüderitz

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