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Investitionsplan ordentlich aufgestockt

Oberkrämer Investitionsplan ordentlich aufgestockt

Oberkrämer bekommt einen Nachtragshaushalt, der es in sich hat. Hatten die Gemeindevertreter Ende 2016 noch Investitionen in Höhe von 1,98 Millionen Euro abgenickt, sind es nun fast 6,5 Millionen. Kurzfristig braucht die Gemeinde zwei neue Hortgebäude – in Vehlefanz und Bötzow.

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Oberkrämer muss mehr Geld ausgeben.

Quelle: Marco2811/Fotolia

Oberkrämer. Die Gemeinde Oberkrämer muss 2017 nun doch viel mehr Geld investieren als eigentlich geplant. Kämmerin Heike Schmidtsdorf hat den Nachtragshaushalt nun vorgestellt. Waren es ursprünglich 1,98 Millionen Euro, die laut Haushaltsplan im vergangenen Herbst für 2017 beschlossen worden sind, steigen die Investitionsausgaben nun auf fast 6,5 Millionen Euro.

Dass der Nachtragshaushalt nötig sein wird, war schon klar, als die Gemeindevertreter den ursprünglichen Plan beschlossen hatten. In Oberkrämer müssen – wie schon berichtet – zwei neue Hortgebäude errichtet werden. Durch den hohen Zuzug in die Gemeinde wächst die Zahl der Kinder viel schneller als gedacht. Die Zahl der Hortplätze wird nicht ausreichen, deshalb muss nachgesteuert werden.

Der geplante Hortneubau für 120 Kinder an der Dorfaue in Bötzow soll 2,34 Millionen Euro kosten. Für den Neubau für 90 Kinder nahe der Kita in Vehlefanz sind 1,94 Millionen Euro eingeplant. Der Hort in Bötzow wird teurer, weil das Gebäude dort in Massivbauweise entsteht, in Vehlefanz wird an die Modulbauweise gedacht. Aber es gibt weitere Punkte, die im Nachtragshaushalt berücksichtigt worden sind. 50 000 Euro kosten neue Spielgeräte für den Vehlefanzer Hort und die Kita.

In Klein-Ziethen wird die ehemalige Kita umgebaut. Wie berichtet, zieht dort im Herbst eine Arztpraxis mit dem Fachgebiet Psychotherapie ein. Die Räume gehören der Gemeinde, die muss sie dafür vorbereiten. Die Kosten dafür werden auf etwa 60 000 Euro veranschlagt.

Auch für die Bauarbeiten rund um die Mühle in Vehlefanz muss mehr Geld bereitgestellt werden. Grund hierfür seien, so die Kämmerin Heike Schmidtsdorf, dass es einen geänderten Fördermittelbescheid gebe. Statt 18 900 Euro muss die Gemeinde nun rund 108 000 Euro dazugeben. Dort entsteht derzeit die neue Tourismusinformation, die demnächst eröffnet werden soll.

Für all diese nötigen Bauvorhaben muss die Gemeinde nun großflächig die finanziellen Reserven anfassen. Der Fehlbetrag im Haushalt liegt bei 5,55 Millionen Euro, der Kassenstand könnte demnächst von 9,4 Millionen Ende 2016 auf dann 3,9 Millionen Euro sinken. „In den kommenden Jahren wird es unabänderlich sein, Einsparungen sowohl im Ergebnis – als auch im Finanzhaushalt vorzunehmen, um mittel- und langfristig von einer stabilen Finanzlage in der Gemeinde Oberkrämer ausgehen zu können“, sagt die Kämmerin.

Von Robert Tiesler

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