Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Investor will Ortsmitte neu gestalten
Lokales Oberhavel Investor will Ortsmitte neu gestalten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:30 06.12.2017
Winfred Günther vor den beiden Häusern in der Dorfstraße, die abgerissen werden sollen. Quelle: Robert Tiesler
Sommerfeld

Das Ortsbild im Zentrum von Sommerfeld könnte sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Die alten, seit Jahren leer stehenden Häuser an der Dorfstraße, Ecke Kremmener Straße, werden verschwinden. Der Sommerfelder Winfred Günther plant dort im Auftrag eines Berliner Investors einen Mix aus kleinen, mittleren und großen Wohnungen. „Wie viele genau es werden, wissen wir noch nicht“, sagte er am Dienstag. Dahinter könnten darüber hinaus drei bis vier Einfamilienhäuser gebaut werden. Das Grundstück, das zur Verfügung steht, ist 6800 Quadratmeter groß.

Altes Gebäude an der Kremmener Straße. Quelle: Robert Tiesler

Im Eckhaus befand sich früher die Gaststätte „Zum alten Dorfkrug“, auch bekannt als „Webers Hof“. Daneben befand sich eine Mälzerei und Brennerei, zuletzt war dort ein kleiner Oldtimerteile-Handel. Die Wohnungen darüber stehen schon lange leer. Die Häuser seien nicht zu retten, sagt Winfred Günther. „Es regnet durch, dadurch sind die Deckenhölzer kaputtgegangen.“ Ein Problem seien auch die vielen Ebenen innerhalb der Häuser. „Da kriegt man keine vernünftige Wohnung reingeplant.“

Die Architekten beginnen momentan zu planen, auf eine Bauvoranfrage gab es eine positive Antwort, im Februar oder März 2018 sollen die Bauanträge eingereicht werden. „Der Wohnungsbedarf ist riesig“, weiß der Sommerfelder. Deshalb sollen die Wohnungen auch barrierefrei errichtet werden, damit auch Gehbehinderte sie nutzen können.

Der ehemalige Stall könnte für ein mögliches „Dorv“-Zentrum genutzt werden. Quelle: Robert Tiesler

Auch das mögliche „Dorv“-Zentrum könnte auf dem Gelände seine Heimat finden. „Dorv“ steht für „Dienstleistung und Ortsnahe Rundum-Versorgung.“ In Sommerfeld haben sich Arbeitsgruppen gebildet, um zu ergründen, ob sich so ein Dienstleistungszentrum im Dorf realisieren lässt. Auf dem Hof an der Ecke Kremmener/Dorfstraße steht hinter den jetzigen Häusern ein alter Stall. Dieser könnte dafür umgebaut werden. Dafür müsse aber ein Betreiber gefunden werden. „Wir würden auch gucken, dass die Bedingungen dafür machbar bleiben“, sagte Winfred Günther.

Der 66-Jährige geht momentan von Kosten in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro für den berliner Investor aus. Ob es Fördermittel gibt, werde noch geklärt. „Wenn es geht, nutzen wir sie.“ Der Rückhalt im Ort sei vorhanden, sagt Winfred Günther, der seit 15 Jahren in Sommerfeld lebt. Bis auf dem Gelände alles fertig ist, könnte es alles in allem zwei bis drei Jahren dauern, so schätzt er.

Auf dem eigenen Grundstück an der Dorfstraße entsteht ein Blumengeschäft mit Café. Quelle: Robert Tiesler

Auch auf dem eigenen Grundstück an der Dorfstraße hat er einiges vor, von dem auch die Bewohner des Ortes profitieren könnten. Im kommenden Jahr will er dort gemeinsam mit seiner Frau Sabine Kleist den Blumenladen „Hofkultur“ eröffnen, in dem es dann auch ein kleines Café geben soll. Dazu ist der hintere Teil der Scheune ausgebaut worden. Am 26. November war das Geschäft zum Schnuppern schon mal geöffnet. Im vorderen Teil entsteht eine weitere Wohnung, die allerdings für die Kinder der Familie reserviert ist. Winfred Günther engagiert sich darüber hinaus aber auch für die evangelische Kirche in Kremmen, hat beim Bau des barrierefreien Zugangs für die Sommerfelder Kirche geholfen,

Von Robert Tiesler

Oberhavel Aktuelle Kriminalitätslage Oberhavel - Polizeiüberblick: Radler umgefahren

Ein 69-jähriger Radfahrer, der in Hennigsdorf von einem Auto erfasst wurde, ein Pkw, der sich auf der B 96 bei Fürstenberg überschlagen hat, eine aus einem Lkw gestohlene Hydraulikpumpe in Germendorf, ein aufgebrochener Bungalow in Himmelpfort – diese und weitere Meldungen der Polizei aus Oberhavel vom Dienstag gibt es im MAZ-Überblick.

05.12.2017

Nach etwas mehr als zwei Monaten Umbauzeit öffnen sich am Mittwoch in der Bernauer Straße 48 in Oranienburg wieder die Türen. Dort, wo einst das Restaurant „Paganini“ mit italienischen Gerichten aufwartete, werden nun im „Kioko Sushi“ asiatische Speisen zubereitet. Rund 80 Gäste finden dem stilvoll eingerichteten Räumen Platz. Geöffnet ist an allen Tagen.

08.12.2017

Glambecker Frauengruppe (GFG) existiert seit diesem Jahr – Treffs im ehemaligen Feuerwehrhäuschen im Ort – Ziel ist, mal eine Gelegenheit zum Plaudern zu haben

05.12.2017