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Oberhavel Ist Kleintierzucht noch zeitgemäß?
Lokales Oberhavel Ist Kleintierzucht noch zeitgemäß?
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06:10 18.06.2016
Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter sorgen für Artenvielfalt in Oberhavels Tierwelt. . Quelle: Fotos (2): Ulrike Gawande
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Leegebruch

Ist Kleintierzucht heute noch zeitgemäß? Ein Frage die Eckhard Hübner, Vorsitzender des Kreisverbandes Oberhavel der Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter und Rolf Graf, Landesvorsitzender des Rassegeflügelverbandes, klar mit „Ja“ beantworten. Aus verschiedenen Gründen.

Viele Vereine die sich der Zucht von Rassetieren, wie Kaninchen, Hühner, Tauben , Ziegen, Schafen oder anderen Kleintieren wie Ziergeflügel verschrieben haben, bot sich in Zeiten der Not die Möglichkeit, einen Kaninchen- oder Hühnerbraten oder frische Eier auf den Tisch zu bringen. Das war besonders während der Kriegs- und Nachkriegszeit von Vorteil, als Lebensmittel knapp oder rationiert waren. Das ist heute nicht mehr vonnöten. Aber in Zeiten, in denen Medikamenteneinsatz in der Fleischproduktion, Massentierhaltung und ähnliche Skandale, die Schlagzeilen bestimmen, würden sich viele wieder auf die Haltung von Hühnern im eigenen Garten besinnen, erzählen die Züchter. Schließlich wisse man immer, was man seinen Tieren zu fressen gegeben habe.

Doch kommt dieser Sinneswandel noch nicht in den Rassezuchtvereinen an. Die Mitgliederzahlen sinken. Allein im Landesverband werden es jährlich 100 Mitglieder weniger, so Rolf Graf. Die Vereine verzeichnen zudem eine hohe Alterszusammensetzung, so Eckhard Hübner, der für 223 Mitglieder in elf Ortsvereinen in Oberhavel zuständig ist. „Die alten Herren sind mit Leib und Seele Züchter, doch ist kein Nachwuchs in Sicht.“ Das sei ein gesellschaftliches Problem, glaubt Hübner. Der Job verschlinge viel Zeit und die Arbeitswege seien weit. Zudem würde vielen Jüngeren das entsprechende Grundstück zur Tierhaltung fehlen. Oder auch das Geld, glaubt Rolf Graf. „Alleine für eine stabile Stallung vom Zimmermann kann man rund 2500 Euro auf den Tisch legen.“

Dabei betreiben die Rassetierzüchter mit ihrem oft kostspieligen Hobby auch einen Beitrag zur Arterhaltung, besonders zur Erhaltung alter Nutztierrassen. „Wir Kleintierzüchter sind die Genreserve“, so Hübner nicht ohne Stolz. Und sie betreiben Aufklärungsarbeit. Ob auf Messen wie der BraLa in Paaren im Glien, der Grünen Woche in Berlin oder direkt in den Schulen. Regelmäßig ist Eckhard Hübner mit Tieren in Kitas oder Grundschulen. Führt Kindern bei Projekten an das Thema heran. Rolf Graf: „Das ist erlebte Natur.“

Denn das Tiere auch Lärm machen oder Geruch verursachen können, sei vielen Städtern, die gerade wegen der ländlichen Idylle aus der Stadt aufs Land ziehen, nicht mehr bewusst. Graf: „Manche Menschen fühlen sich sogar durch die Amsel im Garten gestört.“ Manchmal würde es helfen Nachbarn mit Eiern, Fleisch oder Mist für den Kompost zu besänftigen, weiß Hübner, der mit seinen zugezogenen Nachbarn eine friedliche Koexistenz pflegt. „Wir wollen keinen Ärger, also passen wir uns an.“ So wandert bei ihm eben öfter ein Tier in den Suppentopf.

Doch bleiben Tiere Tiere. Kann weder ein Hahn die Uhr lesen, noch eine Taube ihre Lebendigkeit abstellen oder ist eine Gans bestechlich. So wünschen sich die Züchter mehr Verständnis für ihre Arbeit und neue Mitstreiter für die Vereine. Gerne auch Jugendliche.

Von Ulrike Gawande

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