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Ist Oranienburg noch sicher für Radfahrer?

MAZ-Umfrage Ist Oranienburg noch sicher für Radfahrer?

In Oranienburgs Innenstadt (Oberhavel) kommt es immer wieder zu schweren Unfällen mit Radfahrern. Im Oktober sind dabei zwei Menschen ums Leben gekommen. Deswegen will die MAZ nun wissen, an welchen Stellen in der Stadt es besonders gefährlich ist für Radfahrer. Melden und nennen Sie uns die Unfallschwerpunkte.

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Fahrradfahrer leben in Oranienburg immer gefährlicher.

Quelle: dpa

Oranienburg. Folgenschwere Unfälle mit Radfahrern in Oranienburg rufen die Unfallkommission des Landkreises auf den Plan. Sind die Straßen für Radfahrer noch sicher? Erst im Oktober waren zwei Radfahrer ums Leben gekommen. Anfang der Woche gab es wieder einen Horrorunfall. Die MAZ sucht nun mit Ihrer Hilfe nach Gefahrenstellen in der Stadt

Nicht erst ach dem jüngsten schweren Unfall stellt sich die Frage, ob Oranienburg noch sicher ist für Radfahrer. In der Sachsenhausener Straße wurde am Montag eine Frau von einem Lastwagen überfahren und schwer verletzt.

In der Sachsenhausener Straße wurde zuletzt eine Frau überfahren

In der Sachsenhausener Straße wurde zuletzt eine Frau überfahren.

Quelle: Treichel

Das Unglück geschah nahe der Zufahrt zum Parkplatz der Havelpassage. Erst im Oktober kamen in der Saarlandstraße und auf der Schlossplatz-Kreuzung zwei Radfahrer ums Leben.

Die Unglücksorte in Oranienburg

Die Unglücksorte in Oranienburg.

Quelle: MAZ

In der MAZ-Grafik sind die Unglücksorte markiert. Die Lokalredaktion bittet ihre Leser um Hinweise auf gefährliche Stellen für Radfahrer in der Stadt. Wo ist es besonders unübersichtlich für Radfahrer, aber auch für Autofahrer? Wo sind die Straßenverhältnisse sehr schlecht? Wo ist die Beschilderung nicht ausreichend oder missverständlich? Wo gibt es ein sehr hohes Verkehrsaufkommen? Die Angaben können helfen, kritische Punkte zu identifizieren. Die MAZ übergibt das Material der Verkehrsunfallkommission des Landkreises, deren Mitglieder das Unfallgeschehen auswerten. Die Kommission entscheidet, wie Unfallschwerpunkte entschärft werden können. Sie tagt Ende Januar wieder.

Schon 73 Unfälle

In der Kernstadt Oranienburg und im Ortsteil Sachsenhausen gab es in diesem Jahr schon 73 Unfälle mit Radfahrern (Stand Ende Oktober). 62 Menschen wurden verletzt, zwei Menschen starben. Im gesamten Jahr 2012 wurden 72 Unfälle mit Radfahrern registriert, es gab keine Toten. Auch in den beiden darauffolgenden Jahren waren keine Todesopfer zu beklagen.

Besonders häufig krachte es laut Polizeistatistik in der Bernauer Straße und der Berliner Straße.

Wo ist es in Oranienburg besonders gefährlich für Radfahrer? Welche Kreuzungen und Straßen sind unübersichtlich, auch für Autofahrer? Bitte schreiben Sie uns, liebe Leserinnen und Leser: oranienburg@MAZ-online.de oder rufen Sie uns an:  03301-594570.

 

Unfälle im Rückblick

Am 23. Oktober wurde vormittags in der Saarlandstraße, Ecke Wernigeroder Straße ein 77-jähriger Radfahrer von einem Reisebus erfasst. Der Mann erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Nur wenige Tage später passierte der nächste Horror-Unfall, diesmal auf der Kreuzung vor dem Oranienburger Schloss. Ein 58 Jahre alte Radfahrerin fuhr von der Breiten Straße in Richtung Schlossbrücke, dabei wurde sie von einem Lastwagen überfahren, der ebenfalls in die Berliner Straße einbog. Die Frau erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Außerdem gab es zuletzt wiederholt kleinere Unfälle mit Kindern und Jugendlichen auf dem Rad, die von Autos angefahren wurden. Zum Glück kamen sie mit leichten Verletzungen oder mit dem Schrecken davon. Die Polizei hatte zuletzt an Radfahrer und Autofahrer appelliert, aufmerksam und umsichtig zu sein.

Kreis befasst sich mit den Unfällen

In der Unfallkommission des Kreises sind die furchtbaren Unfälle in Oranienburg ein Thema, sagte Kreissprecher Ronny Wappler am Mittwoch der MAZ. „Wir schauen uns jeden Unfallort, an dem es einen Todesfall gab, selbst an. Das fließt in die Bewertungen ein.“ Bei den beiden Unfällen vom Oktober kämen zudem die Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen hinzu. „Die müssen wir abwarten“, sagte Wappler. Zur Sitzung im Januar stellt die Polizei die Jahresstatistik vor.

Von Frank Pawlowski

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