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Ja zu Änderungen am „B-Plan 100“

Oranienburg Ja zu Änderungen am „B-Plan 100“

21 der Oranienburger Stadtverordneten haben sich am Montagabend für Veränderungen am B-Plan 100 für die Bebauung in der Weißen Stadt entlang der Walther-Bothe-Straße ausgesprochen. Acht enthielten sie, zwei stimmten dagegen. Die Änderungen sind Grundlage dafür, dass die städtische Woba gefördert bauen kann.

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Erste Vorstellung für eine architektonische Lösung für die Häuser an der Bothestraße

Quelle: Woba

Oranienburg. Grünes Licht am Montagabend für die Änderungen am B-Plan 100 für das Wohnquartier Weiße Stadt aus dem Jahr 2013.

Die städtische Woba möchte auf dem Teilgebiet nördlich der Walther-Bothe-Straße ab 2019 rund 360 Wohnungen in vier Bauabschnitten errichten lassen – für rund 70 Millionen Euro. Oranienburg braucht dringend Wohnraum, vor allem bezahlbaren – eine Forderung auch aus der Politik.

Mit dem B-Plan 100 existierte bereits ein beschlossener Plan für das Gesamtareal auf der Grundlage des Wettbewerbssiegerkonzepts des Wiener Architekturbüros Superblock ZT aus 2013. Das mache aber den Bau von bezahlbaren Wohnungen nicht möglich, zum Beispiel, weil Tiefgaragen nicht förderfähig sind. Deshalb stand ein Beschluss zu Änderungen am B-Plan auf der Tagesordnung. Dazu gehören : keine Tiefgaragen, keine generelle Dachbegrünung, eine dichtere Bebauung und auch höher Geschosszahlen in der zweiten Baureihe. Zwei Drittel der Wohnungen sollen dann geförderter Wohnraum sein.

In der Diskussion sprach sich Heiner Klemp (Grüne) dagegen aus, „das preisgekrönte Konzept jetzt zu entsorgen“. Er wolle keinen Freibrief ausstellen für die Woba-Bebauung, stattdessen „erst das wohnungswirtschaftlich Konzept der Stadt sehen“, dessen Vorstellung der Bürgermeister am Montagabend für den nächsten Bauausschuss ankündigte. Klemp halte das Wohnungsbauvorhaben der Woba „zwar generell für richtig, aber ich will vorher wissen, was in Lehnitz-Ost passiert.“

„Die Woba wird dort nicht bauen“, so Hans-Joachim Laesicke. Nach dem Kauf des Grundstücks plant die Oberhavel Holding die Bebauung, die der Landrat ihm in einem Gespräch demnächst vorstellen werde. „An der Bothestraße geht es uns doch darum, geförderte Wohnungen für die Oranienburger zu schaffen. Damit das geht, muss es Veränderungen am B-Plan geben“, argumentierte er.

„Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger“ mahnte Enrico Rossius (Linke) im Baugebiet der Woba an der Bothestraße an. „Die sind doch dabei. Wir sollten der Woba die Möglichkeit geben, jetzt schnell dort zu bauen“, reagierte Dirk Blettermann (SPD). Er verstehe die Skepsis gegenüber den Woba-Plänen nicht.

Letztlich stimmten 21 Stadtverordnete dafür, die ursprünglichen Planungsziele für die Weiße Stadt zu ändern und der Woba damit die Möglichkeit einer eigenen „Feinplanung“ auf dem Teilgrundstück von 50 000 Quadratmetern zu geben.

Von Heike Bergt

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