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Oberhavel Ja zum CDU-Antrag
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14:16 12.02.2016
Die alten Schule in Friedrichsthal. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Endlich Nägel mit Köpfen zu machen, die Friedrichsthaler Grundschule zu sanieren oder eine neue zu bauen und das nicht erneut zu verschieben – dafür sprach sich auch im Sozialausschuss am Donnerstagabend eine Mehrheit von sieben Stadtverordneten aus. Vier enthielten sich der Stimme. In einem Antrag zum Haushaltsplanentwurf hatte die CDU gefordert, wie 2015 beschlossen, die Summe von 5,7 Millionen Euro für die Friedrichsthaler Schule, wieder im Etat zu verankern (MAZ berichtete). Der Abstimmung vorangegangen war auch in diesem Fachgremium eine leidenschaftliche, aber auch polemische Debatte.

Schulleiterin Antje Ernst brach einmal mehr eine Lanze für „ihre“ Schule. Sie begrüßte den CDU-Antrag und verwahrte sich dagegen, „dass uns Egoismus unterstellt wird. Wer das tut, hat vergessen, wie lange wir schon warten.“

Baustadtrat Frank Oltersdorf verwies erneut darauf, dass der Zuzug von Familien nach Oranienburg und die wachsende Zahl von Flüchtlingen dazu zwinge, die Gesamtsituation von Schulen, Kitas, Infrastruktur und Baupotenzialen zu überdenken und neu zu bewerten. Das soll bis zum Herbst in ein Gesamtkonzept fließen. Fest stehe aber heute, dass sich ab 2018 vier Problemzonen in Sachen Kita und Schulen auftun: in der City, in Friedrichsthal, Sachsenhausen und Lehnitz. Aus diesem Grund habe man die 5,7 Millionen Euro nicht mehr einer, der Friedrichsthaler Schule, zugeordnet, sondern als „flexiblen Posten“ für den Bereich Grundschulen ausgewiesen. „Die 500 000 Euro für Friedrichsthal 2016 sollen das Signal sein, dass die Schule nicht hinten runter fällt“, begründete Oltersdorf. Im Haushalt 2017 soll dann das Geld dorthingehen, wo die Not am Größten ist. Das können auch Friedrichsthal sein.

„Die Zustände in der Schule sind entsetzlich, die 500 000 Euro für ein Sanierung zu wenig“, so der sachkundige Einwohner, Ulf Azone. Das sei auch „rausgeworfenes Geld, weil es zu wenig ist, um die Problem grundlegend zu ändern“, so Ortsvorsteher Jens Pamperin.

Habe man vor zehn Jahre in der Stadt überlegt, welche Schule zu schließen ist, geht es heute ums Sanieren und neu bauen, erinnerte Dirk Blettermann (SPD). „Aber wir haben heute eine neue Situation, wir sollten erst planen, dann entscheiden“, unterstützte er die Pläne der Stadt.

„Wir sollten jetzt den Anfang machen, Friedrichsthal hat lange genug gewartet“, setzte Nicole Walter-Mundt (CDU) dagegen.

Sachlichkeit mahnte Ralph Bujok (Linke) in der Debatte an: Er halte die Schule für sehr notwendig: „Wir setzten jetzt ein Zeitschiene für Friedrichstahl und müssen dann auch eine für Lehnitz festlegen.“ Er sei dagegen, einen „Posten für alles“ einzurichten. Denn dann sei zu befürchten, „dass es für Friedrichsthal wieder nicht reicht“. Zugleich regte er an, auch „Heilige Kühe“ zumindest zu überdenken: „Und die alte Comeniussschule als Schule zu belassen, wenn es sich erforderlich macht“.

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