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Jäger auf den Läufen

Jagdverband mit Jubiläum Jäger auf den Läufen

Der Landesjagdverband Brandenburg feiert in Liebenberg sein 25-jähriges Bestehen. Ministerpräsident und Waidmann Dietmar Woidke gratulierte und verteidigte seine Zunft gegen Angriffe von außen. Jäger seien anerkannte Naturschützer, sagte er.

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Auge in Auge: 141 Trophäen zeigte die Landeshegeschau. Foto: Uwe Halling

Liebenberg. Den Geburtstermin hat der Landesjagdverband dem Land Brandenburg voraus: Er ist fünf Monate vorher gegründet worden. Im April 1990. Das 25-jährige Bestehen wurde am Sonntag im Beisein von Ministerpräsident und Waidmann Dietmar Woidke (SPD) in Liebenberg gefeiert. Eingebettet war der Festakt in die sechste Liebenberger Jagdmesse, die an zwei Tagen mehrere tausend Besucher anlockte.

Woidke dankte den Jägerinnen und Jägern in seinem Grußwort für ihre engagierte Arbeit. „Sie leisten ihren Beitrag zum Natur- und Artenschutz sowie zum Schutz landwirtschaftlicher Kulturen“, betonte er. In der Öffentlichkeit werde zuweilen ein falsches Bild vom Waidmann an sich vermittelt. Dietmar Woidke sprach in diesem Zusammenhang von einer ideologischen Debatte und erinnerte daran, dass der Landesjagdverband ein anerkannter Naturschutzverband sei. Gegründet wurde der Verband 1990 in Potsdam, in der ehemaligen Bezirksparteischule. Heute gehören ihm 10 000 Mitglieder an. Die Anfangsjahre, so erinnerten sich Gründungsmitglieder, waren von Sorgen begleitet. Die größte Angst sei damals gewesen: Wird die Jagd offen bleiben? Diese Frage, so betonten die Gratulanten, sei mit einem Blick in die opulente Jagdausstellung positiv zu beantworten. Die Brandenburger Jäger verfügten nicht erst heute über gute Jagdmöglichkeiten.

Liebenberg kommt gut an als Austragungsort

Dass die Hegeschau mit rund 140 Trophäen ein zweites Mal in Liebenberg gastierte, sei auch Ausdruck dessen, wie wohl sich die Jäger dort fühlten. „Wir möchten das gerne beibehalten“, sagte Hans-Otto Vöcks vom Regionaljagdverband Templin. Gemeinsam mit den Gastgebern wird derzeit über einen früheren Termin 2016 verhandelt. Die Schau soll künftig schon im Frühjahr stattfinden, weil der 31. März für die Waidmänner das Ende eines Jagdjahres markiere. Im Herbst sind viele auf der Pirsch. Ausgestellt wurden in Liebenberg die besten Trophäen der fünf in Brandenburg heimischen Schalenwildarten. Auf den vorderen Rängen sind viele Jagdgenossen aus Ostprignitz-Ruppin. Oberhavel gilt als starkes Damwild-Revier, was sich in den Ergebnislisten widerspiegelte.

Die Liebenberg-Besucher wurden am Sonntag Zeugen einer besonderen Premiere: Der gemischte Bläserkreis des Landesjagdverbandes begleitete die Zeremonie erstmals in dieser Besetzung. Alle Bläser wurden in verschiedenen Kursen in 16 Jahren ausgebildet. Der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Oberhavel, Michael Roer, lobte das Ambiente der Liebenberger Jagdmesse, die trotz ihrer Vielfalt und des großen Angebotes familiär geblieben sei: so, wie die Zielgruppe, sagte er.

Von Cindy Lüderitz

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