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Oberhavel Jamil ist wieder da
Lokales Oberhavel Jamil ist wieder da
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12:39 12.11.2017
Quelle: dpa-Zentralbild
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Oranienburg

Das Bangen hat ein Ende: Am späten Sonnabendabend die erlösende Nachricht – der seit Mittwoch (8. November) vermisste, 14-jährige Jamil Böhr aus Oranienburg wurde gefunden. „Die Bundespolizei hat ihn in Berlin erkannt und aufgegriffen und dem Kindernotdienst zugeführt“, berichtet Vater Jens Lemke erleichtert. „Er befindet sich jetzt in einer Kindernoteinrichtung in Berlin, wo er über Nacht bleibt. Morgen schauen wir weiter.“ Anggrarini Lemke, die Mutter des Neuntklässlers, erklärte in Tränen aufgelöst: „Ich bedanke mich ganz herzlich für die große Unterstützung, die wir in den vergangenen Tagen erhalten haben und bei allen, die uns bei der Suche geholfen haben. Ich kann meine Gefühle nicht in Worte fassen. Ich bin fast hoffnungslos gewesen. Ich bin sehr, sehr dankbar dass die Aufregung nun vorbei ist und ich meinen Sohn wieder habe. Alles andere ist mir egal. Ich danke allen tausend Mal, ich kann es gar nicht in Worte fassen.“ Am Sonntagvormittag werde man sich mit der Kindereinrichtung abstimmen, wie es nun weiter geht. Ebenso erleichtert ist Vater Jens Lemke, dass „der Ausnahmezustand zu Ende ist. Die letzten Tage waren nicht schön. Egal was der Grund für Jamils Verschwinden war, Hauptsache ist, dass er wieder da ist, dass er gesund ist und es ihm gut geht. Alles weitere wird sich jetzt finden.“

Die Eltern bedanken sich ausdrücklich bei allen Oberhavelern, die in den vergangenen Tagen Augen und Ohren offen gehalten haben und bei der Suche nach dem 14-Jährigen geholfen haben. „Ohne die große Unterstützung der Öffentlichkeit wäre er vielleicht nicht so schnell gefunden worden“, so Jens Lemke.

Der 14-jährige Neuntklässler des Louise-Henriette-Gymnasiums in Oranienburg war am Mittwoch nach der Schule nicht nach Hause gekommen und seitdem spurlos verschwunden. Handy, Laptop, Portemonnaie – all dies hatte er zu Hause gelassen und war somit nicht erreichbar oder auffindbar. Die Polizei hatte den 14-Jährigen noch am Mittwoch bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben. Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung waren bei der Familie aufgelaufen, dass Jamil Böhr unter anderem in Oranienburg, Leegebruch und auch Berlin gesehen worden sei.

Sindy Deschner, Mutter einer Klassenkameradin des 14-Jährigen, hatte die Suchaktion auf Facebook angeschoben, die sich in Windeseile verbreitete und tausende Menschen erreichte. Auch sie ist „unendlich erleichtert“, dass der Junge gefunden wurde: „Für die Eltern war das ein Alptraum schlechthin. Als Mutter möchte man sich das gar nicht vorstellen. Ich bin unglaublich erleichtert, dass Jamil gefunden wurde und froh, dass bei uns allen nun wieder Normalität einkehren kann. Vor allem hoffe und wünsche ich der Familie von Jamil, dass bei ihnen wieder Ruhe und Normalität einkehren wird.“

Von Nadine Bieneck

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