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Janette Budtke organisiert ein Fest für Arme

Borgsdorf Janette Budtke organisiert ein Fest für Arme

Wie Frank Zander jedes Jahr ein Obdachlosenessen in Berlin veranstaltet, will die Borgsdorfer Friseurmeisterin Janette Budtke eines in Oberhavel organisieren – nicht nur für Wohnungslose, auch für andere von Armut betroffene Menschen sowie für Geflüchtete. Datum und Location stehen. Jetzt werden noch helfende Hände gesucht.

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Janette Budkte hilft Menschen in Not. Dafür wurde sie in Hohen Neuendorf vorige Woche ausgezeichnet.

Quelle: Julian Stähle

Borgsdorf. Ideengeber ist Musiker Frank Zander. Sein jährliches Weihnachtsessen für Obdachlose in Berlin nahm Janette Budtke zum Anlass, eine ähnlich gelagerte Veranstaltung auch in Oberhavel organisieren zu wollen. Zweiter, konkreterer Anlass war: Das Beschäftigungsangebot für Obdachlose „Klar-O“ der Hennigsdorfer Beschäftigungsgesellschaft PuR wurde eingestellt. „Sie haben dort vor Weihnachten immer ein Essen auf die Beine gestellt, ein Fischer aus Hennigsdorf hat gekocht“, so die Friseurmeisterin. So eine Geste will sie in Oberhavel wieder einführen.

Jetzt hat die 36-Jährige, die vorige Woche auf dem Hohen Neuendorfer Stadtempfang für ihr ehrenamtliches Engagement – sie schneidet Obdachlosen kostenfrei die Haare – sowie für ihre kulturelle Arbeit – sie hat „Rock im Hirsch“ initiiert – ausgezeichnet wurde, die helfenden Zügel wieder selbst in die Hand genommen, um Benachteiligten etwas Gutes zu tun.

Wichtig: Kennenlernen und Gemeinschaft

Das Datum steht schon fest: Am 6. November wird es im Landgasthaus „Weißer Hirsch“ in Borgsdorf eine gemeinsame Festivität samt Essen für Obdachlose, von Armut Betroffene (Rentner, Familien, Kinder) und Geflüchtete geben. „Ein wichtiger Aspekt ist das Kennenlernen, die Gemeinschaft“, so die Friseurmeisterin. Ausgelegt ist die Veranstaltung für mehr als 200 Personen, die in zwei Durchgängen einen entspannten Nachmittag und Abend verbringen können.

Mehrmals im Jahr schneidet die Friseurmeisterin Obdachlosen kostenfrei die Haare

Mehrmals im Jahr schneidet die Friseurmeisterin Obdachlosen kostenfrei die Haare.

Quelle: Marco Winkler

Zum Organisationsteam gehören neben Janette Budtke noch Anett Bethke, Clemens Krebs, Kathrin Willemsen, Nina Weißenborn und Susanne Mosch. So fleißig das ehrenamtliche Team auch ist, noch werden dringend helfende Hände und Mitstreiter für die gute Sache benötigt. „Vor allem suchen wir einen Verein, über den wir die Spenden, auf die wir angewiesen sind, laufen lassen können“, so Janette Budtke.

Zudem können sich Helfer mit Lebensmitteln einbringen, Getränken, Hygieneartikeln, Blumen- und Tischdekoration, Kleidung, Spielen, Schlafsäcken, kleinen Präsenten. „Vielleicht findet sich sogar ein Unternehmen, das T-Shirts beisteuern möchte, oder einen Shuttle-Service organisieren könnte“, hofft Janette Budtke.

Helfer aller Art werden noch gesucht

Ihr Fest nimmt so langsam Gestalt an. Schon mit dabei sind die Friseurin Vivien Werder aus Kremmen und der Hennigsdorfer Salon Cutwerk – sie werden an dem Tag kostenfrei Haare schneiden. Mit Haitham Taleib hilft ihnen – ganz integrativ – ein Geflüchteter, der derzeit in einer Lehnitzer Unterkunft wohnt. „Er ist gelernter Friseur, kann seinen Beruf hier aber nicht ausüben.“ Für einen Tag darf er – Janette Budtke hat die Erlaubnis der Handwerkskammer eingeholt.

Auch wer sich am kurzen Bühnenprogramm beteiligen möchte, ist willkommen. Neben DJane Manu Tanzratte, Hort, Förderverein, Kita und einer Tanzgruppe werden weitere Akteure gesucht. Von der bisherigen Resonanz auf ihre Idee ist die Friseurmeisterin begeistert. Viele wollen mit anpacken – und denen, die Hilfe benötigen, einen schönen Abend bereiten.

Die „Charity Banditen“ auf Facebook

Wer sich auf seine Art miteinbringen möchte, kann Janette Budtke direkt kontaktieren unter ihrer Salon-Adresse Foenix Haarsysteme, Friedensallee 21, 16556 Hohen Neuendorf (Borgsdorf) oder unter 03303/5419524, per E-Mail an die Adresse janette.budtke@email.de oder auf der Facebook-Seite „Charity Banditen“.

Hier hat sie im vorigen Jahr selbst gemachte Kalender vertrieben. Die gesamten Einnahmen, stolze 2800 Euro, gingen an die Bahnhofsmission Zoo. Was von ihrem groß angelegten Miteinander-Fest am 6. November „übrig bleibt“, wird ebenfalls an die Bahnhofsmission weitergereicht.

Von Marco Winkler

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