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Oberhavel Der Kontaktmann
Lokales Oberhavel Der Kontaktmann
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08:00 04.06.2014
Arbeitet seit Jahresbeginn in der Kreisverwaltung: Jaroslaw Wojciechowski. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Seit Jahresanfang arbeitet der 47-jährige Oranienburger in der Kreisverwaltung als Koordinator für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Der Politikwissenschaftler soll Kontaktmann sein für Oberhaveler Unternehmen, die mit Firmen aus polnischen Partnerkreisen Siedlce und Biala Podlaska zusammenarbeiten wollen – und umgekehrt. Wojciechowski öffnet Türen bei den örtlichen Institutionen, bereitet Kooperationen vor und arbeitet mit seinen jeweiligen Kollegen in Polen zusammen. „Die Adressenkartei“, sagt Wojciechowski, „wächst.“

Im Februar reiste er bereits mit einer Oberhaveler Wirtschaftsdelegation zu einem Vorstellungsbesuch nach Siedlce und Biala Podlaska. Die polnischen Unternehmen, sagt Oberhavels Wirtschaftsdezernent Egmont Hamelow, seien sehr interessiert, „fast begeistert“ gewesen. Viele Firmen, die bereits Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine, mit Russland oder Weißrussland pflegten, hätten aufgrund der aktuellen politischen Lage Sorgen, dass der Handel zusammenbricht. „Sie suchen neue Partner.“

Auch ein Gegenbesuch hat schon stattgefunden. Vor einigen Wochen kamen Vertreter der Lebensmittelbranche nach Oberhavel, um Firmenchefs aus der Region kennenzulernen. Vertreter der Vehlefanzer Schwanteland GmbH oder des Veltener Gastronomie- und Hotelzulieferers Barlu nahmen an den Treffen teil. Hamelow spricht von „sehr ernsthaften Gesprächen“. „Alle Unternehmen waren sehr gut vorbereitet.“  Noch gab es keinen Geschäftsabschluss. Doch erste Ideen existieren bereits. So ist denkbar, dass ein Produzent von Hühner- und Entenfleisch seine Ware zur Weiterverarbeitung künftig nach Oberhavel verkauft. Ein Unternehmer meldete zudem Interesse an, in Kremmen angebauten Spargel auch an gutverdienende Moskauer zu verkaufen.

Auch auf anderen Geschäftsfeldern sind deutsch-polnische Beziehungen denkbar. Die Zahl der Touristen aus Polen ist deutlich gestiegen. Inzwischen führen Gäste aus Polen die Statistik ausländischer Besucher an. „Das ist ein Markt, den es zu erschließen gilt“, sagt Hamelow. Oberhaveler Touristikanbieter sollten sich verstärkt auf Interessen polnischer Gäste einstellen. Der Ziegeleipark Mildenberg verteilte seine Flyer inzwischen auch auf Polnisch. Wojciechowski will „nach und nach“ auch die Internetseite des Landkreises übersetzen. „Wir wollen Partnern aus Polen zeigen, dass sie sehr ernst genommen werden.“

Vielversprechend ist nach Einschätzung Hamelows auch ein großes Lkw-Terminal, das derzeit in Terespol, einer Grenzstadt in Biala Podlaska, entsteht. „Da wächst eine richtig neue Stadt“, sagt er. Oberhaveler Logistiker könnten sich dort niederlassen.

Wojciechowski bereitet den nächsten Besuch einer polnischen Delegation in Oberhavel bereits vor. Wie oft er in Oberhavels Partnerkreisen bereits war, hat er nicht gezählt. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Wojciechowski, der in Poznan geboren wurde, für die Kreisverwaltung – zuerst bei dem für Aussiedler und Asylbewerber zuständigen Fachdienst, später bei den Eingliederungshilfen. Ging es um die Kontakte zu den polnischen Partnerkreisen, sprang Wojciechowski in den vergangenen Jahren immer schon als Dolmetscher und Mitorganisator ein. „Er kennt die Region“, sagt Egmont Hamelow. „Er kennt die Menschen.“

Von Frauke Herweg

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