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Jazz vom Feinsten

Birkenwerder Jazz vom Feinsten

Der Auftritt von The Toughest Tenors in Birkenwerder war ein Genuss für musikalische Feinschmecker. Die fünf Musiker aus Berlin begeisterten ihre Zuhörer mit großartigen Improvisationen. Dass der Veranstaltungsort verlegt wurde, erwies sich als gute Wahl.

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Drei der fünf Musiker von The Toughest Tenors im Rathaussaal von Birkenwerder.

Quelle: Helmut Schneider

Birkenwerder. Die Freunde der Kammermusik e. V. Birkenwerder begannen nach der Sommerpause ihre Konzertsaison nicht wie sonst in der Villa Weigert, sondern wichen in den Rathhaussaal aus. Der Grund: für die fünf Musiker von The Toughest Tenors hätte der Platz auch akustisch dort nicht ausgereicht.

Dieses Berliner Jazz-Quintett mit seinem Leader Bernd Suchland am Tenorsaxophon wie gleichermaßen sein Kollege Patrick Braun, ergänzt von Dan-Robin Matthies Piano, Lars Gühlcke Kontrabass und Tilmann Person Schlagzeug begann mit You talk, talk talk, einem Blues in F, das Konzert am Samstagabend vor vollen Stuhlreihen. Unter den erwartungsvollen Zuhörern auch etliche bekannte Musiker aus unserer Region. Außer dem Drummer stellten sich mit diesem Titel die übrigen vier Musiker als großartige Improvisationsspieler vor und bekamen sofort Szenenapplaus.

Kompositionen berühmter Vorbilder neu interpretiert

Die beiden Tenorsaxophonisten belebten in dem Programm vornehmlich Kompositionen von berühmten Vorbildern aus den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch eigene Arrangements und versetzten sie mit ihrer Spielkunst in die heutige Zeit. Beispiele dafür waren die Songs „The Eternal Triangle“, „Nica`s tempo“ im schnellen Be Bop Tempo oder „Forecast: Sonny & Red“, bei dem sich beide Saxophonisten in 8er-und 4er-Taktfolge musikalisch die Bälle zuwarfen. Im dritten Titel „Bahia“ traten die drei Begleitmusiker – Klavier, Bass, Schlagzeug mit Soli in den Vordergrund und zeigten, dass sie auch durchaus als Trio auftreten könnten. Mit der Ballade „Self-Porträt in 3 colors“ glänzte Patrick Braun mit samtweichem Ton auf seinem Tenorsaxophon.

Hommage an Woody Hermann

Mit „Woody`n`you“ erinnerten Bernd Suchland und Patrick Braun an den legendären amerikanischen Bandleader Woody Hermann. Tilmann Person kam bei dem Titel „Gingerbread boy“ mit einem großen Schlagzeugsolo zur Geltung. Der Absolvent der HfM Berlin zeigte hier sein rhythmisches Können. Ebenfalls konnte sich mehrfach Lars Gühlcke mit schwierigen Improvisationen auf seinem Kontrabass hervortun, der in Hilversum – Holland Jazzmusik studiert hat. Der Pianist Dan-Robin Matthies gab seinen Kollegen einen sicheren harmonischen Unterbau und glänzte mit herrlichen Chorussen auf dem Blütner-Flügel.

Ohne Zugabe durften die Musiker nicht gehen

Bernd Suchland, der die Band schon 15 Jahre führt, überzeugte mit dem ruhigen Song „ It never entered my mind“ das Publikum. Zwei Stunden waren schnell verflogen. Obwohl die auf höchstem Niveau dargebotene Musik eher für Jazzkenner und Feinschmecker gedacht ist – die Musiker bewusst auf Ohrwürmer mit Aha -Effekt verzichteten und somit ein konzentriertes Zuhören verlangen – ließ das Publikum sie nicht ohne Zugabe gehen.

Von Helmut Schneider

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