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Oberhavel Jazzkomplott gibt letztes Konzert
Lokales Oberhavel Jazzkomplott gibt letztes Konzert
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19:59 28.12.2016
Die fünf Musiker vom Jazzkomplott (v. l.): Clemens Litschko, Konrad Litschko, Christian Lippert, Hannes Rössler und Thomas Braune. Quelle: Helmut Schneider
Oranienburg

Mit einem wärmenden Feuer vor seinem Eingang empfing das Veranstaltungszentrum Kulturkonsum in der Heidelberger Straße in Oranienburg am Dienstagabend seine Gäste zum letzten Konzert in diesem Jahr. Und das war ein ganz besonderes. Die aus Oranienburg stammende Band „Jazzkomplott“ hatte zu ihrem Abschiedskonzert eingeladen. Entsprechend kamen Freunde, Familienangehörige der Musiker und Jazzfans. Viele Umarmungen, freundliche Worte und musikalische Fachsimpeleien füllten den Raum, während die fünf Musiker ihre Instrumente stimmten: Hannes Rössler (tenor-sax), Konrad Litschko (piano), Clemens Litschko (drums), Chris Lippert ( guitar) und Thomas Braune (bass).

Das Konzert begann dann allerdings nicht mit Livemusik, sondern mit Videobildern an der Bühnenwand aus den Anfängerjahren der Gruppe von 2000 bis 2003. Mit großem Hallo wurden die dort zu sehenden jungen ungelenken Teenies bei ihrem ersten Auftritt als Musikschulband mit dem Watermelon-Man von Herbie Hancock begrüßt. Einen besonderen Dank sprach später Hannes Rössler dem damaligen Leiter der Gruppe, Dirk Höseler, aus, der noch heute an der Kreismusikschule unterrichtet. Der hatte mit seinen Anregungen den Grundstein für die erstaunliche Karriere der jungen Musiker gelegt.

Der letzte Auftritt des Jazzkomplotts. Quelle: Helmut Schneider

Was aus dem Quintett in den folgenden Jahren geworden ist, bewies es nun beeindruckend mit überwiegend eigenen Titeln im Konzert. Im Latin-Rhythmus gepaart mit Funk, Swing und Modernjazz zeigten die fünf Musiker sowohl ihr individuelles Können als auch ihr perfektes Zusammenspiel. Und das, obwohl sie schon drei Jahre nicht mehr zusammen gespielt haben. Ab 2013 hatte jeder mit seiner beruflichen Zukunft zutun. Heute ist Hannes Rössler Arzt, Konrad Litschko Journalist bei der Taz, sein Bruder Clemens Berufsmusiker, Chris Lippert und Thomas Braune sind in der Musikbranche tätig.

Im zweiten Teil des Konzertes sahen die Zuschauer dann die rasante Entwicklung der Gruppe per Video ab 2003. Sie wurden mehrfache Preisträger bei „Jugend jazzt“ und damit gefragt für Jazzfestivals quer durch Deutschland. Nach New York und Mexiko führte sie eine Gastspielreise. 2010 ging es auf Einladung des Goethe-Institutes nach Indien. Mehrere CDs spielte die Band ein. Die erste „Ausverkauft“ noch mit gecoverten Titeln, die folgenden „Gruppentherapie“, „Kantig“, „Wolkenfeld“ und „Hypermut“ mit eigenen Kompositionen. Jazzkomplott erarbeitete sich so einen eigenen, unverwechselbaren Sound. Ein Markenzeichen ist zum Beispiel das wunderbare Unisonospiel von Tenorsaxophon und Gitarre.

Wehmütige Stimmung kam dann doch mit dem letzten etwas schwermütigen Titel „Tröja“ (Pullover auf Schwedisch) von Hannes Rössler auf. Mit diesen letzten Tönen ist nun Jazzkomplott leider Geschichte. Zuvor hatten sich die fünf sympathischen Musiker, die nun die 30 überschritten haben und Familienväter sind, von ihren Förderern, vornehmlich bei ihren Eltern, mit Blumen bedankt.

Für dieses Konzert wurde kein Eintritt erhoben, aber reichlich Spenden zugunsten von Flüchtlingen gesammelt. Auch der Verkaufserlös von CDs ist mit dabei.

Von Helmut Schneider

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