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Jede einzelne Fliese ist neu

Oranienburg Jede einzelne Fliese ist neu

Die Sanierung des Sole-Beckens in der Turm-Erlebniscity in Oranienburg steht kurz vor dem Abschluss. Dass die Bauzeit die ursprünglich dafür veranschlagten acht Wochen erheblich überschritten hat, führt Geschäftsführer Kay Duberow auf Pfusch am Bau zurück. So sei der Untergrund des Beckens beim Bau nicht abgedichtet worden.

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Die Sanierung des Sole-Beckens in der Turm-Erlebniscity steht kurz vorm Abschluss. Gegenwärtig werden unter anderem die Fliesen gereinigt.

Quelle: Bert Wittke

Oranienburg. Die Sanierung des Sole-Beckens in der Oranienburger Turm-Erlebniscity liegt in den letzten Zügen. Was dort gegenwärtig gemacht wird, bezeichnen Geschäftsführer Kay Duberow und Marketingleiter Werner Siegler als „Feinarbeit“. Hier und da ziehen Handwerker noch einmal Fugen nach, die Fliesen werden gründlich gereinigt, Wände bekommen einen neuen Farbanstrich. Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, sollen sich kleine und große Badegäste ab 14. Oktober wieder in dem Becken tummeln können.

Ursprünglich war vorgesehen, die Sanierung des Sole-Beckens innerhalb von acht Wochen zu bewerkstelligen und die Anlage den Badegästen Ende Juli wieder zugänglich zu machen. Doch daraus wurde leider nichts. Dass das Becken nach einem 15-jährigen Betrieb saniert werden muss, begründete Kay Duberow in einem Informationsgespräche am Dienstag mit „ganz normalen Verschleißerscheinungen. Fliesen und Fugen würden durch die Sole, die unter anderem Natrium- und Calciumchlorid enthält, stark beansprucht. „Wir verwenden echte Sole, die aus einer Saline in Sülbeck (Niedersachsen) stammt“, erklärte Kay Duberow. Die Sole enthalte Mineralien, die von der Haut aufgenommen werden. Außerdem wirke die Sole blutdruckregulierend. All diese Faktoren machen das Sole-Becken so wertvoll für die Gäste der Erlebniscity und seien gute Argumente für eine gewissenhafte Sanierung.

Dass dabei der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte und sich die Bauzeit enorm verlängert habe, so der Geschäftsführer, sei allerdings alles andere als normal und nur mit Pfusch am Bau zu erklären. Ähnlich wie bei dem Fußboden und den Beckenumgängen, die bereits in der Vergangenheit komplett herausgenommen und erneuert werden mussten, habe sich eine Durchnässung des Beckenbodens bemerkbar gemacht. Man sei unter den alten Fliesen des Beckens auf nicht abgedichtetes Mauerwerk gestoßen. Folglich musste zunächst überall eine Beckenabdichtung aufgebracht werden. Zudem seien beim Bau des Beckens nicht zulässige Materialien verwendet worden. So wurden zum Beispiel hinter den Fliesen, auf denen die Sitzschalen des Beckens aufgebracht waren, sogenannte Wedi-Platten gefunden. Nach dem Aufbringen der bei Sole-Becken üblichen Polyurethan(PU)-Abdichtung sei das Becken vor dem Anbringen der Fliesen vorschriftsgemäß 14 Tage probebefüllt worden, um die Dichtheit zu prüfen. Das Einhalten aller Bauvorschriften, damit verbundene Planänderungen, Nachträge und Verhandlungen, so Kay Duberow, hätten zu der längeren Sanierungsdauer geführt. Eine Gewährleistungspflicht der Baufirmen, die für die fehlerhafte Bauweise verantwortlich zeichnen, bestehe leider nicht mehr. Doch nun sei nach allen Regeln der Technik gebaut und eine Generalsanierung durchgeführt worden. Jede einzelne Fliese sei neu. Entsprechend lang soll die Freude währen, die Besucher in den kommenden Jahren bei der Benutzung des Sole-Beckens empfinden. „Im Idealfall“, ist Geschäftsführer Kay Duberow guter Hoffnung, haben wir bis zur nächsten Generalsanierung des Sole-Beckens jetzt erstmal rund 20 Jahre Ruhe.

Von Bert Wittke

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