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Jeden Tag frisch

Kita-Essen in Oberkrämer Jeden Tag frisch

Seit Jahresbeginn kümmert sich die Gemeinde Oberkrämer wieder selbst um das Mittagessen für die Kita-Kinder. Es wird jeden Tag in Bötzow frisch zubereitet. Auf dem Speiseplan von Chefkoch Christian Lange steht unter anderem eine Sonnenweizen-Gemüsepfanne.

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Küchenleiter Christian Lange kannn mit seinem Team bis zu 360 Essen täglich kochen.

Quelle: Enrico Kugler

Bötzow. Morgens um 6 Uhr wird in der Küche das Licht angeknipst. Der Koch packt Zutaten aus, macht Mehlschwitze für die Soße. Er und sein Team haben einiges vor. Sie kochen Essen für 320 Kitakinder.

Seit dem 1. Januar kümmert sich die Gemeinde Oberkrämer wieder selbst um das Mittagessen für die Kinder in den Kitas. Nur die Vehlefanzer bekommen ihre Mahlzeiten im Cook-and-Freeze-Verfahren eines anderen Anbieters.

Gekocht wird in einem Gebäude unweit der Bötzower Kita. Bis Ende 2015 sorgte dort „Margits Mittagstisch“ für die Versorgung, die Firmenchefin ging in den Ruhestand. Zwei Mitarbeiter hat die Gemeinde übernommen, insgesamt arbeiten dort vier Leute.

„Das Essen wird jeden Tag frisch produziert“, sagt Küchenleiter Christian Lange. Der Anteil an verwendeten Konserven sei nicht sehr hoch, hin und wieder werde beispielsweise Tomatenmark verwendet. Aber selbst das Apfelkompott - das kommt aus Bötzow. Jeden Tag wird eine Mahlzeit produziert. „Im Kitabereich sind Wahlessen nicht unbedingt notwendig“, sagt Hauptamtsleiter Ronny Rücker.

Am Dienstag stand Seelachsfilet im Backteig, Tomatensoße, Eisbergsalat, Kartoffeln und zum Nachtisch ein Fruchtjoghurt auf dem Plan. Christian Langes Ziel ist es, so lange wie möglich ohne Wiederholungen auf dem Speiseplan auszukommen. Im Februar-Plan wird es jedes Essen nur einmal geben. Auch Ungewöhnliches bietet er an: „Die Sonnenweizen-Gemüsepfanne kannte keiner, sie kam aber gut an“, sagt der Küchenchef. Ende Februar steht Rote-Beete-Suppe auf dem Programm. „Mal sehen, wie das ankommt.“

Kita-Essen aus Bötzow

Die Kita-Küche in Bötzow beliefert die Einrichtungen in Bötzow, Marwitz, Eichstädt, Bärenklau und Schwante. Die Vehlefanzer werden anderweitig beliefert.

Bis Ende 2015 zahlten die Essen pro Tag 2,10 Euro für das Essen, nun sind es 2 Euro. Monatlich wird eine Pauschale in Höhe von 34 Euro bezahlt.

Die Gemeinde Oberkrämer gibt pro Jahr zwischen 40 000 und 80 000 Euro aus dem Etat fürs Kita-Essen dazu.

Bislang kam das Essen für die meisten Oberkrämer-Kitas aus Kremmen. Nach der Pleite eines großen Essensanbieters bote sich die dortige Küche an, erklärt Ronny Rücker. „Das war aber immer nur eine Notlösung.“ Die Eltern zahlen nun eine monatliche Pauschale in Höhe von 34 Euro im Monat, das sind zwei Euro für 17 Tage. Das zahlen die Eltern auch, wenn die Kinder öfter als 17-mal im Monat essen. Kalkuliert sind die Portion zu 2,40 Euro - die Differenz kommt aus dem Oberkrämer-Haushalt.

Reichen 2,40 Euro? „Da muss man mischen“, sagt Christian Lange. „Gibt es einen Tag teureren Fisch, muss man ausgleichen.“ Viele Produkte kommen vom Großmarkt und Gemüsehändlern, der Fisch wird angeliefert.

Dass die Küche bald auch die beiden Schulen in Oberkrämer beliefert, ist nicht geplant. „Das wäre illusorisch“, sagt Ronny Rücker vom Hauptamt. Dafür reiche die Kapazität nicht aus.

Von Robert Tiesler

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