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Oberhavel Jedes Auto ein Unikat
Lokales Oberhavel Jedes Auto ein Unikat
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16:43 10.07.2017
Für qualmende Reifen sorgten auf dem Tuning Day in Lehnitz die „Burn Out“-Shows. Quelle: Robert Roeske
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Lehnitz

Blitzblank polierter Lack, glänzende Felgen, tiefergelegte Karosserien: Mehr als 400 Tuner präsentierten am Sonnabend auf dem Gelände des Tüv-Fahrsicherheitszentrums in Lehnitz ihre Autos. „Eine echte Hausnummer“, freute sich Wolfram Stahl vom TÜV über das Interesse. Auch 3000 Besucher kamen und wollten die Unikate sehen. „Mit der Veranstaltung möchten wir zeigen – wir sind Partner für die Tuner und beraten gern über straßenverkehrstaugliche Umbauten.“ Diese hätten zudem nichts mit den Leuten zu tun, die sich illegale Straßenrennen liefern, „vielmehr distanziert sich die Tuningszene deutlich von solchen Personen“.

Dies unterstrich auch Christian Dahler aus Biesenthal. Für seinen Mitsubishi Lancer (Baujahr 1988) gebe es kein einziges Teil von der Stange, berichtete er. Unter anderem elf Bildschirme zieren die Innenausstattung. Auf denen laufen DVDs oder die ebenfalls eingebaute Playstation. „Etwas machen, was sonst keiner hat“, das war 2001 sein Antrieb, den Wagen mit Freunden Stück für Stück aufzubauen. „Bis zu acht Stunden am Tag haben wir geschraubt“, erinnerte sich der 36-Jährige. In den letzten Jahren sei das weniger geworden, so der zweifache Familienvater. Auch gefahren wird das Schmuckstück nur noch selten. „Im Jahr vielleicht 1000 Kilometer.“ Eine Tour wird Dahler wohl nie vergessen: die Hochzeitsfahrt. Es war das erste und letzte Mal, dass weder Ehefrau Sissy noch er selbst am Lenkrad saßen. Der Schwager durfte ran, Dahler saß auf der Rückbank wie auf heißen Kohlen.

Christian Dahler (l.) und sein Sohn im Mitsubishi Lancer. Quelle: Robert Roeske

Jedes der mehr als 400 Autos auf der Anlage sei ein Unikat, erklärte Sven Miethe vom VW-Audi-Team Berlin-Brandenburg. Der Verein stellte die Veranstaltung auf die Beine: „In unserer Freizeit, die Vorbereitungen liefen ein Jahr. Wir machen das just for fun.“ Umso glücklicher war Miethe mit der Resonanz. „Im Vorjahr mit 300 Teilnehmern waren wir schon sehr zufrieden. Dieses Jahr ist es bombastisch.“

Mehrere tausend Liebhaber umfasse die Tuningszene, die es traditionell weniger in Großstädten, sondern eher in ländlichen Gegenden gibt, in der Region, schätzt Miethe. Viele von ihnen nutzten am Sonnabend die Chance, die ausgestellten Wagen zu begutachten oder das eigene Auto zu präsentieren. In mehr als 20 Kategorien wurden Auszeichnungen vergeben, so für das „Tiefste Fahrzeug“, die „Lauteste Dezibel-Zahl der Abgaslautstärke“ oder auch den originellsten „Rat Style“ (Rost-Look).

Zu sehen gab es auch etliche Autos im sogenannten „Rat Style“ (Rost Stil). Quelle: Robert Roeske

Doch auch das Fachsimpeln durfte nicht zu kurz kommen. Mit den Besuchern, vor allem aber auch den anderen Ausstellern: "Es ist wie eine Familie, denn viele Gesichter kennt man inzwischen“, so Dahler.

Nachgefragt – Was fasziniert Sie am Tuning?

Maik Jellen (30, Schmachtenhagen): „Ich mag es, wenn mein Auto nicht ausschaut wie frisch aus dem Autohaus.“

Robert Schermer (33, Freising): „Man kann seinen Wagen vernünftig tunen und dann fahren. Das zeigen wir hier.“

Maria Schüler (33, Fürstenwalde): „Wenn ich meinen Mann sehen will, gehen wir eben zusammen in die Werkstatt.“

Mehr als 400 Teilnehmer präsentierten in Lehnitz beim Tuning Day ihre Autos. Mehr als 3000 Besucher kamen auf das Gelände des TÜV Rheinland, um sich die Unikate anzuschauen.

Von Nadine Bieneck

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