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Oberhavel Jetzt fielen die ersten Bäume
Lokales Oberhavel Jetzt fielen die ersten Bäume
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02:17 08.10.2015
Schritt für Schritt werden die Pappeln zerlegt und geschreddert. Quelle: Helge Treichel
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Schildow

Nach jahrelangem Ringen fielen am Montag die ersten Pappeln an der Mönchmühlenstraße. Mitarbeiter vom Hohen Neuendorfer Baumdienst Jörg Braun zersägten die Bäume und schredderten die Äste. 33 der am meisten geschädigten Pappeln sollen zunächst gefällt werden, sagte Bau-Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky. Damit sei der Auftakt gegeben, um die Pappelreihe schrittweise in einen naturnahen und artenreichen „Gehölzstreifen“ umzuwandeln, erläuterte Labitzky. Ein Großteil der in den 1950er-Jahren gepflanzten Bäume sei laut Gutachter von Stockfäule befallen. Damit sei die Standfestigkeit der Bäume stark beeinträchtigt, diese stellten ein „Sicherheitsrisiko“ dar.

Die untere Naturschutzbehörde habe nunmehr das von der Gemeindevertretung beschlossene Konzept zur Umgestaltung der ortsbildprägenden Pappelreihe bewilligt und die Fällung der alten Bäume genehmigt. Allerdings darf die Abholzung aus Artenschutzgründen nicht in einem Zug erfolgen. Die Bäume werden deshalb innerhalb von drei Jahren gefällt. Im ersten Jahr fallen 33, im zweiten Jahr 25 und im dritten Jahr elf Bäume der Säge zum Opfer. Die alten Pappeln werden sukzessive durch eine neue Baumreihe mit standortgerechten Baumarten und einer Unterpflanzung von Sträuchern ersetzt, die übers Jahr hinweg eine andauernde Farbvielfalt bieten. Insgesamt 88 neue Bäume und 1300 Sträucher werden als Ersatz für die alten Pappeln im Gemeindegebiet nachgepflanzt. Im Frühjahr 2016 würden die ersten 25 Bäume vor dem Hotel Schildow und in der Kleiststraße, Körnerstraße, Heinrich-Heine-Straße, Goethestraße und Schillerstraße gesetzt, kündigt der Fachbereichsleiter an. Die übrigen Pflanzen sollen bis zum Frühjahr 2018 folgen.

Während der Fällarbeiten am Montag. Das Foto zeigt unter anderem einen ausgehöhlten Stamm. Quelle: Helge Treichel

Rudolf Strobl von der Initiative „Baumschutz Kommunal“ kritisiert, dass Naturschutzbehörde mit ihrer Genehmigung die Ablehnungen des Naturschutzbeirates und des Naturparks ignoriert habe. Damit werde der Schildbürgerstreich Realität, wonach Anfang 2015 noch „Tausende Euro“ investiert wurden, um die Pappelreihe verkehrssicher zu machen. Objektbetreuer Strobl resümiert: „40 Jahre ehrenamtlicher Naturschutz in zwei Systemen zeigen, dass auch heute nur nach politischen Gesichtspunkten, nicht nach naturschutzfachlichen Erwägungen entschieden wird.“

Baumpaten gesucht

Bereits im Sommer 2012 waren die Gemeindevertreter über die geplante Fällung von 73 Pappeln informiert worden, nachdem zwei Monate zuvor vier der ursprünglich 110 Pappeln bei einem Unwetter umgeworfen worden waren.

Für die neu gepflanzten Bäume und Sträucher können Baumpatenschaften übernommen werden. Wer Interesse hat, wählt die  033056/8 41 40.

Von Helge Treichel

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