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Jetzt ist der Oberhavel-Norden dran!

Harald Petzold sitzt seit zwei Jahren im Bundestag Jetzt ist der Oberhavel-Norden dran!

Inzwischen sitzt Harald Petzold (Die Linke) seit fast zwei Jahren für das Osthavelland und Oberhavel im Bundestag. Es ist Zeit für eine Bilanz: Dass es in Sachen B 96 in Fürstenberg nun voran geht, wertet er als Erfolg. Auch die Gespräche zur Oranienburger Bombenproblematik kommen voran. Petzold will sich jetzt mehr um den Oberhavel-Norden kümmern.

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Harald Petzold , für die Linke im Bundestag.

Quelle: Peter-Paul Weiler

Oberhavel. Harald Petzold sagt, er gehöre nicht zu den Politikern, die sich immer nur vor der nächsten Wahl auf die Schultern klopfen, um mitzuteilen, was er alles geleistet habe. Deshalb lässt er sich auch zwischendurch an der Basis blicken und zieht jetzt schon mal Bilanz. Seit zwei Jahren sitzt der Politiker der Linken für Oberhavel und das Osthavelland im Bundestag.

In der Linken-Geschäftsstelle in Oranienburg wagte er am Montagabend vor Parteifreunden ein erstes Fazit. „Das war eine ganz spannende Zeit“, sagte er. Er hätte sich die Arbeit im Parlament ganz anders vorgestellt, sie sei manchmal atemberaubend gewesen. Im positiven und negativen Sinn. Er ist queerpolitischer Sprecher seiner Fraktion, kümmert sich also um die Belange homo-, bi- und transsexueller Menschen. In der Region sieht er sich als verlässlichen Ansprechpartner „für Menschen, die Hilfe brauchen.“ Ein Vorhaben für die nächsten Monate: Petzold will auch stärker im Oberhavel-Norden aktiv werden. „Dafür will ich mir mehr Zeit nehmen“, sagte er. Gransee und Zehdenick würden ein Schwerpunkt werden. Ein Erfolg sei es gewesen, dass der Bau der B-96-Ortsumfahrung für Fürstenberg auf den Weg gebracht worden sei. Er lobte die Bürgerinitiative für die geleistete Arbeit. Neu sei auch gewesen, „dass wir über Parteigrenzen hinweg gearbeitet haben.“ Das sei, als die SPD-Abgeordnete Angelika Krüger-Leißner im Bundestag saß, aus Petzolds Sicht noch nicht so gewesen. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler (CDU) sitzt das Linke-Mitglied im B-96-Beirat.

Auch in der Thematik der Finanzierung der Bomben-Altlasten in Oranienburg arbeite er eng mit den anderen Parteien zusammen. „Wir können nicht zulassen, dass die Kommunen mit den Bomben alleine gelassen werden“, sagte er. Es gebe da keine Berührungsängste. Es werde an einem gemeinsamen Fonds von Bund und Land gearbeitet.

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus und Neonazis sei ein weiterer wichtiger Punkt in seiner politischen Arbeit, so Petzold. Er unterstütze die Initiativen der Willkommenskultur, die sich um die in die Region ankommenden Flüchtlinge kümmern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen und mehr Lebensqualität im Norden von Oberhavel. „Da ruht der See“, so Petzold. „Viele Menschen müssen dort weite Strecken zur Arbeit fahren.“

Die Regionen Oberhavel und das Osthavelland seien sich sehr ähnlich. „Beide Landkreise legen großen Wert auf ausgewogene Haushalte“, sagt Harald Petzold. Es werde jeweils solide gewirtschaftet. Er wünscht sich, dass bei einer eventuellen Kreisgebietsreform diese beiden Landkreise zusammengehen. Aus seiner Sicht passe das gut.

Von Robert Tiesler

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