Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Jetzt müssen Maßnahmen gegen Hochwasser her

Sinkende Pegel in Schwante Jetzt müssen Maßnahmen gegen Hochwasser her

Ein Besucher des Ortsbeirates in Schwante erinnerte sich: Seit 1972 führte der Hörstegraben im Dorf kein derartiges Hochwasser wie in diesem Sommer. Nun muss beraten werden, welche Gegenmaßnahmen seitens der Gemeinde Oberkrämer ergriffen werden können.

Voriger Artikel
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“
Nächster Artikel
45 Kurse für neugierige Nachwuchsstudenten

Auf einem Feld gegenüber der Lindensiedlung stand das Wasser aus dem Hörstegraben Ende Juli mitunter einen Meter hoch.

Quelle: Robert Tiesler

Schwante. Es war wohl das größte Hörstegraben-Hochwasser in Schwante seit 1972. So meint sich ein Anwohner zu erinnern, der am Dienstagabend im Ortsbeirat war. Die Wiese gegenüber der Lindensiedlung war an einigen Stellen einen Meter überschwemmt. Der Regenwasserkanal am Mühlenweg war zeitweise komplett überlastet. Der Parkplatz hinter dem Ärztehaus stand unter Wasser. Die Pegel nach den Stark- und Dauerregenfällen dieses Sommers sind inzwischen zurückgegangen – trocken ist es aber längst noch nicht überall.

Vor allem muss geklärt werden, wie es zu diesem Hochwasser gekommen ist. Grundsätzlich habe es sich um eine Sondersituation gehandelt, sagte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys. Allein am 29. Juli fielen 260 Liter Regen pro Quadratmeter. Überall habe Wasser gestanden. In den Hörstegraben läuft das Wasser aus Bärenklau, Vehlefanz, Eichstädt, Groß-Ziethen und Schwante. Von dort aus läuft es weiter in Richtung Kremmen, zum Ruppiner Kanal. „Der Hörstegraben hat nur eine gewisse Kapazität, und das Gefälle ist nicht sehr groß“, so Peter Leys weiter.

Überflutetes Baugrundstück am Hörstegraben in Schwante

Überflutetes Baugrundstück am Hörstegraben in Schwante.

Quelle: privat

Der Starkregen hätte die Schwächen im System aufgezeigt. So gab es auch in Bärenklau große Schwierigkeiten. Aus Sicht von Ortsvorsteher Dirk Jöhling sei außerdem ein Problem, dass der Graben oft schlecht ausgemäht sei. Ebenso sorge der Biber an einigen Stellen für Stauungen. In dem Zusammenhang kündigte Bürgermeister Leys an, dass es bald ein Gespräch mit Landrat Ludger Weskamp gebe. Leys fordert, dass die Untere Naturschutzbehörde weniger restriktiv ist, wenn es um den Biber gehe. Es könne nicht sein, dass die Tiere durch ihre Bauten dafür sorgen, dass sich das Wasser staue.

Das Problem des überfluteten Ärztehaus-Parkplatzes wurde auch thematisiert. So durfte das Areal nicht an die neue unterirdische Regenwasserleitung an der Dorfstraße angeschlossen werden, da es sich um eine Landesstraße handele, so Peter Leys. Das sei ärgerlich, und es werde eine Änderung herbeigeführt. „Der Parkplatz steht nicht noch mal unter Wasser“, so Leys.

In der nächsten Zeit sollen die Durchlassrohre an den Gräben kontrolliert und gegebenenfalls rausgenommen oder vergrößert werden. Auch will man Ausschau nach Flächen halten, auf die das Wasser in Notsituationen abgeleitet werden könne. Stichwort: Pufferspeicher, wie es der Mühlensee ist. Grundstücksbesitzer sollten darauf achten, nicht ihr komplettes Gehöft zu versiegeln. Kleine Gräben müssten gepflegt werden, auch freiwillig von den Anwohnern. Gelobt wurden die Schwantener für ihre oft geleistete Nachbarschaftshilfe.

Von Robert Tiesler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg