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Oberhavel Jetzt muss der Umbau endlich kommen
Lokales Oberhavel Jetzt muss der Umbau endlich kommen
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16:24 22.02.2016
Feuerwehrchef Thomas Balke und seine Leute warten auf den Umbau, im Sommer soll doch groß gefeiert werden. Quelle: Robert Roeske
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Hammer

Am liebsten möchte Feuerwehrchef Thomas Balke gar keinen Fremden mehr ins Feuerwehrdepot lassen. „Wir haben doch schon alles ausgeräumt“, sagt er mit etwas zerknirschter Miene. Denn eigentlich sollte im Depot schon lange umgebaut werden. Schon im letzten Jahr. Daraus wurde nichts.

Und ein frühzeitiger Baubeginn, damit wenigstens in diesem Frühjahr alles fertig wird, war zum Jahresende abgelehnt worden.

Dass es bisher nicht klappte, haben die Feuerwehrleute noch weggesteckt. Aber jetzt drängt echt die Zeit. „Im Sommer wollen wir doch unser 112-jähriges Jubiläum feiern“, erzählt der Ortswehrführer. Für den 27. August ist schon alles bestellt.

Die Einsatzkleidung kommt dann in neue Schränke i die neuere Fahrzeughalle, jetzt hängt noch alles in der alten. In der Ecke soll ein Lagerraum entstehen. Quelle: Robert Roeske

Wenn das Feuerwehrdepot dann immer noch so aussähe wie jetzt – das wäre peinlich. Am schlimmsten sehen die Sanitäranlagen aus. Naja, eigentlich sind es nur eine Toilette, ein Pinkelbecken, zwei Waschbecken und Schluss. Die Küche ist ein schmaler Raum mit zusammengestoppelten Gerätschaften. Der Kühlschrank steht schon in der Fahrzeughalle _ es sollte ja umgebaut werden. Auch im Schulungsraum stehen nur noch die Tische und Stühle, die Wände sind kahl, nur die staubigen Abdrücke der Bilder, die da mal hingen, sind zu erkennen. Auch im Büro des Wehrführers, das er sich mit dem Ortsvorsteher teilt, sieht es irgendwie nach Umzug aus. Dass das Depot umgebaut werden muss, ist gar nicht die Frage. Da haben die Feuerwehrleute alle hinter sich. „Schließlich sind wir die zweitgrößte Wehr in Liebenwalde“, meint Thomas Balke. Doch die Fördermittel lassen auf sich warten. Am 25. August vorigen Jahres war der Antrag schon gestellt worden.

Im Ortsbeirat in der vorigen Woche konnte Bürgermeister Jörn Lehmann immerhin ein wenig Hoffnung verbreiten. Minister Vogelsänger hatte die Woche zuvor den ersten Bewilligungsbescheid ins Löwenberger Land gebracht. Offenbar geht’s jetzt los.

Für das Feuerwehrgebäude an der Eberswalder Straße wurde immer wieder an das Mehrzweckgebäude angebaut. Anfang der 1980er-Jahre die alte Fahrzeughalle für den W 50 und vor fünf Jahren die neue Halle. Quelle: Robert Roeske

„Wir haben jedenfalls alle erforderlichen Zuarbeiten geleistet“, sagte Lehmann. „Und haben heute noch mal zu einem Punkt eine Stellungnahme abgegeben.“ Der Bürgermeister glaubt, dass im März die Ausschreibung laufen könnte und im April die Zuschläge vergeben werden. „Sollte es keine Fördermittel geben“, sagte Jörn Lehmann im Ortsbeirat, „dann denke ich, werden die Stadtverordneten sicher zustimmen, den Umbau trotzdem zu machen.“

Hinter dem Depot, wo die Feuerwehrleute vor zwei Jahre die Terrasse selbst gebaut hatten, soll im August gefeiert werden. Quelle: Robert Roeske

260 000 Euro soll alles kosten. Aber weltbewegende Dinge müssen nicht vonstatten gehen. In erster Linie sollen ordentliche Sanitäranlagen für Männer und Frauen entstehen. Neue Elektroleitungen, ein paar Durchbrüche, eine Mauer hochziehen, damit Ortsvorsteher und Feuerwehrchefs getrennte Büros bekommen, den Fußboden angleichen und eine kleine Küche im Schulungsraum einbauen – das sind schon die Hauptposten. In der neuen Fahrzeughalle, die vor fünf Jahren wegen des neuen LF 10-6 angebaut wurde, muss gar nichts groß verändert werden. In der alten Fahrzeughalle, Anfang der 1980er-Jahre angebaut, wird nur ein kleiner Lagerraum in einer Ecke entstehen. In drei Monaten sollte das alles zu schaffen sein. Na, vielleicht können die Feuerwehrleute am 27. August doch ganz stolz durch ihr umgebautes Depot führen.

Von Andrea Kathert

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