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Jetzt sickert nichts mehr in die Erde

Trink- und Abwasserzweckverband Liebenwalde Jetzt sickert nichts mehr in die Erde

Eine halbe Million Euro hat der Trink- und Abwasserzweckverband Liebenwalde investiert, damit in Groß Schönebeck kein Schmutzwasser mehr im Erdreich versickern kann. Die 40 Jahre alten Rohre waren stark beschädigt und teilweise undicht. Kamerabefahrungen des Kanals hatten gezeigt: Gefahr war in Verzug. Jetzt sind 1350 Meter Leitungen erneuert worden.

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Es war alles O.k. bei der Bauabnahme in Groß Schönebeck.

Quelle: Andrea Kathert

Liebenwalde/Groß Schönebeck. Wenn schon, denn schon. Der neue Schmutzwasserkanal in Groß Schönebeck könnte 300 Jahre halten. Die Fachleute, die sich vor Kurzem bei der Abnahme der Anlagen im Ort trafen, und die 1750 Einwohner werden das nicht mehr überprüfen können. Aber eines steht fest: In Groß Schönebeck hat der Trink- und Abwasserzweckverband Liebenwalde (TAV) auf neueste Technik gesetzt. 1350 Meter Abwasserkanal in der Friedensstraße, Schlufter Straße, Ernst -Thälmann-Straße und in der Schloßstraße wurden ersetzt. Die alten Rohre mussten erneuert werden. 40 Jahre lagen sie in der Erde und waren langsam undicht. Abwasser drang ins Erdreich. Weil die Leitungen schon teilweise versackt waren, kam es wiederholt zu Rückstaus in den Kanälen. Nach den Kanalbefahrungen, zuletzt 2012/2013, war klar: „Hier ist Gefahr im Verzug“, erzählte Hans-Christian Schnur, der Geschäftsführer des TAV.

Nun liegen neue Kanäle. „Wir haben Polypropylenrohre verwendet“, sagt Bauleiter Arthur Seyfahrt von der Firma TRP aus Eberswalde. Das Material hat große Vorteile gegenüber dem bisher üblichen Steinzeug, das als Optimum an naturnahem Baustoff galt. PP-Rohre aber lassen sich gut miteinander verschweißen und können nicht korrodieren. Sie sind dauerelastisch und damit nicht so anfällig, wenn schwere Fahrzeuge über den Schmutzwasserkanal rollen. Sechs Meter lang sind die Rohrabschnitte und höchstens 400 Zentimeter im Durchmesser. Sämtliche Kanäle, Schächte und die 40 Hausanschlüsse wurden mit diesem Material gebaut. Ein homogenes Bauwerk ist entstanden.

Sämtliche Schächte, Kanäle und Hausanschlüsse sind aus Polypropylen-Teilen hergestellt worden

Sämtliche Schächte, Kanäle und Hausanschlüsse sind aus Polypropylen-Teilen hergestellt worden.

Quelle: Andrea Kathert

Auch beim Bauverfahren hatte Planer Gert Köhler aus Neuruppin neueste Technik favorisiert. Ein großer Teil der Leitungen wurde im Inliner-Verfahren erneuert. Das heißt, in die alten Kanäle wurden neue Leitungen eingezogen. Aufwendige Erdarbeiten entfielen. Das war nicht nur kostensparend, sondern sehr hilfreich, da der gesamte Ort ein Bodendenkmal ist. Zusätzlich zu den Schmutzwasserleitungen hat die Firma TRP noch 400 Meter neue Trinkwasserleitungen im Ort verlegt.

500 000 Euro hat der TAV investiert. „111 000 Euro haben wir als Fördermittel von der ILB bekommen“, sagte Hans-Christian Schnur. Anderthalb Jahre seien von der Antragstellung bis zur Vollendung der Maßnahme vergangen, so Schnur. Am 27.Oktober 2014 war eine Einwohnerversammlung einberufen worden. Die Anlieger wussten bescheid. Deshalb waren Schnur während der Arbeiten auch keine Beschwerden zu Ohr gekommen. Die Anlieger der betroffenen Straßen müssen lediglich ihre Hausanschlüsse zahlen. Schnur ist sehr zufrieden mit der Baumaßnahme und der Arbeit aller Beteiligten.

Das konnte Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs nur bestätigen. „Die Bürger sind auch zufrieden.“

Von Andrea Kathert

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