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Jugendbeirat in Birkenwerder hat große Ziele

Mitbestimmung Jugendbeirat in Birkenwerder hat große Ziele

Sie sind sieben Jugendliche aus Birkenwerder und wollen ihren Altersgenossen Politik verständlich machen. Laura Neumann ist die Vorsitzende des Jugendbeirates im Ort. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern will sie sich für Kinder- und Jugendliche einsetzen und Birkenwerder attraktiver machen. Für die Zukunft hat der Beirat konkrete Ziele.

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Die Geschwister Laura und Marcel Neumann engagieren sich im Jugendbeirat der Gemeinde Birkenwerder– und streiten dort für ihre Ziele.

Quelle: Juliane Weser

Birkenwerder. Wenn in Birkenwerder der Sozialausschuss tagt, ist seit wenigen Monaten ein junges Gesicht mit dabei. Laura Neumann ist 18 Jahre alt und nimmt als Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirates von Birkenwerder an den Abendterminen gern teil: „Als Beirat wollen wir etwas bewegen, und deshalb sehe ich es als unsere Pflicht an, die Geschicke der Gemeinde zu verstehen und Kontakte zu knüpfen.“

Einen Jugendbeirat gab es auch schon zuvor im Ort. Im Oktober 2015 standen Neuwahlen an. Gemeinsam mit ihrem Bruder Marcel Neumann (21) stellte sich Laura zur Wahl. Zum Beirat gehören außerdem Patrick Ingel (21), Jan Hendrik Krekler (18), Nick Obst (21), Florian Bluhm (17) und Sina Heider (15). Laura Neumann ist die Vorsitzende.

Jeden ersten Montag im Monat treffen sich die sieben Mitglieder von 16 bis 17 Uhr. Dabei eint alle das Interesse an der Politik. „Wir wollen mitdiskutieren, uns einsetzen und Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben“, erklärt Marcel Neumann. Denn besonders dieser Zielgruppe, den Kindern und Jugendlichen, werde in der Gesellschaft zu wenig Gehör geschenkt, so der 21-Jährige. „Wir haben als Beirat in den Ausschüssen ein Rederecht, und das müssen wir auch nutzen“, sagt Laura Neumann. Deshalb nimmt sie an jedem Ausschuss teil. Von der Verwaltung bekommt die Gruppe im Anschluss die Protokolle zugeschickt: „Wir werden über alles informiert. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist hervorragend.“

Politik liegt ihnen im Blut

Sich für Politik zu begeistern, liegt Marcel und Laura „im Blut“, sagen sie. Ihr Vater Stephan Neumann habe sich als SPD-Mitglied und berufener Bürger im Sozialausschuss viele Jahre im Ort engagiert: „Wir sind damit aufgewachsen, dass er alle wichtigen Tageszeitungen und Magazine zum Weltgeschehen liest“, erläutert Marcel Neumann. Seine Schwester ergänzt: „Das ist heute noch so, und natürlich wird dann über die Inhalte täglich diskutiert.“

Die 18-Jährige macht eine Ausbildung zur Sozialassistentin. Ihr Bruder absolvierte zuletzt ein halbes Jahr als „Bufdi“ (Bundesfreiwilligendienst) im Jugendclub Birkenwerder. Im Sommer beginnt er seine Ausbildung zum Erzieher. Neben den beruflichen Aufgaben und den Verpflichtungen im Jugendbeirat engagieren sich die Geschwister auch noch im Jugendforum Oberhavel, im Jugend-Förderverein und im Jugendclub selbst. „Wir wollen nicht nur etwas in Birkenwerder bewegen, sondern in ganz Oberhavel“, meint Marcel Neumann.

Birkenwerder soll attraktiver werden

Die Mitglieder des Beirates bringen sich unterschiedlich ein: Sina Heider ist die Jüngste und geht noch zur Schule. Nick Obst ist Praktikant in der Gemeindeverwaltung in Birkenwerder. „Somit kann ich Fragen des Beirates schneller klären und bei den Kollegen nebenan nachhaken“, sagt der 21-Jährige. Wichtig sei ihm, dass sie es schaffen, den Ort attraktiver zu machen und das Gemeinschaftsgefühl voran zu bringen. Um das zu realisieren, möchten die Jugendlichen ein Fußballfest veranstalten. „Wir möchten ein Turnier mit Flüchtlingen organisieren. Dazu sind die Mitglieder im Gespräch mit den Willkommensinitiativen“, sagt Nick Obst. Das Jugendforum Oberhavel ist Hauptsponsor.

Einige Defizite gibt es in Birkenwerder noch. „Es fehlen Freizeitmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche“, sagt Laura Neumann. Abgesehen vom Jugendclub gäbe es keinen Treffpunkt für junge Leute, ein Bus innerhalb Birkenwerders wäre für ältere Bürger besonders im Winter eine gute Anschaffung, und ein Bürgerpark oder ein öffentlicher Fußballplatz fände großen Zuspruch, so die Mitglieder.

In Zukunft wollen sie ihre Ziele und Ideen bündeln und versuchen umzusetzen. „Bei Ortsfesten werden wir mit einem Stand Präsenz zeigen und uns mit Interessierten austauschen“, sagt Laura. Außerdem will sich der Jugenbeirat mit den Beiräten anderer Gemeinden treffen.

Neue Ideen sind gefragt

Auch wenn die Gruppe erst seit einigen Monaten in der neuen Besetzung arbeitet, so finden die Mitglieder jetzt schon Gehör. Denn als es jüngst im Ortsentwicklungsausschuss darum ging, an welchem Ort die neue Bücherbox stehen solle, wurde Laura Neumann gefragt, wie ihre Meinung sei: „Ich schlug die Ortsmitte oder den Bahnhof vor, weil dort die meisten Bürger vorbei kommen.“

Die Beiratsmitglieder möchten am liebsten noch mehr Mitstreiter für ihre Anliegen finden. Außerdem sind sie für Ideen und Anregungen, die den Ort betreffen, sehr dankbar.

Kontakt : Wer Ideen oder Anmerkungen an den Jugendbeirat von Birkenwerder hat, kann gern eine E-Mail schreiben: Jugendbeirat.Birkenwerder@gmail.com.

Von Juliane Weser

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