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Jugendbeirat kommt langsam in Gang

Kremmen Jugendbeirat kommt langsam in Gang

Seit neuestem hat Kremmen einen Jugendbeirat. Er ist gerade in Gründung – allerdings kommt alles nur langsam in Gang. Bislang gibt es nur zwei Mitglieder, und Marvin Klatt (18) ist der einzige Jugendliche. Er möchte sich in den nächsten Wochen umhören, was junge Leute in Kremmen bewegt.

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Marvin Klatt ist Mitglied des neuen Jugendbeirates in Kremmen. Bislang hat er erst zwei Mitglieder.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Der Start des Kinder- und Jugendbeirates in Kremmen kommt langsam in Gang – wenn auch die Betonung auf „langsam“ liegt. Bislang gibt es nur zwei Mitglieder. Davon ist auch nur einer ein echter Jugendlicher – der 18-jährige Marvin Klatt.

„Ich habe davon gehört und dachte mir, das ist was für mich“, erzählt er. „Wir wollen sehen, dass wir in der nächsten Zeit noch mehr Mitglieder finden.“ Bei einer Kennenlernrunde mit Kremmens Hauptamtsleiterin Bianca Haak hat Marvin erfahren, was der Jugendbeirat eigentlich soll. Nämlich: die Vertretung der Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Stadt Kremmen wahrzunehmen, indem sie die Stadtverordnetenversammlung und Ausschüsse in Jugendfragen beraten und Stellungnahmen abgeben.

Was aber sind denn die Themen, die Jugendliche in Kremmen bewegen? Das möchte auch Marvin Klatt in den nächsten Wochen und Monaten herausfinden. „Wenn es Probleme gibt bei Jugendlichen, wissen sie ja oft nicht, an wen sie sich wenden können“, findet Marvin Klatt. „Da dachte, es wäre ganz gut, wenn sie einen Ansprechpartner haben.“ Er will sich nun mal umhören, was denn die Jugend in Kremmen und den Ortsteilen so bewegt.

Er selbst hat bisher noch keine genauen Vorstellungen davon, was die Ziele des Jugendbeirates sein könnten. „Aber ich will ja vor allem durchsetzen, was andere Jugendliche wollen“, sagt er.

Andere vom Jugendbeirat zu begeistern, hält er für relativ schwierig, gibt er zu. „In unserem Alter interessieren sich ja viele nicht so für Politik“, sagt er. Wobei sich die Arbeit des Jugendbeirates weniger um Politik an sich dreht, sondern darum, Jugendinteressen durchzusetzen – also Dinge, die das direkte Umfeld der Betroffenen ausmacht.

In nächster Zeit könnte deshalb eine Versammlung stattfinden, in der die Jugend ihre Probleme und Wünsche auf den Tisch legt. Auch einen Fragebogen hat Marvin Klatt erstellt. „Der ist von mir, aber ich hatte Unterstützung dabei.“ Die Stadtverordnete Stefanie Gebauer ist seine Stiefmutter, die Einsetzung weiterer Gremien neben dem Seniorenbeirat war auch ihre Idee. Im Fragebogen geht es um die Kinderfreundlichkeit der Stadt, die Spielplatzsituation, die Schulhofgestaltung und vieles mehr. Im Internet sollen die Fragen beantwortet werden können. Ob der Fragebogen auch in der Oberschule verteilt wird, ist noch offen.

Marvin Klatt selbst ist eher der Computerspieler, geht aber auch gern mal mit seiner Schwester Fußball spielen, erzählt er. In Germendorf macht er gerade eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und besucht dafür auch das Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum.

Von Robert Tiesler

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