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Oberhavel Jugendclub: Immer viel los im Wasserwerk
Lokales Oberhavel Jugendclub: Immer viel los im Wasserwerk
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00:18 23.04.2017
Frank Reddig (hinten) ist einer der Betreuer der Jugendlichen im Hohen Neuendorfer Wasserwerk. Quelle: Robert Tiesler
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Hohen Neuendorf

Der Name lässt erst mal nicht vermuten, dass es sich um einen Jugendclub handelt: das Wasserwerk in Hohen Neuendorf. Täglich, außer sonntags, steht es für Besucher offen, und die nutzen es auch. „Aufs Jahr gesehen kommen so zwischen 30 bis 40 Leute zu uns“, sagt Betreuer Frank Reddig (54). „Viele davon sind Stammgäste bei uns.“ Zwischen zehn und 25 Jahre alt sind die Besucher in der Regel. „Das mischt sich alles hier.“

Alexej kommt immer mal wieder in den Club. Der 16-Jährige aus Birkenwerder sagt: „Billard ist cool. Oder Dart. Manchmal auch Tischtennis, und dabei die Musik anmachen.“ Florian (18) aus Birkenwerder stimmt ihm zu. „Man fühlt sich wohl hier, das ist meist eine lustige Atmosphäre, und die Betreuer sind auch sehr nett.“

Das Wasserwerk. Quelle: Robert Tiesler

Tatsächlich bietet das Wasserwerk an der Birkenwerderstraße sehr viele verschiedene Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen. Im großen Saal im Erdgeschoss steht der Billardtisch, eine Tischtennisplatte, aber dort befinden sich auch großzügige Sitzecken. An der Bar gibt’s preiswerte Getränke und ein paar Speisen. Jeden Tag liegt auch dort die MAZ zum Lesen. Im Obergeschoss können sich die unter 15-Jährigen ein wenig separieren. Außerdem befindet sich dort ein Computerkabinett – dort finden auch immer mal wieder Turniere an der Wii oder mit der Playstation 3 statt. Dazu kommen noch ein kleiner Fitnessraum sowie eine Werkstatt, in der zum Beispiel Fahrräder repariert werden können. Für Bands gibt es im Wasserwerk einen Proberaum.

Draußen, auf dem Gelände des Jugendclub stehen Wände für bunte Graffiti bereit. Im Sommer steht Beachvolleyball oder Basketball auf dem Programm. Leider kaum genutzt werden kann der große Raum im Keller. „Da fehlt uns leider ein zweiter Notausgang“, sagt Frank Reddig. Der Umbau wäre zu teuer.

Graffiti an der Hauswand. Quelle: Robert Tiesler

Betrieben wird der Club vom Verein Alep, der sich in der Jugendhilfe engagiert. „In Berlin finde ich so was nicht“, sagt Betreuer Frank Reddig, der zur Arbeit aus der Hauptstadt nach Hohen Neuendorf kommt. „Wichtig ist, dass sich alle einbringen und sich selbst beteiligen“, sagt er. „Wir wollen ihnen beibringen, wie man die Freizeit eigenständig verleben kann.“ Jeder könne Vorschläge machen.

Wie Dustin (11) aus Hohen Neuendorf. „Ein gut aufgepumpter Ball wäre toll“, sagt er und grinst. Sonst aber ist er sehr zufrieden. Am Dienstag kam er, um auf dem Gelände versteckte Eier zu suchen. Auch Tom (12) aus Birkenwerder kommt regelmäßig ins Wasserwerk. „Es ist toll hier“, sagt er. Meistens spielt er Dart oder Billard oder spielt am Computer. Ebenso Stephan (16) aus Birkenwerder. „Die Betreuer sind korrekt“, sagt er. Nur einen Flashplayer für die Computer – das wäre ein großer Wunsch.

Die aktuelle MAZ liegt im Wasserwerk aus. Quelle: Robert Tiesler

Das Wasserwerk ist montags bis freitags von 13 bis 20 Uhr, sonnabends von 14 bis 21 Uhr geöffnet.

Von Robert Tiesler

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