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Jugendklub in Birkenwerder bedankt sich

Hausmeisterstelle läuft aus Jugendklub in Birkenwerder bedankt sich

Christian Jurtz übernahm zwei Jahre lang Hausmeisteraufgaben im Jugendfreizeithaus C.O.R.N. in Birkenwerder – jetzt endet seine Maßnahme. Das Clubteam bedankte sich mit einer Party für seine große Einsatzbereitschaft. Leiter Jürgen Baer hätte ihn am liebsten behalten.

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Ronja Ingel serviert dem Ehrengast am Abschiedsabend die deftige Soljanka.

Quelle: Helge Treichel

Birkenwerder. Seit zwei Jahren ist Christian Jurtz als Hausmeister im Jugendklub C.O.R.N. in Birkenwerder tätig. Der 45-jährige Hohen Neuendorfer kam über eine Maßnahme des Hennigsdorfer Trägers PuR (gemeinnützige Projekt- und soziale Regionalentwicklungsgesellschaft mbH) in das Jugendfreizeithaus. Und er machte seine Sache offenbar sehr gut. Denn zum Ende seiner Arbeitsförderungsmaßnahme veranstalteten knapp 20 jugendliche Klubbesucher gemeinsam mit der Leitung eine Dankeschönparty: Sie organisierten Schnitzel, Mischgemüse und Kartoffeln sowie einen Topf Soljanka und eine weitere Suppe und gaben ein feierliches Essen aus für ihren „Chrissi“. Der Ehrengast wurde bewirtet, der Klubchor „Cornis“ brachte ein eigens umgetextetes Ständchen, sie schenkten ihm einen kleine Reisekasse für seine geliebten Trips an die Ostsee und Leiter Jürgen Baer sprach eine feierliche Laudatio. Fazit: Der offiziell als „Hausmeistergehilfe“ tätige Christian Jurtz hat großen Eindruck hinterlassen in Birkenwerder.

Der Club-Chor kurz vor seinem Auftritt

Der Club-Chor kurz vor seinem Auftritt.

Quelle: Helge Treichel

„Chrissi“ habe sich weit über das normale Maß hinaus engagiert, sagt Baer. An Wochenenden ist er regelmäßig erschienen, um die zahlreichen Tiere auf dem Klubgelände zu versorgen, auch an sämtlichen Feiertagen wie Weihnachten. Aktuell helfe er dabei, das Ausweichdomizil in der Industriestraße 21a herzurichten und den aufwendigen Umzug zu bewerkstelligen. Die bisherige alte C.O.R.N.-Villa an der Hauptstraße 112 soll in diesem Jahr schließlich saniert und erweitert werden.

„Wenn ich das entscheiden könnte, würde ich ihn dauerhaft behalten“, sagt Jürgen Baer. Es sei schade, dass jemand, der so verlässlich, pünktlich und fleißig sei, wieder in die Arbeitslosigkeit gehen müsse. Wer einen Job für ihn hat, könne sich deshalb im Jugendfreizeithaus melden. Christian Jurtz werde dort übrigens weiter für die Tiere im Einsatz sein – ehrenamtlich.

Von Hause aus ist Christian Jurtz IT-Spezialist

Von Hause aus ist Christian Jurtz IT-Spezialist.

Quelle: Helge Treichel

„Ich habe die einfach liebgewonnen“, sagt der 45-Jährige über Ziegen, Meerschweinchen und Vögel, die in Birkenwerder Teil des pädagogischen Konzeptes sind. Von Hause aus ist Jurtz IT-Spezialist. Er war Systemadministrator und hat Nutzern Hilfestellung gegeben. Auf diesem Gebiet hatte er sich mit einer eigenen Firma selbstständig gemacht. Eine überwundene Krankheit riss ihn jedoch für längere Zeit aus dem Beruf, wodurch die Firma krachen ging. Der Wiedereinstieg: schwierig. Im Klub kümmerte er sich eigentlich um alles: Laub, tropfende Wasserhähne und 1000 andere kleine Dinge, die am Ende doch immer sehr bedeutsam sind. Diese praktischen Erfahrungen schätzt er sehr, ebenso der Umgang mit den Jugendlichen. Auch sein eigener 16-jähriger Sohn gehört zu den regelmäßigen Gästen im Jugendfreizeithaus C.O.R.N.

„Jeder, der ihn sich als Mitarbeiter durch die Lappen gehen lässt, hat etwas verpasst“, sagt Jürgen Baer über seinen unentbehrlich gewordenen Hausmeister.

Von Helge Treichel

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