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Oberhavel Junger Drogendealer fliegt von der Schule
Lokales Oberhavel Junger Drogendealer fliegt von der Schule
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00:23 18.01.2016
Gehandelt wurde unter anderem mit Cannabis und Ecstasy. Quelle: dpa
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Hennigsdorf

Ein Junge muss die Hennigsdorfer Schweitzer-Schule verlassen, vier weitere dürfen bleiben. Alle fünf sollen an der Oberschule mit Drogen gedealt haben, insgesamt waren 21 Mädchen und Jungen in die Geschäfte mit Cannabis und Ecstasy verwickelt. Die Schulleitung war damit an die Presse gegangen.

Eigentlich wollte Schulleiterin Yvonne Waltenberger alle fünf Schüler der Schule verweisen lassen, da sie sich mit ihren Deals gerühmt hatten und uneinsichtig waren. Doch das Schulamt sah das anders. „Für alle fünf Schüler werden Ordnungsmaßnahmen eingeleitet. Nur einer der Schüler wird im Rahmen dieser Maßnahmen an eine andere Schule überwiesen“, sagt Dietmar Menzel, Leiter der Regionalstelle des Staatlichen Schulamtes in Neuruppin.

Sozialstunden im Altersheim

Man habe die Schüler angehört und nach einem vorgeschriebenen Prozedere entschieden, was passiert. Dem Vernehmen nach müssen die anderen vier Schüler Sozialstunden im Altenheim leisten.

Schulleitung holt Hilfe

Das Drogenproblem geht die Schulleitung offensiv an. Experte Christian Walz von der Stiftung Synanon sowie ein ehemals Drogenabhängiger klärten die Schüler auf, zudem gibt es einen Maßnahmenkatalog: Unter anderem sollen Schüler und Lehrer auf dem Schulhof wachsamer sein. Auch die Eltern hat die Schule per Brief für das Problem sensibilisiert.

Demnächst will Dirk Collin, Präventionsexperte der Polizei, in der Schule über medizinische und rechtliche Hintergründe von Drogenkonsum informieren. Ein so massives Problem mit Drogen sei ihm bislang noch nicht untergekommen, sagt Collin, der für die Prävention in etwa 80 Schulen in Oberhavel zuständig ist.

Ermittlungen gegen 15 weitere Schüler

Gegen 15 Schweitzer-Schüler ermittelt derzeit noch die Polizei. „Die Ermittlungen werden noch eine Weile dauern“, so Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Es könne sein, dass sie auf noch mehr Schüler ausgeweitet würden.

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Von Marco Paetzel

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