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Oberhavel Kahl: Velten könnte Oberschulbedarf decken
Lokales Oberhavel Kahl: Velten könnte Oberschulbedarf decken
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00:47 30.04.2018
Matthias Kahl, der Bildungsdezernent für Oberhavel, in seinem Büro im Landratsamt. Quelle: Robert Tiesler
Oberkrämer

Seit dem vergangenen Herbst kämpfen Eltern in Oberkrämer für eine Eröffnung einer weiterführenden Schule in ihrem Ort. Seitens der Kreisverwaltung wird dies abgelehnt. Doch um das Thema zu beleuchten, müsse der Fokus auf dem gesamten Landkreis Oberhavel liegen, sagte Kreis-Bildungsdezernent Matthias Kahl in einem MAZ-Gespräch.

Um eine Oberschule eröffnen zu können, müsste die Schülerzahl mindestens fünf Jahre bei mindestens 50 liegen, damit es für eine Zweizügigkeit reiche. Zwar steige bis 2019/20 die Zahl der Sechstklässler in Oberkrämer auf 112 an, die mögliche Zahl der Oberschüler läge aber selbst da bei nur 47. Danach sinken die Zahlen nach der aktuellen Prognose wieder ab. Und bis zum nächsten Jahr könne die Oberschule sowieso nicht erbaut werden. „Der Bedarf in Oberkrämer besteht temporär“, sagt Matthias Kahl. „Er steigt an und fällt wieder ab.“

Lehnitz bringt Hoffnung

Der Bau einer zweizügigen Oberschule könnte zehn Millionen Euro kosten, so Matthias Kahl. „da sollte man so sich sowas vorher genau überlegen.“ Der Schwerpunkt müsse stattdessen auf Mittelzentren wie Hennigsdorf, Velten und Oranienburg liegen. Erschwerend für Orte wie Oberkrämer komme hinzu: In Städten sei die Einwohner-Fluktuation größer – Leute ziehen hin und wieder weg. In den Dörfern bauen Familien ein Haus, später ziehen die Kinder weg, aber die Eltern bleiben. Deshalb seien Prognosen über den Bedarf an Oberschulplätzen immer recht schwierig.

Stattdessen hofft Matthias Kahl durch die Eröffnung einer dreizügigen Oberschule in Lehnitz zum Schuljahr 2020/21 Entspannung auch in Oberkrämer zu schaffen. Bislang würden viele Leegebrucher die Barbara-Zürner-Oberschule in Velten nutzen. In der Kreisverwaltung hofft man auf eine Umlenkung der Erstwünsche aus Leegebruch in Richtung Oranienburg zur dann sanierten Torhorst-Gesamtschule sowie zur neuen Oberschule. Dann seien für Siebtklässler aus Oberkrämer wieder mehr Plätze frei – nämlich in Velten. Im Oberschulbereich sei auch die Lage in Hennigsdorf schwierig – was auch wiederum auf Oberkrämer zurückfalle, wenn dort alles belegt ist. Man sei mit der Stadtverwaltung im Gespräch über mögliche Erweiterungen, so Matthias Kahl. Am Gymnasium dagegen gäbe es keine Engpässe.

Goethe-Oberschule im Blick

Auch die Goethe-Oberschule in Kremmen habe man im Blick. Bislang sei sie bei den Erstwünschen nicht sehr gut angewählt worden. Der Sozialdezernent sagt: „Der Bau einer Oberschule in Oberkrämer würde auch eine Schwächung des Standortes Kremmen bedeuten.“

Dennoch geht die Debatte in Oberkrämer weiter. „Ich kann die Eltern verstehen, dass sie für ihre Kinder eine wohnortnahe Schule haben möchten.“ Aber für den Bedarf reiche das nicht aus, und die Bewegung zur Schule gehe immer in die Zentren, nicht aus den Zentren raus in die Dörfer.

Auch erklärte Matthias Kahl, dass es weiterhin Gespräche mit den Bürgermeistern gebe mit dem Ziel, dass die Oberschulen aus kommunaler in Kreisträgerschaft übergehen.

***

In einer früheren Version bezeichneten wir Matthias Kahl als Sozialdezernent. Er ist der Bildungsdezernent für Oberhavel. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Von Robert Tiesler

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