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Oberhavel Kameradrohne auf Mauerfahrt
Lokales Oberhavel Kameradrohne auf Mauerfahrt
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17:28 26.08.2014
Vermessungsingenieur Stephan Fick mit dem Hexacopter – die Kameradrohne eroberte am Montag den Granseer Luftraum und liefert digitale Aufnahmen von der Stadtmauer. Quelle: Cindy Lüderitz
Gransee

In 18 Metern Höhe surrt die Kameradrohne über die Granseer Mauerkrone und fliegt mit einigem Getöse kleine Schlenker rechts und links des massiven Rings. Alle 1,5 Sekunden entsteht in der Luft ein Bild von der historischen Wallanlage – erfasst wird alles, was größer ist als 1,8 Millimeter. Vier Flüge braucht es, die 1800 Meter lange Strecke abzufliegen. Dann haben Ingenieur Stephan Fick und sein Kollege von der Div GmbH Hohen Neuendorf alle Daten im Kasten.

Das Vermessungsbüro ist spezialisiert auf Luftaufnahmen und schafft mit dem Einsatz des orangefarbenen Hexacopters (sechs Propeller) an einem Tag, wofür ein Bodenteam mehrere Wochen gebraucht hätte. „Wir hätten jedes Grundstück an der Mauer begehen und mit jedem Eigentümer einen Termin vereinbaren müssen“, ist Kati Eschner von der Bauverwaltung erleichtert über die Alternative. Seit dem „Granseer Mauerfall“ von 2006 wird das Wahrzeichen einmal im Jahr auf neue Schäden untersucht. Risse und Fehlstellen sind etappenweise dokumentiert. Allerdings fehlt eine Übersicht, die Aufschluss über den wirklichen Zustand des zwischen 1330 und 1340 erbauten Gürtels gibt. „Wir wissen, wie lang und wie hoch die Mauer ist. Aber wir haben keine brauchbaren Karten und Zeichnungen und wir wissen beispielsweise nicht, in welchem Zustand die Abdeckung ist“, erklärte Kati Eschner. Dabei lauern im Kronenbereich die größten Gefahren. Wenn dort Risse oder Lücken entstehen, über die Wasser in das Mauerwerk eindringt, dann ist ein Malheur wie 2006 nicht weit. Damals waren auf einer Länge von acht Metern die Steine herausgebrochen und in einen Mauergarten nahe der alten Feuerwache gekracht. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Der Mauerfall

In der Nacht vom 27. auf den 28. März 2006 stürzte ein Teil der historischen Stadtmauer ein. Ein acht Meter breites und zwei Meter hohes Stück fiel in Form eines Halbkreises aus dem historischen Ring.

Seither wird das mehr als 700 Jahre alte Wahrzeichen einmal im Jahr von einem Experten begutachtet. Immer wieder finden sich dabei neue Schadstellen. Mehrere Hohlräume mussten in der Folge geschlossen werden.

Die Stadtmauer umschließt den Alstadtkern zu etwa 80 Prozent – auf einer Länge von 1750 Meter.
Umfassend saniert wurde die Verteidigunsganlage zuletzt 1996.

„Die Mauer ist ein Langzeitprojekt“, sagt Kati Eschner und fügt hinzu: „Damit wird man nie fertig.“ Dank einer Zusage weiterer Gelder aus dem Topf der Städtebauförderung kann die Kommune jetzt immerhin die Vermessung der Stadtmauer in Angriff nehmen. Basierend auf den Daten, die das Büro von Stephan Fick in digitaler Form und in Zwei-D-Optik über die Mauer liefert, soll ein Sanierungs- und Kostenplan erarbeitet werden. Wie der dann umgesetzt wird, darüber werden sich die Stadtverordneten im Rahmen der Etatplanung verständigen müssen. Arbeitseinsätze gab es zuletzt im Bereich des Ruppiner Tores, wo der Efeu mit seinen Wurzel-Tentakeln das Mauerwerk ziemlich gelockert hatte. Im vergangenen Jahr wurde auch an einer anderen Stelle ein Schaden ausgemacht. Der Riss sei zwar geschlossen worden, sagt Kati Eschner. Die Reparatur stehe aber noch aus. „Wir müssen verhindern, dass die Mauer an dieser Stelle auseinanderdriftet. Es sind zwar nur Millimeter. Aber zur Sicherheit müssen wir da noch mal ran“, erklärte sie. Von den 2000 Bildern, die am Montag bei der Mauerfahrt entstanden, werden nur solche gespeichert, die das Steinband zeigen, verweist Stephan Fick auf die Einhaltung des Datenschutzes: „Alles andere sind für uns unnötige Datenmengen.“

Von Cindy Lüderitz

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