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Drei, zwei, eins – Kaminholz unterm Hammer

Grüneberger versteigert Roterlenholz Drei, zwei, eins – Kaminholz unterm Hammer

Irgendwann ist immer das erste Mal: Holz für den eigenen Kamin können Privatleute ersteigern. Auktionen von Holz sind in der Branche zwar durchaus üblich, allerdings gilt das eher für Wertholz.

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Das Kaminholz liegt bereit. Am Sonntag wird es versteigert.

Quelle: Presseinformation

Grüneberg. Eine Axt ist nicht nötig. Eine Säge vielleicht. Eine Geldbörse ganz sicher. Und eine laute Stimme: Wer auf zack ist, hat die Chance, zu einem möglicherweise passablen Preis zu einem warmen Stübchen zu kommen. Am Sonntag, 21. Februar, wird die Grüneberger Firma WaldCare versuchen, bei der ersten Kaminholzversteigerung in der Region Brennmaterial an den Mann zu bringen.

„Ich habe mich noch einmal schlau gemacht: Mir ist nur bekannt, dass ein Kollege in der Nähe von Brandenburg/Havel schon einmal Kaminholz versteigert hat“, sagt André Grützmann, Geschäftsführer der hiesigen Firma. „Insofern hat er mich animiert, so etwas mal auszuprobieren.“ Einen eventuellen positiven finanziellen Aspekt mit einem Event verbinden – diese Idee steckt dahinter. André Grützmann möchte sie gern einmal ausprobieren.

Die Mitarbeiter der Firma haben bereits vorgearbeitet. Das zu versteigernde Holz liegt in Stapeln abfuhrbreit am Weg. 109 Raummeter sind vorbereitet. Die Größe der Stapel beträgt 2,5 bis neun Raummeter und können bei der Auktion erworben werden. Raummeter sind quasi Kubikmeter – nur mit Luft. Das Holz stammt von der Roterle, die für die Industrie nicht besonders interessant ist, als Kaminholz schon.

Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten – so wird es am Sonntag heißen. André Grützmann wird der Auktionator sein. Er ist sich sicher, dass die Stapel zu wesentlich günstigeren Preisen weggehen als vergleichbares Holz von anderen Anbietern. Im Internet werden Preise ab 120 Euro für einen Kubikmeter aufgerufen; hier ist das Holz allerdings schon auf Kaminlänge gebracht. Bei der Versteigerungsaktion von WaldCare erhalten die neuen Besitzer drei Meter lange Stämme, die sie aus dem Wald bringen und dann noch zersägen müssen. „Das Besondere daran ist doch, dass die Leute irgendwann vor dem Kamin sitzen und sich sagen, dass sie das Holz nicht nur ersteigert, sondern auch bearbeitet haben“, so Grützmann. Er vermutet, dass die Preise zwischen 30 und 40 Euro pro Raumeter liegen könnten. „Wenn es mehr wird, um so besser.“

Das Höchstgebot wird – wie es bei einer Auktion üblich ist – darüber entscheiden, wer den jeweiligen Stapel sein Eigen nennen kann. „Es wird vor Ort eine Bestätigung für den Bieter geben, dass er gewonnen hat. Die Zahlung ist in bar oder per Überweisung möglich“, so der WaldCare-Geschäftsführer. Was die künftigen Eigentümer dann mit dem Holz machen, bleibt ihnen überlassen. Sie können es vor Ort auf Länge schneiden oder es abtransportieren und zu Hause weiterbearbeiten.

Wer Interesse an der ersten Versteigerung von Kaminholz im Kreis Oberhavel hat, sollte sich zwingend anmelden ( 0152/25 74 79 04). Treffpunkt ist am Sonntag, 21. Februar, um 12 Uhr am Solarpark in Grüneberg (gleich hinter dem Sportplatz). Von dort geht es per Auto weiter zu den Roterlen-Abschnitten.

Von Stefan Blumberg

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