Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Kammermusikfreunde spenden Konzerterlös
Lokales Oberhavel Kammermusikfreunde spenden Konzerterlös
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 13.09.2015
Die vier Musiker des „Nordlicht Quartetts“, alle Mitglieder des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Quelle: Privat
Anzeige
Birkenwerder

Die Kammermusikfreunde Birkenwerder haben ihr nächstes Kammerkonzert am Sonnabend, 12. September, in den Dienst der Initiative „Willkommen in Birkenwerder“ gestellt. Sämtliche Erlöse werden für Projekte zur Verfügung gestellt. Zum Beispiel soll für die in Birkenwerder untergebrachten Asylbewerber ein mehrsprachiges Heft als Wegweiser für den Ort angefertigt und zur Verfügung gestellt werden, sagt Hiram Villalobos, Mitbegründer der Willkommensinitiative. Über Schulen, Kindertagesstätten, Ärzte, Apotheken, Geldinstitute und die S-Bahn soll darin zum Beispiel informiert werden. Rechtsberatung für Flüchtlinge sei ein anderes Betätigungsfeld, bei dem der Initiative Kosten entstehen.

Ab 20 Uhr gastiert am Sonnabend die ortsansässige Violinistin Pauliina Quandt mit ihrem „Nordlichtquartett“ in Birkenwerder, allesamt übrigens Musiker des Deutschen Sinfonieorchesters Berlin (DSO), in Birkenwerder. Das Ensemble präsentiert ein anspruchsvolles Konzertprogramm mit Werken von Luciano Berio, Franz Schubert (bearb. A. Reimann) und Edward Grieg. Als Solistin bringt das Quartett die Sopranistin Yeree Suh mit, die in Franz Schuberts Werk „Mignon“ den Gesangspart interpretiert. Karten zum Preis von 20 Euro können unter  03303/59 84 55 oder per Email vorbestellt werden (birkenweigert@googlemail.com).

„Ich empfinde es als totale Bereicherung, dass die Flüchtlinge zu uns kommen“, sagt die in Finnland geborene Pauliina Quand, inzwischen selbst deutsche Staatsbürgerin. In Birkenwerder entdecke sie „eine neue Willkommenskultur, die sich in Birkenwerder entwickelt“, sagt sie. Diese schöne Entwicklung spüre sie auch in Overhavel und ganz Deutschland, sagt die Musikerin, die sich persönlich bei den Kammermusikfreunden, in der Kirchengemeinde und in der Willkommensinitiative engagiert. Und Musik sei in diesem Zusammenhang eine tragende Kraft, weil sie alle Nationen ohne Sprachbarrieren verbinde. Ganz ähnlich äußert sich Joachim Weigert, der in den vergangenen acht Jahren knapp 200 Konzerte in Birkenwerder organisiert hat.

Musik gibt es deshalb auch bei dem Straßenfest, das die Willkommensinitiative für den 12. September von 14 bis 18 Uhr vor der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in der Hubertusstraße organisiert hat. Dort wird zum Beispiel ein syrischer Berufsmusiker auftreten, der sonst auf Hochzeiten singt und spielt. Auch ein arabischer Trommler ist eingeladen. „Ich finde wichtig, dass sich die Kulturen kennenlernen und sich in diesem Rahmen die lokalen Bewohner und die Flüchtlinge kennenlernen“, sagt Hiram Villalobos.

Der Hintergrund: Im Wohnheim neben der Gesamtschule wohnen seit einiger Zeit Flüchtlinge aus Syrien und dem Iran. Das Straßenfest soll die Möglichkeit bieten, sich gegenseitig einmal vorzustellen und eine gute Nachbarschaft zu begründen. Diesen Asylbewerbern soll letztlich auch der Erlös des Kammerkonzertes in der Villa Weigert zugute kommen.

Von Helge Treichel

Oberhavel Fest bei der „Schön Kathrein“ - Die Vehlefanzer Mühle wird 200

Wann genau sich erstmals die Flügel der 9,50 Meter hohen Mühle im Wind drehten, ist nirgends notiert, aber nachweislich steht sie seit 1815 auf dem Hügel zwischen Vehlefanz und Schwante. Jetzt, nach 200 Jahren, wird gefeiert. Außerdem soll die „Namenlose“ getauft werden.

11.09.2015
Oberhavel 11. Benefizlauf des Strittmattergymnasiums Gransee - Erst fließt Schweiß, dann Geld

Sie laufen und laufen und laufen: Die Granseer Gymnasiasten, Verstärkung von den Grundschulen aus Menz, Zehdenick und Gransee sowie Mädchen und Jungen der Kita Bärenwald schrubbten am Mittwoch Kilometer um Kilometer für eine Klinik in Gambia.

10.09.2015

Katholische und evangelische Kirchengemeinden in Oberhavel folgen dem Aufruf des Papstes und wollen Flüchtlingsfamilien unterbringen. In vielen Kirchenliegenschaften sind dazu Umbauten erforderlich. Deshalb geht der Apell an die Gemeindemitglieder, bei sich privat Flüchtlinge aufzunehmen.

13.09.2015
Anzeige