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Kampagne „Alles pico, Bello!“

Hohen Neuendorf Kampagne „Alles pico, Bello!“

Die Stadt Hohen Neuendorf will jetzt mit einer Kampagne für saubere Spazierwege und Spielplätze sorgen. Die städtischen Mülleimer sollen gekennzeichnet werden. Allerdings will die Verwaltung nicht als Schulmeister auftreten, sondern mit Witz und Wortspielen.

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Axel Freiherr vom Bauhof und Roland Matticzk von der Berliner Agentur Sehstern, die im Auftrag der Stadt tätig ist.

Quelle: Helge Treichel

Borgsdorf. Jeder kennt und hasst dieses unvergleichliche Gefühl, wenn man in eine von Blättern gut getarnte weiche Masse tritt, auch als Tretmine bekannt. Die Stadt Hohen Neuendorf will jetzt mit einer Kampagne für saubere Spazierwege und Spielplätze gegensteuern. Denn seit der ersten Runde des Bürgerhaushalts seien die Anmerkungen der Einwohner zum Thema Sauberkeit auf den Straßen und Entsorgung von Hundekot „vielfältig“, sagt Ariane Fäscher, Fachbereichsleiterin für Marketing und Kommunikation. Durchschnittlich zehn Vorschläge würden sich allein diesem Thema widmen.

Im Bürgerhaushalt 2016 sei dann die Idee entstanden, die städtischen Mülleimer zu kennzeichnen: „Ein grasgrüner Deckel mit einem frechen Motiv soll die Hundebesitzer freundlich animieren, die mitgeführten Tüten direkt in den Müll und nicht an den Wegrand zu entsorgen“, sagt sie beim Startschuss am Montagnachmittag auf dem Waldspielplatz in Borgsdorf. An Orten wie diesem, in der Nähe von Waldrändern und anderen beliebten Hundeauslaufstellen sollen die ersten sechs von insgesamt 142 Papierkörben im Stadtgebiet mit den neuen Deckeln ausgestattet werden, so Ariane Fäscher. Stück für Stück würden danach die restlichen Behälter umdekoriert. Das geschehe sukzessive im Geschäft der laufenden Verwaltung. Außerdem seien in diesem Jahr 16 zusätzliche Mülleimer im Stadtgebiet aufgestellt worden. Viele Einwohner würden gar nicht wissen, dass der Hundekot im normalen Müllbehälter entsorgt werden kann und darf. „Wir wollen aber nicht schulmeistern, sondern für ein Lächeln sorgen,“ beschreibt die Stadtvertreterin die Philosophie der Verwaltung bei dieser Aktion.

Mülleimer mit eingetüteter Hundekacke

Mülleimer mit eingetüteter Hundekacke.

Quelle: Helge Treichel

Einen ersten Ansatz hatte es bereits vor zwei Jahren im ersten Bürgerhaushalt gegeben. Am Hainweg waren im Zuge eines Pilotprojekts Tütenspender aufgestellt worden. Die seien nicht nur wahnsinnig teuer gewesen, sondern hätten auch ihre Wirkung verfehlt: „Wir haben nicht weniger Kot, er ist jetzt nur besser verpackt.“ In Büschen und an Bäumen würden die Beutel nun vielfach hängen.

„Ich finde es gut, dass die Stadt offensiv mit dem Thema umgeht“, sagt Barbara Orth, die den Familienhund gerade ausgeführt hat und selbst nie ohne Tüte aus dem Haus geht. Als in der Nachbarschaft zu ihrem Ärger längere Zeit Tüten im Wald entsorgt wurden, hat sie selbst aufgeräumt: „Nicht unbedingt appetitlich!“

Liegenlassen geht nicht,,,

Liegenlassen geht nicht,,,

Quelle: W. Layer

Positiv reagiert auf die Kampagne auch Heidemarie Aschenbach, die ebenfalls in Borgsdorf auf Gassi-Tour ist. „Ich schmeiße das in den Hausmüll“, nennt sie ihre Entsorgungsstrategie. Praktischer allerdings wären ein paar mehr Papierkörbe. Ganz ähnlich sieht das Ursula Struck, die in Hohen Neuendorf mit einem Vierbeiner unterwegs ist. Auch sie wünscht sich ein paar mehr Müllbehälter. „Ansonsten ist das ganz in Ordnung bei uns“, sagt sie und nennt dann doch noch ein anderes Problem, das sie und ihre Nachbarinnen beschäftigt: die Entsorgung des Laubes von Straßenbäumen.

Ein freches Image für die Stadt

Vor einem knappen Jahr stellte Roland Matticzk die neue Imagekampagne der Stadt Hohen Neuendorf vor.

Das neue Logo ziert seitdem nicht nur die neu gestaltete Internetseite, sondern auch die Fahrzeugflotte des Bauhofes.

Matticzk entwickelt schon länger flotte Sprüche.

Von ihm stammt zum Beispiel das Plakat, mit dem um Aktive bei der Freiwilligen Feuerwehr geworben wird. Botschaft: „Frauen an den Herd!“.

Jedoch ist noch ein Wort eingefügt worden, sodass es eigentlich heißt „... an den Brandherd“.

Von Helge Treichel

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