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Kampbrücke wird später fertig

Betonmischer rücken an / Schalung für den Überbau ist komplett / Unterbau steht Kampbrücke wird später fertig

 Die Mischer rücken heute in Zehdenick an, um den Beton für den Überbau der neuen Zehdenicker Kampbrücke zu schütten. Die letzten Arbeiten an der Schalung sind am Mittwoch abgeschlossen worden.

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Kampbrücke: Letzte Arbeiten an der Verschalung, ehe heute der Beton geschüttet wird.

Quelle: Andreas Röhl

Zehdenick. Trotz des Fortschritts wird die Zeit wahrscheinlich nicht reichen, um die Brückensanierung bis Ende des Jahres abschließen zu können, schätzte gestern Johannes Frank, beim Landesbetrieb Straßenwesen für den konstruktiven Ingenieurbau verantwortlich, ein. Sollte es früh sehr kalt werden und lange so bleiben, gäbe es auf der Bundesstraße 109 eine Winterbaustelle. Da sei es von Vorteil, so Frank, dass es die Ersatzbrücke gibt, über die der Verkehr recht problemlos fließt.

Die Unterbauten stehen im Wesentlichen, nun wird der Überbau in überhöhter Lage fertiggestellt. Die Baustelle musste etwas gen Himmel rücken, damit das Traggerüst noch darunter passt, ohne dass es vorüberfahrende Boote behindert. Der Landesbetrieb ist verpflichtet die Durchfahrtmöglichkeit für den Schiffsverkehr zu gewährleisten - 450 4.50Meter muss unter der Brücke Platz bleiben. So ist wird es von der Schifffahrtsverwaltung gefordert. Diese Vorgabe wäre nicht erfüllt, wenn die Bauarbeiten in Höhe der alten Kampbrücke über die Bühne gingen.

Beim heutigen Schütten des Betons wird nun strikt darauf geachtet, dass der Wassergehalt in der Masse begrenzt ist. Schon in der Phase des Abbindens soll der Beton dann mehr und mehr unter Druck gesetzt werden. Zunächst leicht, dann immer mehr. Das geschieht durch die eingearbeiteten Spannstähle. Durch diese Methode erhöht sich die spätere Tragfähigkeit des Bauwerks. Dieser Druck wird durch Spannglieder ausgeübt, die gezogen werden. Man spricht davon, dass der Druck der Spannstähle auf den Beton abgesetzt wird, erklärt Johannes Frank. 28 Tage werden benötigt, bis die entgültige Festigkeit des Überbaus erreicht ist. Erst dann kann damit begonnen werden, ihn auf die Lager abzusenken. Das wird frühestens Mitte November der Fall sein und auch dann ist die Brückensanierung noch nicht abgeschlossen. "Unsere Sorge ist, dass das Wetter schlechter wird. Wir können nur witterungsbedingt arbeiten", sagt der Fachmann vom Landesbetrieb. Er überwacht die Zehdenicker Arbeiten fachlich. Da am Ende die Qualität oberste Priorität hat, werde nicht unnötigerweise auf die Tube gedrückt, sollten die äußeren Umstände es nicht zulassen. Die müssen stimmen, wenn das gesamte Bauwerk mit einer Bitumenschweißbahn abgedichtet wird. Der Beton muss dafür richtig trocken sein.

Im Anschluss sind dann die Fahrbahnübergangskonstruktionen vom Brückenbauwerk zur Straße einzubauen. Die sind notwendig, um spätere Verformungen des Überbaus auszugleichen. Dazu kann es kommen, wenn die Temperaturen schwanken oder sich die Verkehrsbelastung auf die Brücke überträgt. Ganz am Ende kommt schließlich die neue Asphaltdecke drüber.

Mit der Sanierung der Kampbrücke war im Februar dieses Jahres begonnen worden. Die Kosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Alles in allem werden mit dem Abschluss der Arbeiten 550 Quadratmeter Straße neu geschaffen, 5000 Kubikmeter Erde bewegt und 759 Kubikmeter Beton verbaut worden sein. Etwa 100 Tonnen Betonstahl und zehn Tonnen Spannstahl sind verplant.

Von Andreas Röhl

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