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Oberhavel Kampf für die Ehrlichkeit
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18:38 10.10.2017
Um diesen Weg geht es Manfred Saborowski (links). Quelle: Stefan Blumberg
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Altthymen/Dahmshöhe

Eigentlich ist die schier unendliche Geschichte um die Öffnung des Dahmshöher Weges abgehakt. Die Stadt Fürstenberg hat den etwa 1,7 Kilometer langen Waldweg, der von der Bundesstraße 96 bis zum Haus Dahmshöhe führt, vor einigen Wochen vom Landesbetrieb Forst übernommen. Damit ist er wieder uneingeschränkt für jedermann befahrbar. Die Forst hatte das über Jahre nicht zugelassen und damit argumentiert, dass der Weg nicht öffentlich sei.

Genau dieser Punkt wurmt den Alttymener Ortsvorsteher Manfred Saborowski (Die Linke) seit Langem. Und deshalb fügt er der Geschichte noch ein weiteres Kapitel hinzu. „Der Weg war schon zu DDR-Zeiten öffentlich. Im Einigungsvertrag heißt es, dass sich daran nichts ändert“, sagt Manfred Saborowski. Doch die Forst habe Schranken aufgestellt und so die Zufahrt nach Dahmshöhe – insbesondere zum Haus Dahmshöhe – versperrt. Für den Ortsvorsteher ein Unding: Erstens, weil der Weg seiner Auffassung nach immer öffentlich war; zweitens, weil im Haus Dahmshöhe im Jahr etwa 7000 Übernachtungen gezählt werden. Die Gäste des Hauses mussten in den vergangenen Jahren einen Umweg von etwa acht Kilometern fahren.

Der Ortsvorsteher legt Beweise vor

Manfred Saborowski recherchierte, um dem Brandenburgischen Forstministerium zu beweisen, dass der Weg öffentlich war und ist. Er stieß unter anderem auf die im Jahre 1994 erstellte Dorferneuerungsplanung von Altthymen, wozu Dahmshöhe gehört. Dort ist im Zusammenhang von der verkehrsmäßigen Anbindung Altthymens „über einen unbefestigten Verbindungsweg, der von Altthymen in südwestlicher Richtung über den Ortsteil Dahmshöhe zur Bundesstraße 96 führt“ die Rede. Und: Der Weg von Dahmshöhe zur B 96 sei durch Militärfahrzeuge sowie land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sehr stark zerfahren und sanierungsbedürftig. Der Clou für Manfred Saborowski: Die Planung wurde vom Land Brandenburg – dem Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten – in Auftrag gegeben. „Also die Behörde, die in den letzten Jahren immer behauptete, der Weg ist nicht öffentlich.“

Aus dem Grund geht der Altthymener erneut auf eigene Kosten gegen das Land Brandenburg vor. „Das Land stellte unwahre Behauptungen auf. Das soll richtiggestellt werden.“ Am 27. September 2016 sei ein Eilantrag von Saborowski zur Feststellung der Öffentlichkeit des kommunalen Weges von Altthymen über Dahmshöhe zur B 96 abgewiesen worden. Geglaubt worden war laut Saborowski den Aussagen des Landes, dass der Weg nur während Baumaßnahmen öffentlich gewesen sei, ansonsten nie. „Diese Aussagen sind gelogen.“ Deshalb erwartet er vom Verwaltungsgericht die Wiederaufnahme jenes Verfahrens. „Ich will damit lediglich beweisen, dass in dem Fall mehrfach offensichtlich gelogen und damit das Gericht getäuscht wurde.“

Von Stefan Blumberg

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