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Oberhavel Weg mit dem Speck
Lokales Oberhavel Weg mit dem Speck
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00:30 29.06.2015
Reporterin Laura Sander ist nach wenigen Minuten aus der Puste – jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
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Seeburg

Das Wasser glitzert, alles riecht nach Sonnencreme und das Eis schmeckt herrlich. Die ersten warmen Tage verbringe ich für gewöhnlich draußen und wenn es geht an einem See. In diesem Jahr hat mir meine nicht vorhandene Bikini-Figur aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich würde nicht sagen, dass ich unbedingt unsportlich bin, in den letzten Jahren habe ich meinen Körper aus mangelnder Motivation jedoch komplett von sportlichen Aktivitäten ferngehalten. Unzählige Schokoladen-Tafeln, Burger und Co. rächen sich natürlich irgendwann. Es muss sich etwas ändern und zwar schnell.

Joggen und Fitnessapps ausgeschlossen

Da ich ein ganz schlechter Selbstmotivator bin, schließe ich Joggen und Fitnessapps fürs Smartphone von Anfang an aus. Training in einem Fitness-Discounter habe ich versucht und schnell gemerkt, dass mich die stickige Luft, ständig besetzte Geräte und überfüllte Kurse nicht motivieren, sondern mein Aggressionspotenzial steigern. Zudem habe ich mich immer ein wenig hilflos gefühlt. Mache ich die Übung richtig? Wie trainiere ich meinen Bauch weg? Sollte ich weniger Gewichte nehmen? Ich wurde zur Karteileiche.

Kurse sind eine Frauendomäne

Gespannt betrete ich daher den Scuplt Fitness Club in der Havellandhalle in Seeburg. „60 Mitarbeiter kümmern sich um rund 2000 Mitglieder, die meist aus der näheren Umgebung zu uns kommen“ , sagt Studioleiter Jan Mattukat und drückt mir ein Wasser in die Hand. Wie sehr ich es brauchen würde, war mir bis dahin nicht bewusst. Um 10.30 Uhr finden sich rund zehn Teilnehmer für den Kurs „Bodyshape“ in einem der drei Kursräume ein. Nur ein Mann traut sich in die weibliche Domäne. „Es ist tatsächlich so, dass Frauen das Kursangebot viel häufiger nutzen. Männer findet man eher an den Geräten“, so Studioleiter Mattukat.

Aufwärmübungen – Noch ist alles in Ordnung. Quelle: Tanja M. Marotzke

Trainerin Julia beginnt ganz ruhig mit Aufwärmübungen. Schon nach wenigen Minuten tropft mir der Schweiß nur so von der Stirn. Nach dem gefühlt 100.  Ausfallschritt brennen mir die Beine und ich bin froh, dass ich das Tempo halbwegs durchhalte. An Liegestützen und dem klassischen Unterarmstand scheitere ich dann jedoch kläglich. Mehrfach werde ich von Julia zur richtigen Haltung ermahnt. Ich bin ihr dankbar.

200 Kurse pro Woche

Etwa 200 Kurse werden in dem Seeburger Fitness Club, der 1999 eröffnet worden ist, wöchentlich angeboten. Mit Yoga, Spinning, Zumba, Fatburner Workouts und dem legendären Nordic Walking am Sacrower See bringen sich die Skulpt-Mitglieder in Form. Neben den betreuten Einheiten findet rund ein Drittel der Kurse virtuell statt. Die Teilnehmer sehen die Übungen auf einem Bildschirm und absolvieren so ihr Training. Den neusten Trend „Jumping Fitness“, also Konditionstraining auf einem Trampolin, bietet der Club seit Anfang des Jahres an. „Jumping ist konditionell sehr anspruchsvoll, gleichzeitig aber gelenkschonend. Die Kurse sind sehr beliebt“, so Mattukat. Bestmöglich zur Sommerfigur kommt man laut des Fitness-Profis übrigens nur durch Kontinuität. „Man muss Sport in seinen Alltag einbinden und etwas finden, das einem Spaß macht. Sinnvoll ist Sport nur, wenn Ausdauer und Kraft gleichermaßen trainiert werden.“

Spezielles Training



Das Studio bietet ein spezielles Elektrostimulationstraining an. Elektroden werden am Körper angebracht und die Muskeln während des Workouts mit elektrischen Impulsen stimuliert.

Die Mitgliedschaft ist nach einem Modulprinzip aufgebaut. Jeder Sportler kann zusammenstellen, was er nutzen möchte (Sauna, EMS, Zirkel, Kurse etc.). Eltern können ihre Kinder mitbringen. Es gibt täglich zu bestimmten Zeiten eine Kinderbetreuung.

Weitere Informationen im Internet unter www.sculpt-fitness.de.

Überwundener Scheinehund und Muskelkater

Der Muskelkater kündigt sich an. Quelle: Tanja M. Marotzke

Mittlerweile ist mein Kopf hochrot und ich stehe nur noch wackelig auf meinen Beinen. Ich bin durchgeschwitzt, aber zufrieden, als Julia das Training mit Dehnübungen abschließt. Die anderen Kursteilnehmer haben ebenfalls leicht gerötete Wangen. So fertig wie ich sehen sie aber lange nicht aus. Bis zum nächsten Kurs sind es noch 20 Minuten. Genug Zeit für das achtminütige Zirkeltraining im Geräteraum. Eine personalisierte Chipkarte speichert die Daten und Einstellungen der Sportler. So bleibt einem das nervige Umstellen von Hand erspart. Ich entscheide mich trotzdem dagegen und genehmige mir lieber noch ein Wasser an der Bar. Ich denke an den Muskelkater, der mir blüht und appelliere an meinen Schweinehund, in Zukunft mehr Bewegung zuzulassen.

Von Laura Sander

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