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Kampstraße: Teure Sanierung abgeschlossen

Zehdenick Kampstraße: Teure Sanierung abgeschlossen

Mit Baukosten in Höhe von fast einer Million Euro war die Sanierung der Kampstraße in Zehdenick die teuerste Straßenbaumaßnahme in der Amtszeit von Bürgermeister Arno Dahlenburg. Nach rund einem Jahr Bauzeit und der endgültigen Bauabnahme Ende März wurde die Anliegerstraße am Mittwoch offiziell übergeben.

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Stadtpolitik, Baufirmen und Anwohner Luca (r.) durchtrennten am Mittwoch in der Kampstraße das symbolische Band.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Mit Baukosten in Höhe von fast einer Million Euro war die Sanierung der Kampstraße in Zehdenick die teuerste Straßenbaumaßnahme in der Amtszeit von Bürgermeister Arno Dahlenburg (das ist er seit 2004). Da es trotz mehrerer Versuche nicht gelang, Fördermittel für den Ausbau der rund 630 Meter langen Strecke zu akquirieren, musste die Stadt selbst tief in die Kasse greifen – ebenso wie die Anwohner. Nach rund einem Jahr Bauzeit und der endgültigen Bauabnahme Ende März wurde die Anliegerstraße am Mittwoch offiziell übergeben.

Neben den Baukosten gab es bei diesem Projekt noch einige Besonderheiten und Tumulte. Der Bürgermeister erinnerte an die Debatte um das historische Kopfsteinpflaster, das einige Anwohner gerne behalten hätten. Es gab verschiedene Varianten, Proteste und Unterschriftensammlungen. Letztlich hat die Kampstraße mit der Asphaltdecke eine gänzlich neue Optik erfahren. Dass die archäologische Begleituntersuchung in einer der ältesten Straßen der Havelstadt – zwischen 1906 und 1910 für rund 15 000 Mark gebaut– ergebnislos verlaufen würde, hätte auch kaum jemand erwartet. Aber nachdem die Fachleute im ersten Bauabschnitt nichts fanden, wurde im zweiten und dritten Schritt schon gar nicht mehr gesucht.

Für Aufsehen und Ärger sorgte schließlich nach Baubeginn die Fällung sämtlicher Straßen-Bäume, die den Ablauf zu behindern drohten, weil sich das Wurzelwerk unglücklich unter der Fahrbahn und der Gehwegkante verzweigt hatte. Das wurde aber erst sichtbar, nachdem die Arbeiten begonnen hatten. Als Ersatz wurde eine komplett neue Rotdornallee mit 122 Bäumen und dazu ein Grünstreifen angelegt.

Mit der Baumaßnahme sei nicht zuletzt eines der kompliziertesten Tiefbauprojekte der letzten Jahre realisiert worden, betonte Dahlenburg. Dafür sorgte einerseits die Lage der Straße als Sackgasse, andererseits das gleichzeitige Erneuern von Ver- und Entsorgungsleitungen. Oliver und Luca, beide zehn Jahre jung, finden die neue Straße gut. Sie mögen besonders, dass sie jetzt besser Fahrrad fahren können. Und auch die neuen Lampen finden sie schick. Auf Wunsch des Seniorenbeirates der Stadt sollen mindestens zwei Bänke entlang der langen Geraden platziert werden – die Stadt möchte dem alsbald nachkommen.

Von Cindy Lüderitz

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