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Kandidaten rüsten sich zur Stichwahl

Velten Kandidaten rüsten sich zur Stichwahl

Die Bürgermeisterwahl in Velten entschied Amtsinhaberin Ines Hübner (SPD) mit 46,2 Prozent für sich. In neun von elf Wahlkreisen lag sie vor Marcel Siegert (Pro Velten), der insgesamt 41,8 Prozent der Wählerstimmen erreichte. Hübner verpasste jedoch knapp die absolute Mehrheit. So wird es am 15. Oktober eine Stichwahl zwischen Hübner und Siegert geben.

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Bürgermeisterin Ines Hübner (m.) mit ihren Wahlhelfern am Abend des Wahlsonntags.

Quelle: Ulrike Gawande

Velten. Kurz, aber gut, habe er in der Nacht nach dem Wahlsonntag geschlafen, verrät Marcel Siegert (Pro Velten), der am Sonntag mit 41,8 Prozent den zweiten Platz bei der Bürgermeisterwahl in Velten hinter Amtsinhaberin Ines Hübner (SPD), die 46,2 Prozent erreicht, belegte. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,8 Prozent.„Auch wenn mancher noch mehr erhofft hat, bin ich mit dem Ausgang der Wahl zufrieden“, so das Fazit des Unterlegenen.

Tatkräftig begann auch Bürgermeisterin Hübner den Tag. „Ich bin Wahlsiegerin, auch wenn es nicht ganz zur absoluten Mehrheit gereicht hat.“ Viele Bürger hätten sie angesprochen, die Daumen gedrückt, so Hübner, die seit 2009 die Geschicke der Stadt leitet und viele positive Veränderungen für die Ofenstadt erreichen konnte. Natürlich habe sie sich mehr erhofft, gibt Hübner zu. Bis zur anstehenden Stichwahl am Sonntag, 15. Oktober will sie mit ihrem Wahlkampfteam noch einmal alle Kräfte investieren. Acht Helfer gehören zum engeren, mehr als zwanzig zum erweiterten Wahlkampfteam, die hinter der 54-jährigenVerwaltungsbeamtin, die früher im Bereich der Wirtschaftsförderung tätig war, stehen. Genaue Pläne und Ideen, wie der Wahlkampf in den nächsten drei Wochen gestaltet werden soll, wollte Hübner am Montagabend mit ihrem Team beraten. Klar sei jedoch, dass man um „jede Stimme werben werde“, gab sich Hübner, die 2009 die Stichwahl gegen ihren Amtsvorgänger Heiko Manthey (parteilos) klar gewonnen hatte, kämpferisch. „Wir müssen möglichst jeden mobilisieren, am 15. Oktober wählen zu gehen.“

Auch Marcel Siegert wollte Montagabend mit seinen Wahlkampfhelfern den Ausgang des Wahlsonntags besprechen, die Zahlen analysieren, um zu beraten, wo in den nächsten drei Wochen angesetzt werden soll. „Die Ausgangslage ist nicht schlecht“, so Siegert, deshalb werde man nicht alles neu machen. „Das Motto bleibt gleich.“ Definitiv werde es kein Fest geben, versicherte Siegert. Auch wenn das Oktoberfest ein Erfolg gewesen sei. „Das könnte man öfter machen.“ Doch sei das Fest von Beginn an als Wahlkampfabschluss geplant gewesen, verrät der Pro-Velten-Vorsitzende. „Aber es wird Aktionen geben.“ Er habe viele Glückwünsche zum Wahlergebnis erhalten, berichtete der 38-jährige gelernte Restaurantfachmann, der heute als Assistent der Geschäftsleitung eines Lebensmittelservices arbeitet. „Es macht Hoffnung, dass man nicht alleine ist, sondern viele hinter einem stehen.“ Auf Siegerts Homepage läuft mittlerweile ein Countdown, der die Tage bis zum 15. Oktober herunterzählt. Neben den Erklärungen zu den nötigen Formalitäten einer Stichwahl, können Besucher von Siegerts Internetseite zudem gleich online eine Wahlkampfspende per Paypal bezahlen.

Am schlechtesten hatte Marcel Siegert bei den Briefwählern abgeschnitten, von denen er nur 35 beziehungsweise 38,5 Prozent erreichen konnte. Anders hingegen Ines Hübner, die bei den Briefwählern mit 53,1 und 51,2 Prozent die meisten Stimmen verbuchte. Dafür lag die Bürgermeisterin bei den Wählern im Wahlbezirk 8, die im Bürgerhaus Velten-Süd ihre Stimme abgaben, hinten. Hier erreichte sie nur 35,1 Prozent der Stimmberechtigten. Marcel Siegert konnte hier 112 Wähler mehr von sich überzeugen und erreichte 54,1 Prozent. Hübner sieht es daher als wichtige Aufgabe an, auch dort mehr Wähler von ihrem Konzept zu überzeugen. „In Velten-Süd ist in den letzten Jahren viel passiert.“ Sie habe auch als Person viel für die Menschen getan und erreicht, beispielsweise hinsichtlich des Ausbaus von Kitas und Wohnungen. „Das muss ich ihnen deutlich machen.“

Die bei der Wahl mit nur 6,4 Prozent unterlegene Gegenkandidatin Petra Künzel (Einzelbewerberin) hatte schon am Wahlabend Siegert und Hübner zum Erreichen der Stichwahl gratuliert. Mit 8,2 Prozent der Wählerstimmen erzielte Künzel im Wahlbezirk 6 (Wahllokal Oberschule) ihr bestes Ergebnis. Bürgermeisterkandidat Robert Wolinski (NPD) erreichte 5,6 Prozent der Wähler und konnte im Wahlbezirk 4 (Wahllokal Gymnasium) mit 8,4 Prozent die meisten Wähler von sich überzeugen, was exakt 46 Stimmen entspricht. In ganz Velten votierten 394 Wähler für ihn.

Von Ulrike Gawande

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