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Karma: Eine Hündin zieht um

Oranienburg Karma: Eine Hündin zieht um

Antje Huge (31) aus Oranienburg hat sich gleich in Karma verliebt. Die vierjährige Terriermix-Hündin stammt eigentlich aus Madrid, kam dort ins heim und wurde von einem Hohen Neuendorfer Verein nach Deutschland geholt. Antja Huge fand das Foto auf Facebook.

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Antje Huge aus Oranienburg mit der Hündin Karma auf dem Platz des Hundesportvereins in Kremmen.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Ein Herz und eine Seele: Die vierjährige Karma, ein Terrier-Mix, lebt erst seit dem vergangenen Dienstag bei Antje Huge in Oranienburg. Man könnte sagen: Es war Liebe auf den ersten Blick.

Antje Huge hatte auch vorher schon einen Hund, einen Labradormischling. „Er war am Ende sehr krank“, erzählt die 31-Jährige. Krebs hatte sich auf die Knochen gesetzt, es war ein langer Weg. Im Februar ist das Tier dann verstorben. Drei Monate lang war Antje Huge ohne Hund. In privaten Haushalten hatte sie sich Tiere angesehen, „aber das hat nicht gepasst.“ Auf Facebook im Internet entdeckte sie dann aber das Foto von Karma. „Als Erstes hat mich tatsächlich der Name fasziniert.“ Der Verein „Hundeträume werden wahr“ aus Hohen Neuendorf versuchte im sozialen Netzwerk das Tier zu vermitteln.

Ursprünglich kommt Karma aus Spanien. Die Hündin lebte in Madrid bei zwei Frauen. Als eine der beiden aber schwer krank wurde, konnten sie sich nicht mehr um Karma kümmern. Sie kam in ein Heim. Von dort holte sie der Hohen Neuendorfer Verein nach Deutschland – in eine Pflegestelle bei Biesenthal. Antje Huge schrieb den Verein an – sie wollte Karma kennenlernen und schauen, ob die beiden zusammen passen würden. Dann die erste Begegnung in der Pflegestelle: „Sie kam gleich auf mich zu. Es war das Gefühl, was ich haben wollte.“ Sie hat das Tier aber nicht gleich mitgenommen. Mehrere Male war die Oranienburgerin dort, lernte Karma näher kennen. Und: „Ich finde, wenn zu Hause ein neuer Hund einzieht, dann muss man sich ein paar Tage frei nehmen.“ Auch das musste sie erst mal regeln. Dass der Hund aus einer Pflegestelle kam, war Antje Huge besonders wichtig. „So konnten sie mir schon über den Hund erzählen“, sagt sie.

Um Karma endgültig mit nach Oranienburg nehmen zu können, zahlte sie an den Verein eine Vermittlungsgebühr in Höhe von 300 Euro. Darin enthalten waren 80 Euro für den Tierarzt, damit das Tier auch wirklich gesund ist, 120 Euro für das Heim in Madrid und 100 Euro für den Transport von Spanien nach Deutschland.

Ein spannender Augenblick ist es, wenn der Hund das erste Mal in seine neue Umgebung kommt. „Ich bin mit ihr in die Wohnung und habe sie erst mal gucken lassen.“ Drei Minuten sah sich Karma in ihrem neuen Zuhause um, dann legte sie sich auf ihren da bevorzugten Platz ab. Es war nicht irgendeiner, sondern der, den auch Antje Huges vorheriger Hund als Lieblingsplatz ausgesucht hatte. „Jetzt ist sie sehr chillig“, sagt die Oranienburgerin. „Sie ist total pflegeleicht.“ Dreimal am Tag geht sie mit Karma raus. Auch das Alleinsein übt sie schon mit ihrem Hund. „Ich gehe raus, schließe die Tür und dann gucke ich.“ Karma legt sich auf das Sofa. Offenbar kann sie das Alleinsein gut verkraften, wenn ihr Frauchen dann wieder arbeiten gehen muss. „Aber Freunde haben auch einen Ersatzschlüssel, wenn was ist.“

Antje Huge hat sich bewusst nicht für einen Welpen entschieden, sagt sie. „Der braucht noch eine ganz andere Aufmerksamkeit, Karma ist ganz ruhig.“ Die 31-Jährige mag es, dass jemand da ist, wenn sie nach Hause kommt. „Mir hat auch die Bewegung gefehlt, spazieren gehen ohne Hund, macht für mich keinen Sinn.“

Sie ist seit zwei Jahren Mitglied im Hundesportverein Kremmen-Schwante. „Damals habe ich noch in Kremmen gewohnt, da war es logisch, dass ich dorthin gehe. Ich finde es schön, dass es dort so eine Gemeinschaft gibt, die einem mit Rat und Tat zur Seite steht.“ Die Vereinsvorsitzende Astrid Braun half ihr auch, als Antje Huges Labradormischling schwer krank war und untersucht werden musste. „Und für den Hund ist es auch gut, im Verein Kontakte zu den Artgenossen zu bekommen.“ Noch hat Karma etwas Probleme mit der Leine, „aber ich denke, das wird sie noch hinbekommen.“

Von Robert Tiesler

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