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Oberhavel Training für den Ernstfall
Lokales Oberhavel Training für den Ernstfall
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07:54 28.05.2014
Götz von Arnim (links) leitet das NHCS seit 2012. Quelle: Privat
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Hennigsdorf

Wenn die ersten Jets am neuen Großflughafen BER landen, könnten nicht nur viel mehr Menschen aus allen Kontinenten nach Berlin kommen. Dann steigt auch die Gefahr von Epidemien und Pandemien, erklärt Götz von Arnim. „Mit den neuen Flugrouten könnten bestimmte Dinge ein Einstiegstor bekommen, wir haben schon jetzt eine Einwanderung der Tuberkulose“, sagt der Geschäftsführer der „Nations Health-Career School of Management“ (NHCS). Von Arnim und seine fünf wissenschaftlichen Mitarbeiter entwickeln im Blauen Wunder in Hennigsdorf Bildungsangebote, mit denen an Hochschulen in ganz Europa Experten für solche Katastrophen geschult werden sollen. Ende des Jahres könnten die ersten Kurse angeboten werden.

Ausgebildet werden die Studenten dann zunächst in Szenarien wie Flutkatastrophen, Waldbrände oder terroristische Anschläge. Jedes Szenario wird in einem Bildungsbaustein behandelt. Die Ausbildung hat einen theoretischen Teil, soll aber möglichst realitätsnah sein. Denn: „Die Leute vor Ort müssen lebenswichtige Entscheidungen treffen, das sind große Stress-Situationen“, sagt Götz von Arnim. Trainiert wird das in der Ausbildung auf Übungsfeldern, auf denen Katastrophen wie chemische Unfälle, Fluten oder Massen-Crashs samt Verletzten und Einsatzkräften nachgestellt werden. Die künftigen Experten sollen auch in Kommandozentralen gesetzt werden, in denen sie in simulierten Katastrophen etwa die Rettungskräfte koordinieren. „Da kann es Lärm, Fernsehen oder Türenknallen geben, damit die Leute wissen, worauf es ankommt.“ Auch einen MBA-Studiengang zum Disaster-Manager soll es einmal geben, die Zulassung dafür könne jedoch noch ein paar Jahre dauern, sagt von Arnim.

Zu Katastrophen in der ganzen Welt könnten mit einer solchen Ausbildung künftig einheitlich ausgebildete Spezialisten im Namen der EU – statt bisher der einzelnen Länder – geschickt werden. Die Europäische Union wäre mit diesen Teams nicht nur international sichtbarer in der humanitären Hilfe. „So könnten wir unterschiedliche Kompetenzen der Nationen besser bündeln, etwa in der medizinischen Versorgung, der Grundwasseraufbereitung oder im Rettungsdienst“, so von Arnim.

Doch auch im Land Brandenburg, wo es immer wieder zu Dürren, Waldbränden oder Fluten kommt, könnten solche Experten künftig gebraucht werden. „Aufgrund des Klimawandels wird es viele kleinteiligere Katastrophen geben“, prophezeit Götz von Arnim. Auch terroristische Anschläge seien nach den Worten des Experten gerade in Berlin nicht auszuschließen. Für solche Szenarien sei es auch nötig, die Bürger aufzuklären. Unter anderem müssten Erste-Hilfe-Kurse aufgefrischt werden. Da sieht von Arnim jeden in der Verantwortung. Bei Brand oder  einer Flut reiche es ja nicht, einfach die Feuerwehr zu rufen und dann abzuwarten. „Aber die meisten Leute sind da heute unfähig, zu helfen.“

Von Marco Paetzel

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