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Katrin Saß ist die Neue

Bergfelde Katrin Saß ist die Neue

Katrin Saß ist die neue Leiterin der Ahorn-Grundschule in Bergfelde. Die 50-Jährige liebt das Lesen und Gestalten. Nur zu unterrichten, ist ihr persönlich zu wenig. Das möge nicht arrogant klingen, sagt sie. Doch sie habe schon viel gemacht _ Inklusionsklassen aufgebaut und in Frankreich unterrichtet.

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Katrin Saß steigt die Wendeltreppe zum Sekretariat hoch, das sich im Obergeschoss der Bergfelder Ahorn-Grundschule befindet.

Quelle: Enrico Kugler

Bergfelde. Jeden Tag schreibt sie sich Fragen auf, die sie als nächstes stellen will. Katrin Saß (50) ist seit 1. Februar die neue Leiterin der Ahorn-Grundschule in Bergfelde. Sie möchte ihre Schule kennenlernen, bevor sie sich zu eigenen Ideen äußert. Zwei Dinge an dieser Grundschule gefielen ihr schon, als sie sich für den Posten beworben hatte: Lesen als Schulprofil und der schöne alte Schulbau mit dem Treppenturm und dem modernen Anbau, der die Ortsteilbibliothek Bergfelde beherbergt. Katrin Saß liebt alte Gebäude. „Was diese Steine alles erzählen könnten“, stellt sie sich vor. Und in einer „Lesenden Schule“ zu arbeiten, trifft auf ihre eigene Leidenschaft des Lesens. „Das Lesen eröffnet einem Welten“, sagt Katrin Saß. Sie selbst liest gerne Romane, die Vergangenheit mit der Gegenwart verbinden. Zum Beispiel die drei Romane von Ken Follett „Sturz der Titanen“, „Winter der Welt“ und „Kinder der Freiheit“. Diese seien geschichtlich genau recherchiert und würden viele politische Hintergründe offenbaren. Damit sie Buchtitel und Inhalte der Romane nicht vergisst, notiert sie diese in einem Internetblog. Dort können Freunde ihre Meinung dazu äußern und sich Empfehlungen holen, welches interessante Buch sie mal verschenken könnten.

Katrin Saß ist eine Lehrerin, die viel Spaß am konzeptionellen Gestalten hat. Nur zu unterrichten, das sei ihr „persönlich zu wenig“. Das solle nicht arrogant klingen, doch sie sei vielseitig interessiert und habe schon viel gemacht. Sie hatte die erste Integrationsklasse von 1993 bis 1999 in der damaligen Comenius-Schule Oranienburg geführt. Sie ist ausgebildete Moderatorin für gemeinsamen Unterricht, so die damalige Bezeichnung für Inklusion. Drei Jahre lang nahm sie am Grundschullehreraustauschprogramm in der Nähe von Straßburg in Frankreich teil. Sie unterrichtete bilinguale Klassen und hat sich ihren Traum erfüllt, Französisch gut sprechen zu können. Zurück in Deutschland unterrichtete sie bis 2016 Grundschüler an der Europaschule in Schildow auch in Französisch. Dazu hat sie nun an der Bergfelder Ahorn-Grundschule nicht mehr die Möglichkeit. Doch mit Hilfe ihrer Freunde in Frankreich erhält sie sich ihre Sprachkenntnisse.

Katrin Saß, geboren und aufgewachsen in Oranienburg, lebt seit ihrer Scheidung in Berlin. Hier genießt sie Kultur mit Ausstellungen, Theater und Kino und trifft gern Freunde. Sie freut sich, an der Bergfelder Schule von ihren Kollegen warm und offen aufgenommen worden zu sein. Ihr erster Eindruck: „Eine gewachsene Schule, an der ganz viel gut läuft.“ Ein Wettstreit im Rezitieren von Gedichten wird gerade vorbereitet. Schon Erstklässler werden in die Bibliothek eingeladen. Eine Idee verrät Saß dann doch. Mit den Schülern einen Blog erstellen. Schüler schreiben, was sie gelesen haben. „So lernen sie, zu formulieren und die richtige Zeitform zu verwenden.“ In dieser schnelllebigen Zeit innezuhalten und wahrzunehmen, was denn schön war, das will sie den Kindern unbedingt vermitteln.

Von Marion Bergsdorf

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