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Oberhavel Katzen mit Kulleraugen sind beliebtes Motiv
Lokales Oberhavel Katzen mit Kulleraugen sind beliebtes Motiv
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00:29 19.06.2015
Das ist die Eulzer-Glückwunschkarte zum Geburtstag, die seit Jahren am besten verkauft wird. Quelle: Enrico Kugler
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Hennigsdorf

Die einen finden sie niedlich und würden die Karte sofort kaufen. Andere schütteln den Kopf und bezeichnen sie als Kitsch. Die Rede ist von der Geburtstagskarte der Hennigsdorfer Firma Eulzer, die vier junge Katzen abbildet. Diese schauen einen mit beweglichen Kulleraugen an. Es ist die Glückwunschkarte von Eulzer, die seit Jahren am besten verkauft wird.

Firmenchef Reinhard Nowozin (l.) zeigt Bürgermeister Andreas Schulz die Motivfülle der Karten. Quelle: ENRICO KUGLER

Von der Vielfalt der Motive, die die acht Grafiker bei Eulzer entwickeln, konnte sich gestern beim Firmenrundgang auch Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz überzeugen. Er war nicht das erste Mal bei Eulzer. Doch im Zuge der städtischen Initiative, mit regelmäßigen Besuchen bei Unternehmen die Wirtschaft zu fördern, nahm Schulz die Einladung der Firma gerne an. Neben Geschäftsführer Reinhard Nowozin (60), der das Unternehmen Mitte 2006 übernommen hatte, auch dessen Sohn Benjamin (32), der dem Vater seit Januar zur Seite steht. Reinhard Nowozin berichtete dem Bürgermeister, dass der Markt seit drei Jahren drastisch rückläufig sei. Im Einzelhandel würden rund zehn Prozent der Geschäfts schließen, weil es keinen Nachfolger gebe. Die 32 Außendienstmitarbeiter von Eulzer müssten stärker auf die Filialketten zugehen. 600 000 Euro habe man pro Jahr in den Marktaufbau investiert, letztlich ein Grund für weniger Gewerbesteuer.

22 Millionen Karten

Kurt Eulzer gründete 1935 einen Kunstverlag in Berlin. Die Karten wurden aufwändig per Hand koloriert.

Der Glückwunschkartenverlag wurde 1986 neu gegründet. Das Unternehmen zog 1997 aus Berlin nach Hennigsdorf.

22 Millionen Karten werden jährlich von 100 Mitarbeitern und etwa 50 Heimarbeitern hergestellt.

Die Stadt Hennigsdorf beklagt sinkende Gewerbesteuereinnahmen. Von ehemals zehn Millionen Euro sind sie auf derzeit sechs Millionen Euro gesunken.

Dennoch sind sich die Eulzer-Firmenchefs einig: Die Glückwunschkarten werden bleiben. Denn sie drücken eine höhere Wertschätzung gegenüber dem Adressaten aus als eine E-Mail. Allerdings werden in Deutschland nur 6,7 Karten pro Person im Jahr geschrieben. In England und Amerika sind es 49 Karten. Mit neuen Kreationen versuchen die Eulzer-Designer auf dem Markt zu punkten _ mit Drei-D-Karten, die durch das Verwenden von Prismafolie einen Blick in die Tiefe gestatten, oder mit Musikkarten. Drei Sekunden lang „Atemlos“ von Helene Fischer beim Aufklappen einer Glückwunschkarte zu hören, das kommt an. Unterschiede gibt es zwischen West und Ost. Während die Westkunden schlichte Karten bevorzugen, sind im Osten farbenfrohe und gut mit Sprüchen gefüllte Karten beliebt. Natürlich gibt es in den neuen Bundesländern Karten zur Jugendweihe, zum Frauentag und zum Kindertag. Die Mindestauflage eines Kartenmotivs liegt bei 1000 Stück. Eulzer produziert ausschließlich für den deutschsprachigen Raum, weil Karten „Kultur und damit Emotionen transportieren“, sagt der Firmenchef.

In der Produktionshalle werden gerade die bunt glitzernden Weihnachtskarten gedruckt.

Von Marion Bergsdorf

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