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Kaum einer schneller, als die Polizei erlaubt

Die meisten Kraftfahrer hielten sich ans Tempolimit Kaum einer schneller, als die Polizei erlaubt

Der Himmel war zeitweise mit den Kraftfahrern im Bunde. Nachdem die drei Revierpolizisten Thomas Schröder, Lothar Meinke und René Güldener das Lasergerät Donnerstag in Fürstenberg an der B 96 auf Höhe des Schlosses aufgebaut hatten, mussten sie die Messung wegen Starkregens auch mal unterbrechen. Bei heftigem Niederschlag funktioniert die Technik nicht.

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Die Revierpolizisten Lothar Meinke, René Güldener und Thomas Schröder (v. l.) im Blitzer-Marathon-Einsatz in Fürstenberg.

Quelle: Anke Dworek

Fürstenberg. Der bundesweite Blitz-Marathon war schon vor Tagen angekündigt worden und Thema in allen Medien. Schwer vorstellbar, dass Kraftfahrer von der Aktion überrascht worden sind. Und doch war es so, sonst hätten sie in der Tempo-30-Zone in Fürstenberg besser auf ihre Geschwindigkeit geachtet. Zwischen 8.15 und 9.15 Uhr sind fünf Temposünder in die Falle getappt. Die Höchstgeschwindigkeit hielt eine Frau aus Fürstenberg. Sie fuhr 17 km/h zu schnell und konnte sich auch nicht erinnern, Tempo-30-Schilder gesehen zu haben. Dabei stehen die schon lange an einem Abschnitt der Ortsdurchfahrt. Obwohl die Polizisten noch die Toleranz vom gemessenen Tempo abzogen, waren 44 km/h dann doch zu viel und kosteten die Fahrerin 25 Euro.

Unter den kurzzeitig aus dem Verkehr Gezogenen befand sich kein Lastwagenfahrer. „Die informieren sich über Funk gegenseitig, wenn sie eine Laserkontrolle oder einen Blitzer sehen“, erklärte Revierpolizist Thomas Schröder. In Fürstenberg gab’s gestern übrigens beides. An der Ecke Unter den Linden/Lindenweg hatte der Landkreis seinen Blitzer postiert, der nach ein paar Stunden auf die andere Straßenseite umgesetzt wurde. Dort steht auch oft die „Tonne“ der Landeseinheit.

Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg hatte für den 24-Stunden-Blitz-Marathon extra einen Flyer drucken lassen, den die Polizisten den gestoppten Kraftfahrern in die Hand drückten. Neben Statistik (43 Verkehrstote von Januar bis August 2013, im Vorjahreszeitraum 35) soll vor allem der emotionale Satz „Wir sind es leid, so viele Menschen auf unseren Straßen sterben zu sehen“ die Kraftfahrer berühren.

Die Fürstenberger und Mecklenburger, die von den Revierpolizisten am Donnerstag angehalten worden sind, haben sich alle einsichtig gezeigt und nicht lange diskutiert. Ins Gespräch kamen die Polizisten vom Revier Gransee auch mit Fürstenberger Passanten, denn die drei Männer in Uniform sind in der Stadt wohlbekannt. Dabei mussten sie sich die Frage gefallen lassen, warum solch eine Aktion überhaupt angekündigt wird. „Weil es nicht darum geht, Geld einzutreiben, sondern die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, so die Antwort der Repos.

Von Anke Dworek

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Der Blitzmarathon war in Brandenburg nach Angaben der Polizei ein voller Erfolg. Die Autofahrer waren deutlich langsamer unterwegs als sonst. Rund 575 Polizisten kontrollierten an mehr als 400 Messstellen den Verkehr. Die meisten Raser wurden im Westen des Landes ertappt.

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