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Kein Aufschub mehr für die Dropebrücke

Oranienburg Kein Aufschub mehr für die Dropebrücke

Das Bauwerk aus dem Jahr 1988 muss erneuert werden. Dabei sollen eine neue Brücke gebaut und die Pfeiler saniert werden.

Baustart ist im August kommenden Jahres. Die Bauzeit: zehn Monate. Der Bauausschuss diskutiert das Projekt am Dienstag.

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Ist in keinem guten baulichen Zustand: Die Dropebrücke

Quelle: Helge Treichel

Oranienburg. Im August nächsten Jahres soll es soweit sein: Start für den Neubau der Dropebrücke über die Havel. Ein Projekt, das immer wieder verschoben worden war. Seit mehr als zehn Jahren (MAZ berichtete). Damit wird eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt gekappt. Für voraussichtlich zehn Monate. Doch die Teilerneuerung des Bauwerks aus dem Jahr 1988, bei dem die Pfeiler instandgesetzt werden sollen, duldet keinen Aufschub mehr. Was für den Laien noch „ganz passabel“ aussieht, ist es mitnichten. Aller drei Jahre gibt es eine „kleine“ Brückenprüfungen, aller sechs eine „große“, dazwischen Besichtigungen der Fachleute im Halbjahresrhythmus.

Gefährlich, so Stephan Bernard vom Tiefbauamt der Stadt, seien die „ungesicherten Ränder“ der Brücke. Im Falle eines Unfalls könnte ein Lkw durchbrechen, Teile der Brücke mitreißen. Auch seien die Betonfertigteile aus Spannbeton schlechte Qualität, erklärt der Fachmann. Während sich eine „Holzbrücke biegt und Ermüdung anzeigt“, könne es bei einer Betonbrücke einen plötzlichen Knack und ein Totalversagen geben. „Wir wollen jetzt auf Nummer sicher gehen“.

Die Baukosten für die neue Brücke belaufen sich auf 3,7 Millionen Euro, für 2,5 Millionen Euro davon liegt eine Förderzusage vom Land vor. „Wir haben uns gegen langes, teueres Rumdoktern, für einen Neubau entschieden“, so Baudezernent Oltersdorf. Es werde eine Technologie angewandt, die auch den Bau im Winter möglich macht. Zudem wird das letzte Stück Saarlandstraße zwischen Robert-Koch-Straße und Kreuzung Lehnitzstraße parallel erneuert.

Eine halbseitige Sperrung beim Bau sei nicht praktikabel, eine Behelfsbrücke möglich, so die Planer. Die bringe aber Mehrkosten von mindestens 500 000 Euro und die Verlängerung der Bauzeit um ein halbes Jahr. Umleitungsmöglichkeiten sind in der Debatte. Nadelöhr wird die Schlossbrücke. „Das wird Diskussion im Bauausschuss geben, aber wir haben keine Alternative“, so Oltersdorf. Der Fachausschuss diskutiert die Vorlage am Dienstag, 14. November, ab 18 Uhr in der Orangerie.

Von Heike Bergt

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