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Oberhavel Kein Edeka-Markt auf den Kampwiesen
Lokales Oberhavel Kein Edeka-Markt auf den Kampwiesen
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02:21 05.03.2018
Oktober 2016: Leere Regale im Kaisersmarkt in Zehdenick. Dieses Jahr soll der alte Markt abgerissen werden und einem Neubau der Rewe-Group weichen. Quelle: Cindy Lüderitz
Zehdenick

Einen Edeka-Markt auf den sogenannten Kampwiesen in der Castrop-Rauxel-Allee wird es vorerst nicht geben. Zehdenicks Stadtverordnete, 19 von 23 waren anwesend, haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einen Neubau einstimmig abgelehnt.

Rewe möchte Neubau noch 2018 öffnen

Zur der einhelligen Meinung beigetragen hat ganz offensichtlich auch die Tatsache, dass in die angestrebte Wiederbelebung des Einkaufszentrums Nord einige Bewegung gekommen ist. So erinnerte Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) noch einmal daran, dass die Rewe-Group kurz vor Weihnachten im Bauordnungsamt des Kreises in Oranienburg einen Bauantrag zum Abriss des alten Kaisers-Marktes und Neubau eines Rewe-Marktes gestellt hat. Wie der Verwaltungschef sagte, wolle Rewe sein angekündigtes Engagement auch nicht auf die lange Bank schieben. Ziel sei es, so habe die Rewe-Group zum Ausdruck gebracht, das Weihnachtsgeschäft 2018 mitnehmen zu können, den Markt spätestens jedoch im ersten Quartal 2019 zu eröffnen.

Auch Rossmann macht ernst

Darüber hinaus scheint nun auch die Drogeriemarktkette Rossmann in Zehdenick Nägel mit Köpfen machen zu wollen. Arno Dahlenburg zitierte am Donnerstagabend aus einem Informationspapier, wonach am 12. Februar dieses Jahres eine Nutzungsänderung für die den ehemaligen Netto-Markt im Bauordnungsamt in Oranienburg eingegangen ist. Danach sei beabsichtigt, die Immobilie als Rossmann-Filiale wiederzueröffnen. Da sich die geplanten baulichen Maßnahmen dafür in Grenzen halten, sei in diesem Fall eine Nutzungsänderung ausreichend. Antragsteller ist die Grundstückverwaltung ATOS, die die Baulichkeit nach Abschluss aller Arbeiten an Rossmann vermieten wird. Wie es hieß, wolle Rossmann spätestens dann Einzug halten, wenn auch Rewe soweit sei, seinen neuen Markt in Zehdenick-Nord eröffnen zu können. Darüber hinaus sei es das Ziel von ATOS, auch die restlichen kleinen Ladenflächen des Einkaufszentrums Nord noch zu vermieten.

Obi beobachtet die Situation aufmerksam

Mit der Neubelebung des Einkaufszentrums Nord steigen die Chancen, dass auch der Obi-Baumarkt noch möglichst lange Präsenz zeigt. Dort habe man, wie es am Donnerstagabend im Rathaus hieß, ein langfristiges Engagement in der Havelstadt davon abhängig gemacht, wie sich das unmittelbare Umfeld des Baumarktes an der Grünstraße entwickelt.

Zehdenicker schwimmen nicht im Geld

Zehdenick-Nord hat Priorität, Edeka müsse außen vor gelassen werden, äußerte sich Claus-Dieter Wilksch (Die Linke) vor der Abstimmung. Die Zehdenicker würden nicht im Geld schwimmen und die Kaufkraft nicht größer werden. Deshalb bedürfe es keines weiteren Einkaufsmarktes in der Stadt.

Kein weiterer Discounter auf der grünen Wiese

„Wir haben gerade erst mit Einzelhändlern der Stadt zusammengesessen“, sagte Waldemar Schulz (CDU) und fügte hinzu. „Wir haben ihnen versichert, dass wir hinter ihnen stehen. Da können wir jetzt nicht einen Discounter auf die grüne Wiese setzen.“

Kleine Anbieter dürfen nicht kaputt gehen

Ähnlich sieht es Eberhard Feige von der Fraktion Tonstichlandschaft/FDP/Schorfheide. „Wir dürfen die kleinen Anbieter nicht kaputt machen, indem wie einen zusätzlichen Markt entstehen lassen“, sagte er. Auf den Kampwiesen könnte dafür Wohnraum entstehen.

Getreu dem Einzelhandelskonzept

„Ich bin überzeugt davon, dass das Edeka-Engagement die Entwicklung in Zehdenick-Nord beflügelt hat“, fasste Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Leib (SPD) die Diskussion vor der Abstimmung der Beschlussvorlage zusammen. Und „ganz nebenbei“ werden die Stadtverordneten mit ihrer Entscheidung gegen einen Edeka-Markt auch dem Einzelhandelskonzept der Stadt gerecht, in dem formuliert ist, keine weiteren großen Märkte außerhalb der Kernstadt entwickeln zu wollen.

Von Bert Wittke

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